Ein grün-weißer Befreiungsschlag

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"Wertvollster Erfolg, seit ich bei Rapid bin“

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Die Geschichte des Sonntags-Schlager zwischen Rapid und Salzburg ist schnell erzählt.

Der gebeutelte Rekordmeister stand gegen den seit Wochen in Hochform agierenden Tabellenführer stark unter Druck, landete aber mit einem 2:0-Erfolg den erhofften Befreiungsschlag.

Sieg der Leidenschaft

Peter Schöttel sprach im Anschluss von einem „Sieg der Leidenschaft“ und vom „wertvollsten Erfolg, seit ich bei Rapid bin.“

„Es wird ja sehr schnell unruhig hier, wenn du deine Spiele nicht gewinnst“, analysierte der SCR-Coach.

Die beiden Niederlagen im Wiener Derby und gegen Leverkusen hatten doch deutliche Spuren hinterlassen.

„Die vergangenen Spiele waren sehr schlecht, die Mannschaft wurde dementsprechend abgewatscht. Deswegen war die Ausgangsposition vor dem Spiel gegen Salzburg äußerst heikel“, so Schöttel.

Salzburg zu leichtfertig

Dem 45-jährigen Wiener war aber auch bewusst, dass seine Mannschaft Glück hatte, dass die „Bullen“ mit ihren Chancen so leichtfertig umgingen und der Spielverlauf den Hütteldorfern in die Karten spielte.

Schöttel: „In der ein oder anderen Situation hatten wir auch das nötige Glück.“

Eben jenes hatten die Gäste aus Salzburg nicht.

Mehr Ruhe vor dem Tor

Oder war es letztlich doch das Unvermögen vor dem Tor, das den Unterschied ausmachte?

„Zum einen hatten wir nicht das nötige Glück, zum anderen fehlte auch die nötige Entschlossenheit, um die Chancen entsprechend zu nutzen“, stellte Roger Schmidt fest.

Warum seinen Mannen vor dem Tor oft die Nerven versagen, konnte der Deutsche nicht genau sagen.

„Man kann das nicht pauschal sagen, das muss man individuell sehen. Ich denke, dass meine Spieler die Fähigkeit haben, Tore zu schießen. Es ist aber auch notwendig, dass man vor dem Tor die Ruhe bewahrt.“

„Es war ein enorm wichtiger Sieg“

Apropos Ruhe. Die ist bei Rapid nun auch wieder eingekehrt. Zumindest ein bisschen.

Der erste Sieg seit einem Monat heilt eben doch ein paar Wunden.

„Vor dem Spiel war alles eine Katastrophe, jetzt haben wir wenigstens ein bisschen etwas gut gemacht“, meinte Kapitän Steffen Hofmann und fügte sichtlich erleichtert hinzu: „Es war ein enorm wichtiger Sieg für uns.“

Appell an die Kritiker

Auch Schöttel war deutlich entspannter als in den Tagen zuvor, nützte aber auch die Gunst der Stunde, um wieder einmal an die Kritiker zu appellieren.

„Wir müssen natürlich den Anspruch,den man an uns hat, sehen, dürfen aber auch die Realität nicht vergessen. Wir wissen, was wir hier zur Verfügung haben und dass wir uns noch immer im Umbruch befinden. Aufgrund des Namens, den wir haben, müssen wir aber immer Meister werden. Das nehme ich natürlich zur Kenntnis.“

Für Schöttel steht der kommende Meister allerdings schon so gut wie fest. Und der, wie könnte es anders sein, wird laut dem Wiener wieder aus Salzburg kommen.

„Sie haben eine tolle Mannschaft und spielen einen ansehnlichen Fußball. Sie werden im Mai auch zu 90 Prozent Meister sein. Weil sie richtig gut spielen, richtig viel Qualität haben und noch nicht einmal lange beisammen sind.“

Kurt Vierthaler/Bernhard Kastler

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