Wiedergutmachung ist angesagt

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Rehabilitation für die CL-Quali-Blamage gegen Düdelingen:

Double-Gewinner Red Bull Salzburg ist am Samstag (18.30 Uhr im LAOLA1-LIVE-Ticker) in der zweiten Bundesliga-Runde im Heimspiel gegen den SV Mattersburg auf Wiedergutmachung aus.

Die Burgenländer sind aber gut in die Saison gestartet und wollen den favorisierten "Bullen" wie in der vergangenen Saison im eigenen Stadion ein Bein stellen.

Zwei Neue bei Red Bull

Bei den Salzburgern sind die Nachwehen des blamablen Outs gegen Luxemburgs Meister (trotz eines 4:3-Siegs aufgrund der Auswärtstorregel) noch deutlich zu spüren.

"Es war ein Alptraum. Vier Gegentore gegen eine Mannschaft wie Dudelange geht gar nicht. Aber wir müssen nach vorne schauen und werden die richtigen Schlüsse daraus ziehen", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick.

Als erste Konsequenz wurden am Donnerstag die beiden Norweger Valon Berisha (Mittelfeld) und Havard Nielsen (Angriff) verpflichtet. Das Duo ist allerdings am Samstag noch nicht einsatzberechtigt und steigt erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining ein.

Schmerzhafte Ausfälle für Salzburg

Dusan Svento, Alan und Christopher Dibon fehlen, weil sie nicht fit sind, zudem ist ausgerechnet Stefan Ilsanker im Duell mit seinem Ex-Club gesperrt. Gegenüber dem Europacup-Auftritt rückt dafür der dort gesperrt gewesene Stürmer Jonathan Soriano in die Mannschaft.

Die Zielsetzung gegen die Burgenländer ist klar. "Wir müssen gewinnen", betonte Coach Roger Schmidt. "Wir können das Ausscheiden nicht wiedergutmachen, aber wir müssen zeigen, dass wir nach einer Niederlage wieder aufstehen können." Seine Mannschaft werde versuchen, permanent Druck zu machen und viele Tore zu erzielen.

Im Vorjahr erzielte Salzburg nur ein Tor gegen den SV Mattersburg

"Müssen aktiv spielen"

Die Salzburger erwartet wohl eine ähnliche Partie wie gegen Düdelingen, gelten die Burgenländer doch genauso als äußerst kampf-und konterstark. Schmidt erwartete jedenfalls eine Reaktion seiner Mannschaft.

"Wie man nicht spielen darf, haben wir am Dienstag gesehen. Wir dürfen nicht auf die entsprechende Absicherung im Defensivverbund vergessen", meinte Salzburgs Trainer. "Und unsere Aufgabe muss es sein - ähnlich wie gegen Sturm Graz (2:0) - aktiv zu spielen", ergänzte der Deutsche.

Sonst könnte es für die "Bullen" neuerlich ein böses Erwachen geben. Ilco Naumoski, Patrick Bürger und Co. gehen nach dem positiven Start mit dem 2:0-Sieg gegen Wiener Neustadt topmotiviert in die Partie und sind immer für ein Tor gut.

Gute Bilanz der Mattersburger

"Wir wissen, dass wir einen schweren Gang vor uns haben. Wir haben in der vergangenen Saison aber gezeigt, dass wir dort etwas mitnehmen können", sagte Mattersburg-Trainer Franz Lederer.

Tatsächlich blieb seine Truppe 2011/12 in der Red-Bull-Arena ungeschlagen, holte neben einem 1:0-Sieg - die einzige Saison-Heimniederlage der Salzburger - auch ein 0:0-Remis. Lediglich ein Tor (Jantscher) gelang den Bullen in vier Saisonspielen gegen den Außenseiter.

Ähnliches wäre auch dieses Mal völlig nach dem Geschmack der kopfballstarken Burgenländer, die sich so schnell wie möglich der Abstiegssorgen entledigen wollen.

SVM muss sich steigern

"Nur verteidigen alleine wird zu wenig sein, wir müssen für Entlastung sorgen, immer wieder Nadelstiche setzen", nannte Lederer sein Erfolgsrezept. Gegenüber dem Saisonauftakt gelte es sich zu steigern. "Wir sind gut hineingestartet, aber die große Offenbarung war es auch nicht, was im ersten Spiel aber normal ist", resümierte Mattersburgs Coach.

Die Blamage der Salzburger gegen Düdelingen hat der 48-Jährige via TV mitverfolgt. "Ich kann nicht beeinflussen, was bei Salzburg ist", wollte sich Lederer nicht mit möglichen Auswirkungen der Pleite auf das Samstagsspiel befassen.

Klar sei jedenfalls, dass Salzburg gegen Mattersburg gewinnen müsse. Bis auf die noch nicht match-fitten Domoraud und Doleschal sowie die verletzten Steiner und Pöllhuber kann Lederer aus dem Vollen schöpfen.

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