Salzburg muss nachziehen

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Kirchler: "Punkt wäre eine Sensation"

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Meister Red Bull Salzburg will am Sonntag (16.00 Uhr) im Westderby die nächste Hürde auf dem Weg zu einer erfolgreichen Titelverteidigung nehmen.

Sechs ihrer vergangenen sieben Ligaspiele haben die Salzburger gewonnen, gelten trotz des jüngsten Aufwärtstrends der Tiroler unter Neo-Trainer Roland Kirchler als klarer Favorit.

Das erste Saisonduell auf dem Tivoli hatten die Bullen mit 4:0 für sich entschieden.

Schmidt ist gewarnt

"Sie haben auch unter Walter Kogler gute Spiele gemacht, sind dafür aber nicht belohnt worden", warnte Salzburg-Trainer Schmidt vor den Tirolern.

"Jetzt haben sie Selbstvertrauen getankt und sind stabiler geworden. Sie haben sich gefestigt. Wir sind aber davon überzeugt, dass wir mit einer Topleistung als Sieger vom Platz gehen."

Tabellenführer Austria empfängt bereits am Vortag Schlusslicht Wr. Neustadt, die zwei Punkte zurück liegenden Salzburger müssen erneut nachziehen.

Von einem Zweikampf will Schmidt vor dem direkten Duell am 2. Dezember in Salzburg aber noch nichts wissen.

Nationalspieler mit Erfolgserlebnissen

"Dafür ist es noch viel zu früh", meinte der Deutsche. "Rapid und Sturm Graz haben phasenweise auch schon sehr gut gespielt." Sie liegen aber schon neun bzw. elf Punkte hinter der Spitze.

Die Vorgabe beim Double-Gewinner bleibt die gleiche. "Es ist unser ganz großes Ziel, beide Titel zu verteidigen", betonte Schmidt. "Wenn wir uns so weiterentwickeln, haben wir auch sehr große Chancen, das am Ende hinzubekommen."

Seit dem 0:2 bei Rapid haben die Salzburger die Admira (5:0) und Wr. Neustadt (3:0) abgefertigt. Alleine Mittelstürmer Jonathan Soriano erzielte dabei vier Tore.

Dazu kamen sowohl die Norweger Havard Nielsen (Tor) und Valon Berisha (Assist) als auch der Senegalese Sadio Mane (Tor beim 1:1 gegen Niger) mit Erfolgserlebnissen von ihren Nationalteams zurück.

Nielsen dürfte trotz seines Treffers im Team auf der Ersatzbank sitzen. Im defensiven Mittelfeld könnte Stefan Ilsanker erneut den Vorzug gegenüber Martin Hinteregger und dem davor länger verletzten Kapitän David Mendes erhalten.

Wacker muss Erwartungshaltung anpassen

An die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen, glaubt Schmidt nicht. "In der Ernsthaftigkeit sehe ich überhaupt kein Problem", sagte der Deutsche.

Zumal auch in Innsbruck mit Kirchler neues Selbstvertrauen eingekehrt ist - auch wenn dessen Siegesserie nach vier Pflichtspielen zuletzt gegen die Austria (0:3) zu Ende gegangen ist.

"Keiner verliert gerne, aber wir spielen hintereinander gegen die zwei besten Teams Österreichs", erinnerte Kirchler.

Die Erwartungshaltung müsse dem angepasst werden. "Wir können das richtig einschätzen. Wenn der Spielverlauf nicht günstig ist, ist dort nicht viel zu holen", meinte der Ex-Internationale. "Ein Punkt in Salzburg wäre schon eine Riesensensation."

Der Punkt soll nicht nur mit einem Defensivbollwerk gelingen. "Angst ist kein guter Ratgeber", betonte Kirchler.

Kirchler auswärts noch ungeschlagen

"Wir müssen unsere Konter zu Ende spielen und Mut haben, auch einmal eine 1:1-Situation zu suchen. 90 Minuten nur zu verteidigen, das geht in Salzburg nicht gut. Wenn man ihnen ein offenes Spiel liefern will, ist man aber auch verloren - man muss einen guten Mittelweg finden."

Salzburgs Stärke liege nicht nur in der individuellen Klasse, sondern mittlerweile auch im Kombinationsspiel. "Sie haben im Sommer sehr gut eingekauft. Das war auch einmal an der Zeit", sagte Kirchler, der selbst auf ein einjähriges Intermezzo als Spieler bei Red Bull zurückblickt (2005/06).

Als Wacker-Trainer ist Kirchler auswärts noch ungeschlagen. Linksverteidiger Alexander Hauser fehlt ihm gesperrt, dazu ist der konterstarke Daniel Schütz wegen Rückenproblemen fraglich.

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