Wer die Tore nicht macht, bekommt sie

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Der FC Wacker Innsbruck ist die "Rote Laterne" los.

Die Tiroler gewannen das "Kellerduell" zum Auftakt der 14. Runde der Bundesliga am Samstag gegen den SC Wiener Neustadt auswärts knapp mit 1:0 (0:0) und zogen in der Tabelle an den Niederösterreichern vorbei.

Wacker-Coach Roland Kirchler durfte sich dank eines Kopfballtores von Roman Wallner (75.) damit auch in seinem vierten Pflichtspiel auf der Betreuerbank der Innsbrucker über einen Sieg freuen.

Anschluss hergestellt

Für die diesmal äußerst effizienten Tiroler war es im fünften Anlauf der erste Sieg in Wiener Neustadt in der Bundesliga, sie liegen nun mit 12 Zählern zwei Punkte vor den Niederösterreichern (10) auf Rang neun.

Auch der Anschluss an Mattersburg und den WAC wurde hergestellt. Für die Truppe von Coach Heimo Pfeifenberger war es die zweite Niederlage in Folge nach dem 1:3 in Ried.

Zwei Siege in der Meisterschaft gegen Ried (1:0) und Mattersburg (2:1) sowie einen Erfolg im ÖFB-Cup-Achtelfinale auswärts gegen Sturm Graz (2:1) hatten die Tiroler zuletzt unter Neo-Coach Kirchler gefeiert.

Innsbruck startet schlecht

Von Selbstvertrauen war vorerst aber keine Spur, sie schienen wohl auch aufgrund des großen Drucks gehemmt. Offensivaktionen waren Fehlanzeige, dazu gesellten sich viele unnötige Fehlpässe.

Die Niederösterreicher hatten vor nur 1.650 Zuschauern vor der Pause deutlich mehr vom Spiel, kombinierten zum Teil auch gefällig und fanden auch Möglichkeiten zur Führung vor.

Ein Fröschl-Schrägschuss verfehlte das Tor (9.). Bei der besten Aktion konnte sich Wacker-Goalie Szabolcs Safar bei einem Abschluss des knapp außerhalb des Fünfers überraschend an den Ball gekommenen Peter Hlinka auszeichnen (15.).

Doppeltausch zur Pause

Zur Pause reagierte der mit der Leistung seiner Mannschaft unzufriedene Kirchler in Form eines Doppeltausches. Julius Perstaller und Alexander Hauser kamen für die komplett farblos gebliebenen Marcel Schreter und Christopher Wernitznig in die Partie.

Durch die Einwechslung von Hauser war auch das Experiment von Christoph Saurer als Außenverteidiger zu Ende, der Ex-Wiener-Neustädter durfte ins Mittelfeld vorrücken. Und die Innsbrucker präsentierten sich auch stark verbessert, übernahmen klar die Initiative und schnürten die Gastgeber teilweise in der eigenen Hälfte ein.

Wirkliche Torgefahr gab es allerdings trotzdem nur selten. Ein Merino-Distanzschuss ging knapp daneben (58.), zudem ließ sich Tormann Jörg Siebenhandl von einem Versuch des starken Hauser nicht überraschen (65.).

Wallner als Goldtorschütze

Zu Beginn der Schlussviertelstunde wurden die Gäste für ihre Offensivbemühungen belohnt. Nach weiter Saurer-Flanke und Kopfballvorlage von Abraham köpfelte Wallner zum 1:0 (75.) ein.

Für den Wacker-Stürmer, der zuletzt auch im Cup getroffen hatte, war es der erste Meisterschaftstreffer für die Tiroler im achten Spiel.

Die Niederösterreicher konnten nicht mehr zusetzen, auch "Joker" Günter Friesenbichler, der im Hinspiel noch nach der Pause im Alleingang den 3:2-Sieg fixiert hatte, konnte dem Spiel keine Wende mehr geben.

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