Ein kleiner Sieg über Düdelingen

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Das böse D-Wort wollte am Samstag in Salzburg keiner hören.

Nur nicht auf Dienstag angesprochen werden.

Nur keine Fragen zum blamablen CL-Aus gegen die Halbprofis aus Düdelingen.

Aber es war unvermeidlich.

Die „Bullen“ taten gegen Mattersburg alles, um den Dienstag wieder in Erinnerung zu rufen.

„So schnell bekommt man das nicht raus“

Zwar startete die Schmidt-Truppe diesmal ideal, lag nach 33 Minuten komfortabel mit 2:0 voran, doch in der zweiten Hälfte war ihr die Verunsicherung deutlich anzumerken.

„Wir waren jetzt nicht unbedingt vollgepumpt mit Selbstvertrauen nach dem Aus gegen Düdelingen. Es sind erst ein paar Tage vergangen, so schnell bekommt man das nicht aus den Köpfen“, meinte Jakob Jantscher.

Auch Stefan Hierländer gab zu, dass das Fiasko noch mitspielte: „Düdelingen wird noch lange in unseren Köpfen sein. Es war der bitterste Moment meiner Karriere. Es ist noch immer schwer, darüber zu reden und ich will auch gar nicht mehr darüber reden.“

Kleiner Sieg über Düdelingen

Musste er dann gar nicht mehr.

Letztlich setzten sich Hausherren mit 3:2 durch und feierten damit auch einen kleinen „Sieg“ über Düdelingen.

„Nach dem Anschlusstreffer hat man gemerkt, dass die Mannschaft momentan sehr viel nachdenkt und mit gewissen Situationen nicht zurechtkommt. Darum bin ich sehr glücklich über diesen Sieg“, sagte RBS-Coach Roger Schmidt.

„Hätten auch gewinnen können“

Gegenüber Franz Lederer war vom Glücklichsein weit entfernt, wenngleich ihn zumindest die Leistung in der zweiten Hälfte positiv stimmte.

„Da kann ich meiner Mannschaft nur Lob aussprechen. Sie wollte mehr und war am Lucky Punch eigentlich näher dran.“

Das sah auch Torjäger Patrick Bürger so, der mit seinem Freistoß-Treffer kurz vor der Pause die Aufholjagd einleitete: „Mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel auch gewinnen können.“

Düdelingen spielte keine Rolle

Im Gegensatz zu Salzburg spielte die CL-Blamage für die Burgenländer keine Rolle.

„Wir haben Salzburg schon oft geschlagen, für uns ist das normal“, erklärte Bürger, „wir fahren immer hierher, um drei Punkte zu holen.“

Dieses Mal fährt Mattersburg allerdings mit null Punkten nach Hause, weil man die Unsicherheit der Salzburger Hintermannschaft nicht vollends ausnutzen konnte.

In den vergangenen beiden Spielen haben Walke und Co. fünf Gegentreffer erhalten, und das nicht unbedingt gegen Fußball-Großmächte.

Möglicherweise werden die „Bullen“ auf diesem Sektor noch einmal aktiv. Für die Offensive hat man ja erst kürzlich zwei junge norwegische „Krieger“ geholt.


Kurt Vierthaler

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