Der Kapitän bringt das Sturm-Schiff auf Kurs

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Der SK Sturm kommt in der Bundesliga auf Touren. Nach schwachem Frühjahrsstart feierten die Grazer am Samstag zu Hause mit einem 3:2 (1:0) gegen Wacker Innsbruck den zweiten Sieg in Serie und stießen auf den dritten Tabellenrang vor.

Für Wacker bedeutete die dritte Niederlage in Serie hingegen den Rückfall auf den letzten Platz, den die Tiroler nach der 26. Runde nun punktegleich mit Wiener Neustadt und der Admira einnehmen.

Wacker kommt in Unterzahl wieder heran

Kapitän Jürgen Säumel stellte die Weichen für Sturm mit einem Doppelpack in der 21. und 68. Minute auf Sieg. Für die nach Gelb-Rot für Julius Perstaller (76.) dezimierten Gäste gelang Roman Wallner (79.) dann der zwischenzeitliche Anschlusstreffer.

Sturms Joker Imre Szabics stach jedoch mit seiner ersten Ballberührung (81.), ehe die nun einen Zähler vor Rapid liegenden Grazer nach Innsbrucks zweitem Treffer durch Christian Schilling in der 90. Minute noch einmal kurz zittern mussten.

Nach den Vorkommnissen in Ried um den gesperrten Sturm-Angreifer Richard Sukuta-Pasu startete die Partie mit einer Anti-Rassismus-Aktion.

Danach ließen die Grazer ihre Ambitionen auf den dritten Platz klar erkennen. Wacker kam kaum geordnet über die Mittellinie und war mit den Defensivaufgaben vollauf beschäftigt.

Sturm über weite Strecken überlegen

Zwingende Chancen für Sturm blieben trotz einer klaren Feldüberlegenheit noch aus, nach 20 Minuten war die Torsperre der Gäste aber gebrochen. Nach einer Unsicherheit in der Tiroler Innenverteidigung zeigte sich Säumel als energischsten. Der im Herbst lange Zeit verletzte Mittelfeldspieler traf damit erstmals in dieser Saison und auch erstmals seit der Rückkehr zu seinem Stammclub im Herbst 2011.

David Schloffer brachte Sturm fast weiter voran. Der von Trainer Peter Hyballa dieses Mal als Angreifer aufgestellte 20-Jährige schloss einen Gegenstoß aber zu unplatziert ab (29.). Wacker kam erst nach einer halben Stunde etwas auf, Wallner und Co. blieben aber in Tornähe harmlos.

Der Kirchler-Elf konnte man Bemühungen auch nach Seitenwechsel nicht absprechen. Sturm verwaltete den Vorsprung, ehe Säumel aus über 20 Metern erfolgreich abzog.

Eine Überraschung wie beim in Graz gewonnenen Cup-Achtelfinale (2:1) im Oktober lag für Wacker damit außer Reichweite.Zwar verkürzte Wallner in Unterzahl mit einem präzisen Flachschuss auf 1:2, nur kurz darauf stand Szabics Sekunden nach seiner Einwechslung aber goldrichtig. Wackers zweiter Treffer durch Schilling kam zu spät.

Sturm Wacker
Torschüsse Madl 4 Wallner 4
Troschuss-Vorlagen Vujadinovic, Kainz, Okotie je 3 Hauser 3
Ballkontakte Säumel 74 Hauser 73
Zweikampfquote Vujadinovic 82,3% (14/3) Schilling 73,9% (17/6)
Passquote Säumel 89,7% (52/6) Abraham 86,8% (33/5)
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