"Ich bin ratlos"

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„Ich bin schon gespannt, wie sie mir das erklären.“

Didi Kühbauer selbst war ratlos.

Weiter verwunderlich ist dieser Umstand nicht. Denn bei der 0:2-Niederlage gegen die Austria agierte die Admira wie ein Absteiger.

„Diesmal war das aber wirklich von der ersten bis zur letzten Minute eine Leistung, bei der ich sage: Das war nicht meine Mannschaft“, so der Coach der Südstädter.

"Im Profibereich ist das der Tod"

Der Burgenländer weiter: „Wir haben es zusammengebracht, die Austria über 90 Minuten lang schalten und walten zu lassen. Im Profibereich ist das der Tod, wenn du so einen Fußball praktizierst.“

Tatsächlich gab seine Truppe zwar acht Torschüsse (alle nach der Pause) ab, wirklich gefährlich wurde sie aber kein einziges Mal.

„Das war auf jeden Fall zu wenig. In der ersten Hälfte war das Angsthasen-Fußball! Wir müssen uns mehr zutrauen“, übte Richard Windbichler Selbstkritik.

"Das wollten wir vermeiden"

Die Frage nach dem Warum konnte Kühbauer nicht beantworten: „Ich weiß es nicht. Wir hatten uns wirklich etwas vorgenommen, weil wir gegen die Austria nichts zu verlieren hatten. Jeder hat mit einem Sieg der Austria gerechnet. Dass es am Ende aber so klar ist, hätte ich mir nicht gedacht. Wir haben es in keinster Weise geschafft, die Austria zu fordern.“

Die Lage ist jedenfalls sehr ernst. Punktegleich mit Schlusslicht Mattersburg liegen die Südstädter auf dem vorletzten Platz.

Ihr Coach meinte: „Ich glaube schon, dass sie den Ernst der Lage verstehen. Ich denke, die Mannschaft hat schon gehört, dass sie im Abstiegskampf steckt, sogar schon im Winter. Aber mit so einer Leistung wird der Druck noch größer. Das wollten wir eigentlich vermeiden.“

"So brauchen wir nicht nach Salzburg fahren"

In der nächsten Runde steht das Auswärtsspiel in Salzburg auf dem Programm. „Mit so einer Leistung wie gegen die Austria brauchen wir dort gar nicht hinfahren, da können wir gleich w.o. geben“, fand Kühbauer.

Auch das restliche Programm ist keineswegs ein Zuckerschlecken: Nach dem Auswärtsspiel bei den „Bullen“ geht es daheim gegen Sturm, dann zum WAC, anschließend kommt Rapid und der Abschluss findet in Mattersburg statt.

"Ich bin ratlos"

„Wir müssen in den nächsten Spielen eindeutig besseren Fußball bieten, sonst wird es eng“, war Kühbauer bewusst.

Vorerst galt es aber, den Auftritt gegen die Austria zu verdauen: „Mir liegt diese Niederlage im Magen. Ich bin ratlos, wie man über 90 Minuten hinweg so auftreten kann.“

Harald Prantl/Martin Wechtl

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