"Dieser Lauf ist nicht selbstverständlich"

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Die Wiener Austria hat eine weitere Pflichtaufgabe erfüllt.

Das 3:0 gegen Wiener Neustadt liest sich jedoch eindeutiger, als es tatsächlich war.

Das Tabellenschlusslicht machte dem Tabellenführer vor allem in der ersten Hälfte das Leben schwer. Die Veilchen suchten vergebens die freien Räume, kamen nie richtig in Spielfluss. Vom Angriffswirbel der letzten Partien war wenig zu sehen.

Auch nach der Führung durch Manuel Ortlechner (22.) änderte sich nichts am Spielgeschehen.

„Neustadt schlägt man nicht im Vorbeigehen“

„Wiener Neustadt ist eine lästige, giftige und gute Mannschaft. Du schlägst dieses Team nicht im Vorbeigehen. Wir haben uns in der Kabine gedacht, dass es ein Kampfspiel wird“, erklärte der FAK-Kapitän nach Schlusspfiff.

Erst nach der Gelb-Roten-Karte für Stefan Rakowitz (56.) taten sich die Wiener leichter und fixierten binnen drei Minuten dank der sehenswerten Treffer der beiden Joker Roman Kienast (65.) und Alexander Grünwald (68.) den 3:0-Endstand.

„Der Ausschluss war sicher ein Vorteil für uns. Danach haben wie es sehr souverän gespielt und sehr schöne Tore erzielt“, gestand Ortlechner.

Stöger lobt seine Truppe

Peter Stöger war angesichts des fünften Sieges in Folge (Torverhältnis 20:5) zufrieden. „Die Burschen haben gezeigt, dass sie Partien gewinnen können, auch wenn es einmal nicht so läuft. Das ist ein Zeichen von Reife.“

Grünwald analysierte ähnlich: „In der Vergangenheit wären wir froh gewesen, wenn wir so solide gegen Neustadt gewonnen hätten.“

Dass die Latte bei der Austria angesichts der letzten Leistungen mittlerweile sehr hoch liegt, ist jedem bewusst.

„Ich weiß, dass die Fans einen schönen Fußball und noch mehr Tore sehen wollen. Ein 3:0 daheim ist aber sicher nicht schlecht“, so Kienast.

„Haben uns die Latte selber so hoch gelegt“

Ortlechner: „Wenn es nicht immer toll anzuschauen ist, ist mir das egal, solange die drei Punkte am Konto sind. Das ist mehr als positiv.“

Der 32-Jährige appelliert daher an die Zuschauer, dass man nicht immer ein Feuerwerk am Rasen abliefern kann.

„Wir merken, dass die Zuschauer ungeduldig werden, wenn es nach 30 Minuten nicht 3:0 steht. Wir haben uns die Latte selber so hoch gelegt. Man muss aufpassen, wir bleiben aber sowieso ruhig. Jedes Spiel ist harte Arbeit. Es gibt Spiele, die gehen leichter von der Hand und man weiß eigentlich nicht, warum das so ist. Und dann gibt es eben Partie wie heute.“

„Es ist imponierend“

Summa summarum ist es jedoch „Sudern“ auf ganz hohem Niveau, denn die Austria kann auf ihre bisherige Saison extrem stolz sein.

Nie zuvor hatten die Wiener nach 16 Runden bereits 38 Punkte auf ihrem Konto. Zudem ist man schon sieben Spiele ungeschlagen.

„Es ist imponierend, was wir bisher geleistet haben. Ich bin vor allem mit der Punkteausbeute sehr zufrieden. Dieser Lauf ist aber nicht selbstverständlich, daher dürfen wir nicht überheblich werden“, meinte Stöger abschließend.

Martin Wechtl

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