Im Keller wird es wieder eng

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"Er ist der Richtige für uns"

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Der Abstiegskampf in der Bundesliga hat am Samstag in der 13. Runde wieder an Spannung gewonnen.

Weil sich Schlusslicht Wacker Innsbruck dank des 2:1-Erfolgs in Mattersburg zum Seriensieger mauserte, beträgt der Vorsprung Wiener Neustadts auf die Tiroler nur noch einen Zähler.

Die Niederösterreicher unterlagen ihrerseits bei Ried 1:3 und sind ihren kleinen Polster wieder los.

Wacker ist wieder locker

"Die Lockerheit ist wieder da", jubelte Innsbrucks Offensivspieler Marcel Schreter, dessen Team zuvor noch nie in dieser Saison zwei Siege in Folge landen konnte und zudem den ersten Auswärtserfolg nach fünf Niederlagen mit einem Torverhältnis von 1:15 bejubeln durfte.

Es scheint, als habe sich der Trainerwechsel von Walter Kogler zu Roland Kirchler voll ausgezahlt.

"Er ist der richtige für uns, so kann es weitergehen", war Schreter überzeugt.

Aber noch kein Glanz

Von spielerischem Glanz ist man freilich noch entfernt.

"Zu Beginn war Angst zu sehen", meinte Kirchler, der in seinem zweiten Spiel als Wacker-Coach das Gegentor in der 16. Minute durch Röcher als Wendepunkt sah.

"Dann ist ein Ruck durch meine Mannschaft gegangen, wir waren das bessere Team."

Sein Gegenüber Franz Lederer ärgerte sich vor allem über die zweite Hälfte: "Da haben wir den Faden verloren, der eine oder andere war der Aufgabe nicht gewachsen. Die letzte Konsequenz war nicht da, so geht das nicht in der Bundesliga."

Mit 14 Punkten und also fünf mehr als Innsbruck sind die Burgenländer dem Abstiegskampf keineswegs entronnen, dem auch Wr. Neustadt treu bleibt.

Neustadts erste Niederlage seit vier Spielen

Nach sechs Punkten in den vier Partien vor dem Samstag mussten sich die Niederösterreicher in Ried erstmals wieder geschlagen geben.

"Es war eine unglückliche Niederlage", befand Coach Heimo Pfeifenberger.

"Die Mannschaft ist nach dem schlechten Start gut zurückgekommen, wir hatten auch die besseren Chancen."

Besonders schmerzte ihn der Elfer, mit dem Hadzic in der 63. Minute die Hausherren auf die Siegerstraße brachte.

Pfeifenberger hadert

"Das war nie und nimmer ein Elfmeter", ärgerte sich Pfeifenberger.

Ried-Coach Heinz Fuchsbichler konstatierte nach dem Ausgleich der Neustädter zwar "Verunsicherung", war aber vom Vorteil seines Teams überzeugt: "Ab dem Beginn der zweiten Hälfte waren wir wieder die spielerisch stärkere Mannschaft.“

Ried legte damit auch sein kleines Heimtrauma ab, feierte den erst zweiten Erfolg in den bisherigen sieben Partien in der Keine-Sorgen-Arena, verdoppelte sein Heim-Torekonto auf sechs und kletterte auf Rang fünf.

Einigkeit in Wolfsberg nach Abbruch

Einen Punkt vor Ried liegt nach wie vor Sturm Graz.

Die Frage, ob die Steirer Anschluss an die Top-Teams der Liga halten können, musste vorläufig ungeklärt bleiben.

Weil die Himmelsschleusen über Wolfsberg just ab Spielbeginn weit geöffnet waren, blieb der Abbruch der Partie zwischen dem WAC und Sturm beim Stand von 1:1 (1:1) in der 62. Minute die einzige Lösung. Da waren sich Schiedsrichter Dominik Ouschan ("Die Gesundheit der Spieler war nicht mehr gewährleistet") und die beiden Trainer einig.

"Das hatte keinen Sinn mehr", meinte Sturm-Coach Peter Hyballa.

Sein Kärntner Pendant Nenad Bjelica betonte: "Das war die absolut richtige Entscheidung."

Montag fällt die Entscheidung

Die Begegnung wird zur Gänze wiederholt, ein Termin soll am Montag von der Liga bekanntgegeben werden.

Aufgrund des Spielstands bei Abbruch werden wohl beide Teams damit leben können, Bjelica jedenfalls war mit der Leistung über eine Stunde recht zufrieden.

"Wir hatten mehr vom Spiel, eine Leistungssteigerung war klar erkennbar", meinte der Kroate im Hinblick auf die beiden jüngsten Schlappen gegen Salzburg (1:4) und Ried (2:5).

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