Verrücktes 4:4 zwischen Admira und Salzburg

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Ein wahrer Torregen ist am Samstag in der fünften Runde der Bundesliga beim 4:4-(3:1)-Remis der Admira gegen Salzburg über der Südstadt niedergegangen.

In einer höchst unterhaltsamen, verrückten Partie lagen die Niederösterreicher gegen den Meister in der 45. Minute bereits mit 3:0 in Führung, ließen sich die Partie aber noch aus der Hand nehmen.

Ein Triplepack (45.+2, 46., 56.) des norwegischen Neo-Salzburgers Havard Nielsen bedeutete das 3:3, nach Stefan Maierhofers Treffer in der 77. Minute schienen die Gäste schon auf der Siegerstraße.

"Joker" Rene Schicker rettete der Kühbauer-Elf aber noch einen Punkt (80.).

Hosiner mit Doppelpack

In der ersten Hälfte hatte Philipp Hosiner mit einem Doppelpack (15., 45.) bzw. Marcel Sabitzer (37.) für die Admira getroffen, die nun auf Platz sechs liegt.

Salzburg konnte zwar wie schon in der Vorsaison in der Südstadt nicht gewinnen, arbeitete sich aber zumindest bis zum Sonntag auf den zweiten Rang hinter Rapid vor.

Es war zugleich das erste Remis der Saison in der Bundesliga.

Salzburgs Coach Roger Schmidt hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 0:2 gegen Rapid am Sonntag an mehreren Stellen verändert.

Nur drei Österreicher in Startaufstellung

So bildeten Douglas und Sekagya die Innenverteidigung, in der Offensive standen die beiden neuen Norweger Nielsen und Berisha (erster Auftritt), aber auch Soriano nach seinem Elfer-Hoppala gegen Grün-Weiß.

Die Admira, bei der Außenverteidiger Palla sein Saisondebüt gab, legte mit einem Chancenfurioso los - begünstigt durch katastrophale Schnitzer der "Bullen" im Spielaufbau.

In der ersten Viertelstunde fanden Hosiner (zwei Mal) und Jezek drei ausgezeichnete Möglichkeiten vor, scheiterten aber an Walke oder am eigenen Unvermögen.

In der 15. Minute war es dann soweit: Douglas patzte, Hosiner machte nach Jezeks Vorlage das 1:0.

Admira spielt schnell

Salzburg hatte zwar mehr Spielanteile, wurde aber kaum gefährlich.

Die Admira hingegen beeindruckte mit gewohnt schnellen Konterkombinationen, spielte die Gästedefensive ein ums andere Mal schwindlig und sah nach den Treffern von Sabitzer (37.) und neuerlich Hosiner (45.) unmittelbar vor der Pause schon wie der Sieger aus.

Noch vor dem Halbzeitpfiff wurden die Nielsen-Festspiele eröffnet. In der Nachspielzeit setzte der 19-Jährige den Ball nach Stanglpass seines Landsmanns Berisha zum 1:3 ins Netz und legte nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn zum Anschlusstreffer nach (46.).

Bei Salzburg waren da schon die schwachen Innenverteidiger Douglas und Sekagya in der Kabine und durch Jantscher sowie Maierhofer ersetzt - ein Systemwechsel der sich bezahlt machen sollte.

Maierhofer traf in der 57. Minute bei einem Heber zwar nur die Latte, legte eine Minute davor nach Berishas Zuspiel aber - scheinbar unfreiwillig - für Nielsen auf, der den Ausgleich perfekt machte.

Salzburg war zurück im Spiel, strahlte nun viel Gefahr aus und stellte die Defensive der Südstädter vor wesentlich schwierigere Aufgaben.

Chancen auf beiden Seiten

Doch auch die Admira wollte den Sieg und kam trotz einer klar verbesserten Salzburger Verteidigung zu Chancen: Erst traf der eingewechselte Schwab die Querlatte (62.), Sabitzer scheiterte kurz darauf völlig allein vor Walke (66.).

Auch im Finish blieben sich die beiden Teams nichts schuldig.

Maierhofer brachte die Gäste sogar in Führung (77.), der kurz eingewechselte Schicker, der einen verunglückten Sabitzer-Schuss ins Tor lenkte, sorgte aber dafür, dass die starke Leistung der Admira vor allem in der ersten Hälfte noch mit einem Punkt belohnt wurde.

Kühbauer und Schmidt gerieten nach der Partie verbal aneinander. Laut dem Admira-Trainer habe Schmidt während des Spiels dauernd gemeckert und vom Schiedsrichter Gelbe Karten gefordert. Im Kabinentrakt habe er zu Schmidt etwas - nicht Beleidigendes - gesagt, woraufhin dieser gefordert habe, Kühbauer solle Deutsch reden. "Wir reden eben Dialekt in Österreich. Ich respektiere die Deutschen und verlange auch, dass sie uns respektieren", sagte Admiras Trainer.

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