Austria gegen Sturm Graz um gelungenen Heim-Start

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Die Wiener Austria ist am Mittwoch beim verspäteten Meisterschaftsbeginn mit einem 1:0-Sieg beim WAC gestartet, am Samstag (18.30 Uhr) soll nun bei der Saison-Heimpremiere in der Generali-Arena der nächste Sieg folgen.

Gegner Sturm Graz benötigt nach der 0:2-Pleite gegen Double-Gewinner Salzburg zum Auftakt, im Duell zweier in der vergangenen Bundesliga-Saison enttäuschender Clubs, dringend die ersten Punkte.

Die Wiener mussten zweimal nach Kärnten reisen, ehe die am Samstag wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagte Partie am Mittwoch über die Bühne gebracht werden konnte.

Zufriedenheit nach Auftaktsieg

"Es war nicht alles optimal, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden nach Hause gefahren und haben die positive Stimmung mitgenommen", sagte Austria-Trainer Peter Stöger.

Die Freude vor dem Pflichtspiel-Comeback auf der Trainerbank in der Generali-Arena ist groß, vor allem auch, da alle Spieler einsatzfähig sind.

Dank des harterkämpften 1:0 gegen den WAC gibt es für Stöger kaum Gründe, Änderungen vorzunehmen, an vorderster Front sollen wieder Roland Linz, Alexander Gorgon und Tomas Jun für die entscheidenden Tore sorgen.

Jun in Topform

Vor allem Jun präsentiert sich derzeit in starker Form. "Er ist aus dem Urlaub gekommen mit den besten Werten von allen. Er ist momentan gut drauf, schießt aber nicht nur Tore, sondern hat gegen den WAC etwa in der ersten Hälfte auch eine unglaubliche läuferische Leistung geboten", lobte Stöger seinen universell einsetzbaren Offensivspieler.

Roman Kienast ist gegen seinen Ex-Club noch kein Thema für die Startformation. "Roman hat noch Trainingsrückstand, er ist noch nicht so weit, um 90 Minuten zu spielen", sagte Stöger.

Mit den Grazern haben sich die Wiener, die in der Folge auf die drei Europa-League-Starter Rapid (5. August auswärts), Admira (12. August heim) und Ried (19. August auswärts) treffen, eingehendst beschäftigt, und Stöger war trotz der 0:2-Niederlage positiv angetan vom nächsten Gegner.

Respekt vor Sturm

"Die Grazer waren sehr gut. Ich habe eine Sturm-Mannschaft gesehen, die sehr aktiv, aggressiv war und sehr offensiv verteidigt hat", resümierte der Austria-Coach.

Bei so einer Spielweise sei es normal, dass sich Räume für den Gegner ergeben. "Sie haben zwei Fehler gemacht, die Salzburg ausgenützt hat. Wenn sie aus ihren Fehlern gelernt haben, dann wird es eine ganz schwierige Aufgabe", rechnete Stöger mit einer engen Partie.

Die Austria blieb in der vergangenen Saison im eigenen Stadion gegen Sturm ungeschlagen (2:1 und 1:1). Die Grazer rechnen sich aber einen Punktezuwachs aus und gehen trotz der Auftaktniederlage locker ins Spiel. "Die Spieler durften diese Woche auch lachen. Aber wir wollen jetzt punkten und ein Erfolgserlebnis", betonte Coach Peter Hyballa.

Zwei Mal beobachtet

Der Deutsche hat die Wiener gegen den WAC und im Cup gegen Oberwart gesehen. "Sie haben am Mittwoch eine solide Leistung abgeliefert. Sie sind für mich einer der Titelkandidaten und haben mit Linz einen Stürmer, der immer für ein Tor gut ist. Aber wir können in Wien gewinnen", sagte Hyballa.

Dafür müssen allerdings die zuletzt passierten Fehler in der Defensive abgestellt werden. "Wir dürfen nicht solche Gegentore wie gegen Salzburg bekommen. Aber bis auf diese Gegentore haben wir super verteidigt", hob Hyballa auch die positiven Aspekte hervor.

Dass die seit dem 25. Februar zu Hause ungeschlagene Austria aufgrund des Spiels unter der Woche einen Nachteil haben könnte, wollte Sturms Trainer nicht thematisieren.

Keine Umstellungen, drei Verletzte

"In England würde man über so eine Frage nur lachen. Wir haben dafür in dieser Woche hart trainiert", erinnerte Hyballa, der Kainz, Hölzl und Feldhofer vorgeben muss.

Umstellungen gegenüber dem Wochenende dürfte es nicht geben, deshalb wird auch Rubin Okotie gegen seinen Ex-Club nur auf der Bank beginnen.

Okotie will spielen

"Für mich ist das ein besonderes Spiel, immerhin habe ich bei der Austria den Sprung zu den Profis geschafft. Ich bin fit und will von Anfang an spielen", sagte der Stürmer. "Wenn ich der Trainer wäre, würde ich mich aufstellen."

Hyballa antwortete aber prompt: "Du bist aber nicht der Trainer." Bis Freitagmittag waren 6.500 Karten verkauft, mehr als 1.000 Fans werden aus Graz erwartet.

Vor der Partie veranstalten die Violetten (ab 15.00 Uhr) einen Flohmarkt, dessen Einnahmen dem Nachwuchs zu Gute kommen.

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