Sturm entflieht dem Mittelmaß

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Grazer Jubel bei glückloser Admira

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Die Admira bleibt in der Bundesliga im Tief.

Am Samstag-Nachmittag kassierten die defensiv schwachen und offensiv glücklosen Niederösterreicher in der 15. Runde beim Heim-1:2-(0:1) gegen Sturm Graz bereits die vierte Niederlage en suite - das späte Anschlusstor durch Benjamin Sulimani in der Nachspielzeit (92.) blieb für die Kühbauer-Elf der einzige Anlass zur Freude.

Während die Admira damit Gefahr läuft, noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden, halten die Steirer, für die Vujadinovic (41.) und Okotie (47.) trafen, dank des zweiten Sieges in Folge Anschluss an das Spitzentrio Austria-Salzburg-Rapid.

Flotter Beginn auf beiden Seiten

Noch dazu haben die "Blackys" ja ein Spiel weniger ausgetragen.

3.857 Zuschauer erlebten eine ausgeglichene und flotte, aber an großen Einschussmöglichkeiten arme erste Hälfte, in der sich beide Teams auch zahlreiche technische Fehler leisteten - starker Wind in der Südstadt trug das seinige dazu bei.

Dass die zweikampfstärkeren Gäste kurz vor der Pause dank eines Ferslers von Vujadinovic in Führung gingen (41./viertes Saisontor), durfte zu diesem Zeitpunkt jedenfalls auch als etwas glücklich bezeichnet werden.

Sturm zweikampfstark und effizient

Aufseiten der Admira hatte Thürauer nach fast einer halben Stunde die große Chance auf die Führung vor Augen gehabt, war aber an Focher und Kaufmann gescheitert (26.).

Doch Sturm legte nur 80 Sekunden nach Beginn der zweiten Hälfte nach. Wie schon beim ersten Gegentreffer, bei dem die Abwehr nach einem Standard zu passiv reagiert hatte, zeigte sich die Defensive konfus, Mevoungou legte Oktoie den Ball regelrecht auf - und der ließ sich solo sein fünftes Saisontor nicht nehmen.

Die Partie war damit gelaufen, Sturm reichte schließlich eine disziplinierte Vorstellung. Während die Grazer kaum mehr gefährlich wurden, konnte die Admira ihre wenigen Möglichkeiten nicht verwerten.

Anschlusstreffer kommt zu spät

Ouedraogo (Kopfball, 60.) und Sulimani bzw. Sabitzer bei einer Doppelchance im Finish (79.) blieben ohne Fortune - erst in der 91. klingelte es im Kasten der Gäste: Sulimanis erstes Saisontor nach Vorarbeit von Jezek und unter Mithilfe Fochers blieb aber kosmetischer Natur.

Wenig zu sehen war aufseiten Admiras auch vom abwanderungswilligen Offensivmann Marcel Sabitzer, der von Clubs im In- und Ausland umworben wird.

Trenkwalder begrüßt Sabitzer-Transfer

Klubpräsident Richard Trenkwalder will den 18-Jährigen, der zu Saisonende ablösefrei zu haben wäre, im Winter abgeben. "Ein Transfer wäre eine Möglichkeit, um unsere Kassa wieder aufzubessern und vielleicht eine andere Verstärkung zu holen", erklärte Trenkwalder bei "Sky".

"Es ist ungut, wenn man einen Spieler hat, der mit dem Kopf nicht mehr ganz dabei ist. Wir hoffen, dass er im Winter wechselt."

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