Der Stammtisch zur 6. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich! Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: KAJA ROGULJ

Und da ist er, der Stammplatz beim Tabellenführer! Der Kroate hat sich wohl richtig über Georg Margreitters Wechsel zu den Wolverhampton Wanderers gefreut. Denn dadurch wurde ein Platz in Austrias Innenverteidigung frei. Für die Qualität des 26-Jährigen spricht, dass kaum jemand Zweifel daran hat, dass er seinen Vorgänger adäquat ersetzen kann. Der Legionär hat sich seine Chance redlich verdient, den sein erstes Jahr am Verteilerkreis war von jeder Menge Verletzungspech geprägt.

DER LOSER: WALTER KOGLER

Die Luft für den Trainer des FC Wacker wird immer dünner. Sein Team trägt die Rote Laterne mittlerweile alleine. Nur ein einziges Mal sind die Innsbrucker mit lediglich drei Punkten aus sechs Spielen in seine Saison gestartet. Das war 2007/08, am Ende wurde der Abstieg betrauert. Angesichts des unruhigen Vereins-Umfelds wird es für Walter Kogler eine ganz ungemütliche Woche werden. Wir wünschen ihm, dass er beim Heimspiel gegen Salzburg noch auf der Trainerbank sitzen darf.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • CORNER-VARIANTE DELUXE: Nein, das war nicht einstudiert. Wir sind uns nicht sicher, was Tomas Simkovic in der 19. Minute geplant hatte. Er war es sich wohl auch nicht. Der Austrianer legte sich beim Corner den Ball einfach mal kurz vor. Abnehmer gab es aber weit und breit keinen. Nach kurzer Verwirrung liefen die Innsbrucker einen Konter. Dem Veilchen war die Sache schon ein bisschen peinlich: "Ich wollte mich eingraben."
  • TORRAUB DELUXE: "Dass ich das noch einmal erleben darf!" Einer unserer dienstältesten Kollegen geriet regelrecht in Verzückung, als er über Wr. Neustadts 1:1 in Salzburg sprach. Es ging aber gar nicht um das Ergebnis, sondern um eine Szene in der 90. Minute. Ein Torraub von Gonzalo Zarate an Dennis Mimm! Dass der Defensiv-Spezialist überhaupt an vorderster Front zu finden war, ist schon eine Sensation. Aber gut, wir wollen Salzburgs Argentinier einfach mal zugute halten, dass er Mimm nicht kannte. Denn sonst wüsste er, dass der 29-Jährige in der Bundesliga nur alle 1.787 Minuten ein Tor schießt. Den hätte man zur Not schon mal auf Goalie Alexander Walke zulaufen lassen können...
  • HAARSCHNITT DELUXE: Fesch, fesch, der Heimo. Beim Gastspiel seiner Wiener Neustädter in Salzburg präsentierte sich der Trainer mit neuer Kurzhaar-Frisur. Als Inspiration diente laut eigener Aussage der Trainer der Vienna: "Ausschlaggebend war Alfred Tatar." So richtig glücklich scheint Pfeifenberger aber nicht zu sein: "Das ist halt rausgekommen, es könnte ein bisschen besser sein." Passt schon, Heimo. Und sie wachsen ja wieder nach...
  • ABGANG DELUXE: Wir würden nur zu gerne Ilco Naumoskis Vertrag sehen. Nein, nein, es geht uns da gar nicht um die Summen, die dieser beinhaltet. Uns interessieren vielmehr die Zusatzklauseln. Wir sind uns nämlich ziemlich sicher, dass eine davon lautet: Ilco Naumoski darf an Spieltagen alleine duschen. Anders können wir uns nämlich nicht erklären, dass der Mazedonier als einziger Bundesliga-Spieler in allen sechs Spielen ausgewechselt wurde.
  • KREISSCHLIEßUNG DELUXE: Dario Baldauf hat das erste Heimtor des Wolfsberger AC erzielt. Soweit, so unspektakulär. Sein letztes Bundesliga-Tor gelang ihm am 7. August 2004 bei Admiras 3:1-Sieg gegen Mattersburg. Ja, eine lange Zeit, aber auch nicht sonderlich erwähnenswert. Aber jetzt kommt's: Auch damals war er nach einem Freistoß per Kopf zur Stelle. Die Standardsituation trat sein aktueller Trainer Nenad Bjelica und im Tor des SVM stand der nunmehrige Rapid-Tormanntrainer Raimund Hedl. Na, doch nicht so schlecht, die Geschichte, oder?

BILD DES SPIELTAGS

EINSTUDIERTE LAUFWEGE

ZAHLENSPIELE

1 - Soviele Teams haben in den ersten drei Heimspielen noch keinen Punkt abgegeben. Es ist der SV Mattersburg.

4 - Soviele Österreicher spielten in der Vierer-Abwehrkette von RB Salzburg. Erstmals seit über sechs Jahren hat kein Legionär bei den "Bullen" verteidigt.

7 - Soviele Torschüsse hat der SK Sturm beim 3:2 gegen die Admira zwischen der 16. und 30. Minute abgegeben. Die Gäste aus der Südstadt haben es in den ersten 45 Minuten lediglich zwei Mal versucht.

8 - Soviele Innsbrucker Feldspieler brachten nicht einmal drei Viertel ihrer Zuspiele an den Mann. Nur die eingewechselten Thomas Bergmann und Simon Piesinger sowie Carlos Merino, Alexander Hauser und Tomas Abraham lagen über diesem Wert und können somit als einigermaßen passsicher bezeichnet werden.

20 - Soviele Tore sind in den fünf Spielen zwischen dem SK Sturm und Admira Wacker seit dem Wiederaufstieg der Südstädter gefallen. Das ergibt einen stolzen Schnitt von vier Toren pro Partie.

24 - Soviele Zweikämpfe bestritten Kaja Rogulj und Julius Perstaller gegeneinander. Der Austrianer hatte zumeist das bessere Ende für sich, gewann 16 der Duelle. Besonders kurios: Der kroatische Verteidiger kam sonst nur auf vier weitere Zweikämpfe: Drei gegen Marcelo Fernandes und einen gegen Daniel Schütz.

27 - Soviele Bundesliga-Tore hat Tomas Jun nun schon auf seinem Konto. Doch gegen den FC Wacker gelang ihm erst der zweite Treffer per Kopf. Den ersten erzielte der Tscheche im Mai 2010 beim 2:0-Heimsieg gegen die SV Ried.

49 - Soviele Ballkontakte konnte Goalie Jörg Siebenhandl verzeichnen. Von den Wr. Neustädter Feldspielern wiesen nur Michael Berger (52) und Peter Hlinka (50) eine höhere Anzahl aus.

425 - Soviele Minuten hält die Torsperre von Austria-Goalie Heinz Lindner nun schon an. Den letzten und bisher auch einzigen Gegentreffer kassierte die Austria in der 2. Runde gegen den SK Sturm Graz - Rubin Okotie hat ihn erzielt.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 6. Runde!

Im diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

PRO & CONTRA

These: Salzburg sollte Jakob Jantscher ziehen lassen

PRO - ein Kommentar von Peter Altmann:

Vier Millionen Euro! Das ist, wie man hört, der - stolze - Kaufpreis, den Salzburg für Jakob Jantscher ausgerufen hat. An ausländischen Interessenten am Torschützenkönig hat es in der jüngeren Vergangenheit nicht gemangelt, aber diese Ablöseforderung schreckt ab. Dabei ist der 23-Jährige überreif für den nächsten Karriereschritt. An dieser Stelle wird es zur Philosophie-Frage: Sportchef Ralf Rangnick wundert sich, warum die besten Talente des Landes wie David Alaba oder Marko Arnautovic nicht durch die Hände von Red Bull gingen. Warum sollten sie, wenn es so schwierig ist, von Salzburg aus das legtime Karriereziel Ausland zu erreichen? Bis auf Marc Janko gelang dies keinem Österreicher - auch, weil es bei Red Bull keine Veranlassung gibt, Spieler aus wirtschaftlichen Gründen zu verkaufen. Die Wartezeit bis zum Vertragsende ist mitunter eine lange. Red Bull sollte daher beweisen, dass der Verein doch zum Sprungbrett für ambitionierte Kicker taugt und Jantscher im Falle eines Angebots ziehen lassen.

CONTRA - ein Kommentar von Martin Wechtl:

Um Himmelswillen – Salzburg, mach das nicht! Es wäre absolut fahrlässig, Österreichs Fußballer des Jahres und Torschützenkönig der abgelaufenen Saison ziehen zu lassen. Der 23-Jährige hat bereits mehrfach bewiesen, welch wichtiger Spieler er für die Bullen ist. Ohne der zahlreichen Genieblitze des Linksfuß‘ hätten sich die Mozartstädter den Meistertitel in der vergangenen Saison wohl aufzeichnen können. Will man darauf in Zukunft verzichten? Wohl kaum. Glaubt denn ernsthaft jemand, dass Jantscher – nur weil er jetzt zweimal hintereinander zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen musste – in den Überlegungen von Trainer Roger Schmidt keine Rolle mehr spielt? Mitnichten. Trotz des beinharten Rotationsprinzips des Deutschen kam der ÖFB-Teamspieler noch in jedem Bundesliga-Spiel zum Einsatz. Davon können andere im Großkader des Meisters nur träumen. Frag‘ nach bei Stefan Maierhofer, Florian Klein, Cristiano und wie sie alle heißen. Im Sinne der Salzburger gilt daher: Jantscher muss bleiben!

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 16 Uhr).





"On Fire" - Alfred Tatar

Mit dem 2:1-Heimerfolg gegen den SCR Altach feierte die Vienna ihren ersten Saisonsieg. Der Aufwind in Döbling ist spürbar. Und dann kann man als Trainer auch mal folgenden Satz zum Besten geben: "Wir wollen eine ganz moderne Variante des Brechstangen-Fußballs ausarbeiten und sind sozusagen die Antithese von Barcelona."

"On Ice" - SKN St. Pölten

So groß war die Euphorie in der niederösterreichischen Landeshauptstadt nach vier Siegen aus fünf Spielen. Und dann das! Zwei 0:3-Niederlage in Folge, das erste Mal im neuen Stadion verloren und schon sechs Punkte Rückstand auf Leader Austria Lustenau. Das tut weh!

DER BLICK INS ARCHIV:

Eine Bundesliga ohne Michael Mörz? Unvorstellbar! Der Blondschopf befindet sich in seiner zehnten Saison in der höchsten Spielklasse. In all den Jahren - und eigentlich schon länger, weil bereits seit über 15 Jahren beim Verein - hat er dem SVM die Treue gehalten. Gegen Ried hat der 32-Jährige sein 300. Bundesliga-Spiel bestritten.

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