Für Wacker zählt gegen Sturm nur ein Sieg

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Wacker Innsbruck steht in der Bundesliga mit dem Rücken zur Wand.

Die Tiroler sind zwei Runden vor Schluss im Besitz der "Roten Laterne" und benötigen wohl mindestens noch vier Punkte, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Der erste Schritt in Richtung Liga-Verbleib soll am Mittwoch (20.30 Uhr) im letzten Heimspiel gegen Sturm Graz geschafft werden.

Die viertplatzierten Grazer dürfen sich nach dem ersten Sieg unter Markus Schopp allerdings im Kampf um den letzten Europa-League-Qualifikations-Startplatz keinen Ausrutscher leisten.

"Ein Sieg muss her"

Die Innsbrucker liegen nach Punkten gleichauf mit dem Vorletzten Wiener Neustadt.

Da die Truppe von Chefcoach Roland Kirchler aufgrund einer Strafverifizierung in der 17. Runde (im Heimspiel gegen Sturm wegen eines Becherwurfes) bei Punktegleichheit rückgereiht wird, muss sie in den Duellen mit Sturm und dem WAC auf jeden Fall mehr Punkte holen als die Niederösterreicher, die es noch mit den selben Gegnern zu tun bekommen.

Admira Wacker Mödling hat zwei Punkte Luft auf das Tabellenende, Mattersburg scheint dank eines Fünf-Zähler-Polsters schon gerettet.

"Ein Sieg muss her, um im Spiel zu bleiben. Wir müssen Druck auf Wiener Neustadt und die Admira machen", gab Kirchler die Marschroute vor.

Trio kehrt zurück

Erst dann könne seine Mannschaft auf die Konkurrenz blicken "und zu rechnen beginnen".

Für die Tiroler gab es zuletzt dreimal keinen Sieg, die jüngsten beiden Niederlagen setzte es allerdings gegen die Titelkonkurrenten Austria und Salzburg nach zum Teil ansehnlichen Leistungen.

"Wir müssen wieder wie gegen die Titelkandidaten auftreten, dann bin ich überzeugt, dass wir gegen Sturm gewinnen werden", war der Tiroler optimistisch.

Positiv stimmte Kirchler die Rückkehr des zuletzt gesperrt gewesenen Trios Martin Svejnoha, Christian Schilling und Daniel Schütz.

Da auch die angeschlagenen Marco Kofler und Christoph Saurer wohl zur Verfügung stehen werden, kann der Innsbruck-Coach im ersten von zwei Endspielen aus dem Vollen schöpfen.

"Wissen, was uns in Tirol erwartet"

Die Grazer tankten zuletzt mit dem ersten vollen Erfolg in der Schopp-Amtszeit sowie nach drei Niederlagen in Folge und sieben Spielen ohne Sieg wieder etwas Selbstvertrauen.

"Mit dem Sieg haben wir zwar ein erstes Erfolgserlebnis, wir wissen aber, dass wir nicht alles spielerisch lösen können. Wir bieten derzeit keinen Zauberfußball und müssen deswegen andere Mittel ergreifen", war sich Schopp bewusst.

Der 39-Jährige forderte deshalb von seinen Spielern die nötige Disziplin wie zuletzt im Ried-Spiel ein. "Wenn sich alle exakt an ihre Aufgaben halten, werden wir auch in Innsbruck als Sieger vom Platz gehen", sagte Sturms Trainer.

Bis dahin sei es allerdings ein weiter Weg. "Wir wissen, was uns in Tirol erwartet, die Innsbrucker werden von der ersten bis zur letzten Minute fighten", rechnete Schopp mit einem starken Gegner.

Schopp würde gerne bleiben

Für den Ex-Internationalen geht es in den ausstehenden beiden Runden auch um seine eigene Zukunft.

"Ich habe einen Vertrag als Amateurtrainer, der bis Sommer 2014 läuft. Über meine Zukunft wird erst nach der letzten Meisterschaftsrunde gesprochen. Es ist aber natürlich kein Geheimnis, dass ich gerne Sturm-Trainer bleiben möchte", erklärte Schopp.

Dank des 3:1 gegen Ried und der Rückkehr auf Rang vier (48 Punkte) darf er sich berechtigte Hoffnungen auf einen Verbleib machen. Der WAC (47) und auch Ried (45) sind aber nach wie vor im Kampf um den Europacup in Lauerstellung.

Bilanz spricht für Sturm

"Wir haben es selbst in der Hand, Platz vier zu verteidigen. Für die letzten beiden Matches suche ich Spieler, die bereit sind, über ihre eigenen Grenzen zu gehen, um unser Ziel zu erreichen", sagte Schopp.

Um im Tivoli-Stadion erfolgreich zu sein, müssen die Grazer ihre Auswärtsmisere beenden, gab es doch zuletzt in der Fremde vier Niederlagen mit 0:10-Toren.

Für die Steirer spricht hingegen die Meisterschafts-Bilanz im direkten Duell, gab es doch in den jüngsten fünf Spielen vier Siege und ein Remis.

Im Cup-Achtelfinale hatte sich allerdings die Kirchler-Truppe am 30. Oktober 2012 in Graz durchgesetzt.

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