WAC-Coach Bjelica:"Europa macht uns nicht verrückt"

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Beim Überraschungsteam WAC steht die SV Ried am Samstag (16.00 Uhr) in der 29. Runde der Bundesliga bereits unter Druck.

Will man im Kampf um einen Europacupstartplatz weiter mitmischen, muss in der Lavanttal-Arena ein Sieg her, sonst droht der Rückstand auf die internationalen Plätze bereits auf bis zu acht Punkte anzuwachsen.

Doch der Tabellennachbar aus Kärnten, der vier Punkte mehr am Konto hat, will selbst aufs europäische Parkett - und erwartet die "Wikinger" nach dem 4:0-Kantersieg gegen Leader Austria mit breiter Brust.

WAC seit Dezember ungeschlagen

Neun Runden bzw. seit dem 8. Dezember 2012 ist der WAC bereits ungeschlagen (6 Siege, 3 Remis), spätestens nach dem sensationellen Erfolg in Wien ist allerdings auch der Druck gewachsen.

Schließlich könnten die "Wölfe" - wie beim Intermezzo nach der zweiten Runde - auf Rang vier vorstoßen und erstmals in dieser Saison sogar auf Platz drei zu stehen kommen. Da müssten freilich auch Rapid und Sturm die "richtigen" Ergebnisse liefern.

Kein Druck

Von Druck will WAC-Coach Nenad Bjelica freilich nichts wissen. "Europa macht uns nicht verrückt", betonte der Kroate nach einer "wunderschönen Woche".

"Wir sind überglücklich über diesen historischen Erfolg. Aber es ist schwer, die Stimmung noch weiter zu verbessern", beschrieb er die mentale Großwetterlage seines Teams. Und warnte im selben Atemzug: "Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht weiterarbeiten sollen."

Die Chance, mit einem Sieg gegen Ried, der Europa League näher zu kommen, sieht man freilich auch in Wolfsberg. "Unser Ziel haben wir bereits erreicht. Jetzt versuchen wir, unseren Traum zu erreichen. Es ist ein Privileg, dass wir über Europa reden können", meinte Bjelica.

Heimschwäche der Wölfe

Gegen Ried muss der WAC auch gegen die eigene Heimschwäche ankämpfen. Während man in der Auswärtstabelle auf Rang drei liegt, ist man zu Hause mit einer Bilanz von 4-5-5 nur Siebenter.

"Wir haben einen Spielstil, mit dem wir uns auswärts leichter tun", sagte Bjelica, dessen Elf am 6. Oktober in der Lavanttal-Arena eine 2:5-Schlappe gegen die Rieder kassierte, dabei sogar 0:5 zurücklag. "Wir haben damals viele individuelle Fehler gemacht, aber die Niederlage ist etwas zu hoch ausgefallen."

Ried-Kicker Thomas Hinum erinnert sich gerne zurück. "Da ist alles gut für uns gelaufen", sagte der 25-Jährige. "Seit diesem Ergebnis hat sich der WAC gut erholt. Es würde jetzt perfekt passen, wenn wir ihnen wieder einmal eine Niederlage zufügen könnten."

"Schwieriges Spiel"

Sein Coach Michael Angerschmid erwartet "ein ganz schwieriges Spiel. Sie haben einen guten Lauf und machen aus relativ wenigen Chancen viele Tore", meinte der Oberösterreicher, der mit seiner Truppe zuletzt in die Erfolgsspur zurückgefunden hat.

Nach sechs Partien ohne Sieg gelangen in den Heimspielen gegen Rapid (3:2) und die Admira (4:1) wieder zwei Dreipunkter. Sein Motto daher: "Wir fahren mit Respekt aber ohne Angst nach Wolfsberg."

Während Bjelica weiter auf Christian Falk und Jose Solano verzichten muss, dürfte Angerschmid wieder auf seinen Schlüsselspieler Anel Hadzic nach seiner Bauchmuskelverhärtung zurückgreifen können. Clemens Walch fehlt den Riedern allerdings gesperrt.

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