"Hart erarbeiteter" Sieg für RBS

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Zwei Verletzte - Salzburg hat sich Sieg "hart erarbeitet"

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Die Topteams haben ihre Pflichtaufgaben auch in der 16. Runde der Fußball-Bundesliga erfüllt. Nach dem 3:0-Sieg der Wiener Austria gegen Wiener Neustadt legte Red Bull Salzburg am Sonntag einen 2:0-Erfolg gegen Wacker Innsbruck nach.

Der Rückstand der "Bullen" auf die Wiener beträgt damit nach wie vor zwei Punkte, im Kampf um die Winterkrone läuft alles auf einen Showdown in Salzburg im direkten Duell am 2. Dezember hinaus.

Titelverteidiger mit Glück

Der Titelverteidiger war im Westderby gefährlicher und besser, hatte aber auch Glück, dass ein Merino-Freistoß in der 71. Minute am Lattenkreuz landete - das wäre der Ausgleich der ab der 52. Minute nach einer Roten Karte für Roman Wallner in Unterzahl agierenden Tiroler gewesen.

"Wir sind auf einen Gegner getroffen, der uns das Leben sehr schwer gemacht hat, aber auch wir uns selber. Wir hätten ganz einfach das zweite Tor machen müssen", war sich Salzburg-Trainer Roger Schmidt bewusst.

Hart erarbeitet

Dass seine Truppe lange um den siebenten Sieg in den jüngsten acht Partien zittern musste, kam für den Deutschen nicht überraschend.

"Es bestätigt das, was ich immer sage: Wir müssen uns jeden Sieg hart erarbeiten", sagte Schmidt.

Erst nach Georg Teigls Kontertor in Minute 83 war die Partie endgültig gelaufen, der dritte Zu-Null-Sieg in Folge in der Tasche.

Optimismus in Innsbruck

Dass man in der Mozartstadt doch gewissermaßen nahe an einen Punktgewinn kam, stimmte den Wacker-Trainer optimistisch.

"Von Komplimenten für unsere gute Leistung können wir uns nichts kaufen, aber die Mannschaft macht eindeutig Fortschritte", sagte Kirchler.

Mit Sturm Graz wartet am Samstag zu Hause der nächste Top-Vier-Gegner auf die Innsbrucker, Wallner fehlt dabei nach seinem Ausschluss.

Wallner gelassen

Der Ex-Salzburger, der Kevin Kampl unabsichtlich rüde attackiert hatte, sich danach in der Kabine beim Slowenen entschuldigte, blieb auch aufgrund des weiterhin bestehenden Zwei-Punkte-Polsters auf Schlusslicht Wiener Neustadt gelassen.

"Die Spiele, in denen wir punkten müssen, kommen erst", meinte der Stürmer-Routinier.

Im Titelkampf schätzt der 30-Jährige, der bei beiden Titelkandidaten gespielt hat, derzeit die Austria etwas besser ein. "Die Austria ist variabler, Salzburg war ausrechenbarer", sagte Wallner nach den jüngsten Duellen mit den Topteams.

Coach unzufrieden

Zufrieden war Salzburgs Chefcoach deshalb nur mit der Punkteausbeute. "Der Ball wurde zu lange in den eigenen Reihen gehalten", ärgerte sich Schmidt. Einige Spieler seien nicht so frisch wie gewohnt gewesen. Zudem gab es aus personeller Sicht gleich zwei schlechte Nachrichten.

Innenverteidiger Rodnei wird wegen eines Augenhöhlenbruchs im Herbst nicht mehr spielen können, das gleiche könnte auch für Stürmer Jonathan Soriano wegen seiner Knöchelverletzung gelten, am Montag stand eine MRI-Untersuchung auf dem Programm.

"Die Ausfälle tun weh, aber ich habe auch genug Alternativen", sagte Schmidt.

So geht es weiter

Vor dem direkten Aufeinandertreffen müssen die Salzburger am Samstag noch in Ried bestehen, während die Austria die schwächelnden Mattersburger zu Gast hat und damit vor der vermeintlich leichteren Aufgabe steht.

Die Tiroler sind nach dem tollen Start unter Roland Kirchler mit vier Pflichtspielsiegen in Folge jetzt wieder am Boden der Realität angelangt.

Die beiden Niederlagen gegen die Austria und Salzburg waren aber zu erwarten.

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