Austria holt in Ried den nächsten Dreier

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Die Richtung Meistertitel marschierende Austria setzt Verfolger Salzburg immer mehr unter Druck.

Während der Meister am Mittwoch zum zweiten Mal im Frühjahr zum Zuschauen gezwungen war, setzten sich die Violetten mit einem 3:1 (1:1) in Ried auch in ihrem dritten Frühjahresspiel durch.

Nach 23 Spielen liegt der bereits 15 Runden ungeschlagene Spitzenreiter aus Wien nun 15 Zähler vor den Salzburgern, die zwei Partien weniger absolviert haben.

Alexander Grünwald (6.) Tomas Jun (68.) und Roman Kienast (79.) erzielten in der mit 3.200 Zuschauern gefüllten Keine Sorgen Arena die Tore für die Elf von Peter Stöger.

Dilaver ausgeschlossen

Für den Fünften Ried traf Thomas Reifeltshammer in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Die Innviertler gingen damit nach sechs Heimpartien bzw. erstmals unter Trainer Michael Angerschmid als Verlierer vom Platz.

Bei der Austria sah Emir Dilaver im Finish noch die Gelb-Rote Karte (83.).

Bei der Austria musste der beim 4:0 gegen die Admira überzeugende Dilaver rechts defensiv für Fabian Koch weichen, Tomas Jun kehrte nach seiner Zwei-Spiele-Sperre in die Start-Elf zurück.

Blitzstart der Veilchen

Und der Tscheche bewies sogleich seinen Wert: Jun nahm einen weiten Pass gekonnt mit und bediente Grünwald, der überlegt abschloss.

Der Mittelfeldmann erwies sich damit als Wiederholungstäter, hatte er doch schon beim 1:0 in Ried im August entscheidend getroffen.

Überzeugen konnte Jun auch als Freistoßschütze. Nur drei Minuten nach der Führung stellte er Rieds Torhüter Thomas Gebauer vor Probleme, beim vermeintlichen 2:0 durch Manuel Ortlechner stand der Austria-Kapitän knapp im Abseits (16.).

Ausgleich vor der Pause

Die Führung der Wiener war zu diesem Zeitpunkt verdient, der Tabellenführer präsentierte sich auf mitunter holprigem Terrain ballsicherer als die Hausherren.

Die Rieder, bei denen Markus Hammerer aufgrund seiner Schnelligkeit den Vorzug vor Toni Vastic erhalten hatte, deuteten jedoch bei ruhenden Bällen immer wieder Gefährlichkeit an.

Die Austria ließ sich in einer zunehmend zerfahrener werdenden Partie bei Rieder Kontern auch zu Fouls in Strafraumnähe hinreißen.

Ein solches verursachte Sekunden vor dem Pausenpfiff Alexander Gorgon, Reifeltshammer köpfelte den darauf folgenden Hadzic-Freistoß unbedrängt ins Netz.

Hosiner trifft die Stange

Die Austria verdaute den Schock in der Pause jedoch gut und legte nach Wiederanpfiff sogleich einen Gang zu. Nach Möglichkeiten von Grünwald und Koch trat auch der zuvor unscheinbare Philipp Hosiner erstmals gefährlich in Erscheinung.

Zunächst prallte sein Schlenzer an die Stange (60.), dann parierte Gebauer den Schuss des Torjägers auf Raten (65.) - die neuerliche Führung der Stöger-Elf lag in der Luft.

Jun trifft nach Suttner-Assist

Jun krönte sein "Comeback" schließlich mit seinem sechsten Saisontor aus kurzer Distanz, Suttner hatte zuvor die Lücke in der Rieder Hintermannschaft gefunden.

Ried antwortete durch den engagierten Marco Meilinger, bei einem abgefälschten Schuss des Flügelspielers (78.) hatte die Austria Glück.

Schwerer Patzer von Gebauer

Praktisch im Gegenstoß leistete sich Gebauer aber einen folgeschweren Patzer. Der Keeper rutschte auf dem Ball aus, und der für Hosiner eingewechselte Kienast staubte ins leere Tor ab.

Am Sieg der Austria nichts mehr ändern konnte auch der Ausschluss des eingewechselten Dilaver.

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