Hält violette Auswärtsserie?

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Stöger warnt vor Gegner Wr. Neustadt

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Wiener Neustadt bekommt es am Samstag (16.00 Uhr) in der 25. Runde der Bundesliga mit einem scheinbar übermächtigen Gegner zu tun.

Das Schlusslicht aus Niederösterreich empfängt den souveränen Tabellenführer Austria, der zuletzt sechs Mal en suite gewann, drei Mal soviele Zähler auf dem Konto hat, sich gegen "Kleine" bisher keine Stolperer leistete und in der Fremde eine noch bessere Bilanz als am heimischen Verteilerkreis aufweist.

Goalie Vollnhofer vor Debüt

Neustadt-Coach Heimo Pfeifenberger, der am vergangenen Samstag in Salzburg mit seinen Mannen zwar 1:3 verlor, zwischenzeitlich aber in Führung lag, rechnet sich dennoch Chancen aus. "Man hat gegen Salzburg gesehen, dass man mit einer disziplinierten Leistung auch gegen so eine Mannschaft eine Sensation schaffen kann", erklärte der 46-Jährige.

"Gegen die Austria ist das genauso, noch dazu, wo wir doch eine gewisse Heimstärke entwickelt haben. Vielleicht sind wir die ersten, die der Austria ein Bein stellen können."

Das Lazarett der seit drei Runden sieglosen Hausherren, die zuletzt wegen zahlreicher Erkrankungen nur mit drei Feld-Bankspielern angereist waren, hat sich etwas gelichtet. Fix ist jedenfalls, dass Tormann Thomas Vollnhofer im Alter von 28 Jahren sein Bundesligadebüt geben wird, weil Einsergoalie Jörg Siebenhandl an einer Muskelverletzung laboriert.

Stöger tritt auf Euphorie-Bremse

Zwölf Spiele ist die Austria in der Fremde ungeschlagen, zehn Mal gingen die Violetten als Sieger vom Platz. Nach dem Umfaller der Salzburger beim WAC liegen die Wiener nach Verlustpunkten nun elf Zähler vorne, Trainer Peter Stöger beschwört aber weiterhin das Mantra vom "Noch ist nichts gelaufen".

"Es ist nicht so, dass alles erledigt ist, noch ist ein Drittel der Saison zu spielen", sagte der ehemalige Coach von Wr. Neustadt. Dass sein Salzburger Kollege Roger Schmidt die "Veilchen" schon zu 90 Prozent durch sieht, lässt ihn schmunzeln: "Das würde ich auch sagen. Ich denke aber, dass man das in Salzburg intern etwas anders sieht."

Barazite noch immer nicht fit

Stöger warnte vor Neustadt, aber auch Mattersburg, dem übernächsten Gegner am 17. März. "Für die ist jede Partie schon fast ein Finalspiel", meinte Stöger. "Schauen wir, wie es dann ausschaut. Dann können wir vielleicht schon über den Titel reden."

Beim letztlich klaren 4:0 gegen Innsbruck machten die Tiroler Violett am vergangenen Samstag das Leben fast 25 Minuten lang schwer, für Stöger kein Widerspruch. "Wenn wir über eine schwierige Phase drüberkommen, können wir schönen Kombinationsfußball zeigen. Aber auch wir müssen arbeiten. Wir können Gegner nicht aus dem Stand abschießen."

Stöger, der in Niederösterreich wohl zum dritten Mal en suite die selbe Elf aufs Feld schicken wird, muss weiterhin lediglich auf Nacer Barazite verzichten. Der Heimkehrer, der Fortschritte macht, dürfte am 30. März im Schlager gegen Salzburg wieder zur Verfügung stehen. "Das erscheint mir realistisch", meinte Stöger.

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