Der Stammtisch zur 11. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich! Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: ISAAC VORSAH

Wie bitter war doch der Start ins Salzburger Abenteuer für Isaac Vorsah. Als Königstransfer von Hoffenheim in die Mozartstadt gekommen, dauerte sein Debüt gegen Ried keine fünf Minuten. Die frühe Rote Karte brachte dem Ghanaer einiges an Häme ein, beirren ließ er sich davon aber nicht. Im Gegenteil: Gegen Sturm war er bester Zweikämpfer am Platz, gegen Mattersburg ebenfalls. Dazu gelang ihm im Burgenland sein erster Pflichtspieltreffer seit über zwei Jahren. Wir finden: Isaac, Rehabilitation gelungen. Und wie dein "Ziehvater" Ralf Rangnick vor wenigen Wochen vor(her)sah: Du wirst schon bald die gewünschte Verstärkung sein.

DER LOSER: TOMAS ABRAHAM

Zugegeben: Richtig kreativ sind wir Jungs vom Stammtisch ja nicht, jedes Mal einen Wacker-Spieler als Loser zu nehmen. Die sind ja eigentlich mit zehn Niederlagen aus elf Spielen und der Roten Laterne ohnehin gestraft genug. Aber die Burschen von Walter Kogler tun wirklich alles dafür, um in diese Kategorie zu kommen. Tomas Abraham zum Beispiel. Eigentlich sollte er als Routinier und Kapitän die Mannschaft führen. Der Tscheche war jedoch in der Südstadt der frühe Sargnagel für die Innsbrucker. Mit seiner Roten Karte - übrigens die erste seiner Karriere - erwies er der Mannschaft einen Bärendienst. Aber, lieber Tomas, Kopf hoch, es kann nur besser werden. Gut, schlechter ist auch kaum mehr möglich.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • DIE WANDERSCHLEIFE: Gut, dass die Kapitänsbinde des SK Rapid einen Klettverschluss hat. Beim 1:1 gegen den SC Wiener Neustadt musste sie sich nämlich gleich drei verschiedenen Oberarmen anpassen. Zuerst wurde sie - wie gewohnt - von Steffen Hofmann getragen. Der musste aber zur Pause ausgewechselt werden. Dann zierte das gute Ding den Arm von Markus Heikkinen, aber auch nur bis zur 71. Minute, als der Finne ausgewechselt wurde. Mario Sonnleitner übernahm. Sogar bis zum Schlusspfiff!
  • GESICHERTE INFORMATION: Nachdem es ja nicht in jedem Stadion der Fall ist, freuen wir Journalisten uns immer, wenn wir vor dem Spiel im Pressebereich die Aufstellungen ausgehändigt bekommen. Am Sonntag in Graz lagen zweierlei Zettel. Aber seht selbst:

  • SCHNELLER ABSCHLUSS: Wenn man 419 Tage warten muss, kann es schon mal passieren, dass man schnell zum Abschluss kommt. So nach vier Minuten ungefähr. Da erlebt man jede Berührung auch gleich viel intensiver. Das kann Markus Hammerer wohl nur bestätigen. Erstmals seit dem 14. August 2011 lief der Ried-Profi wieder in der Bundesliga auf. Vier Minuten nach seiner Einwechslung gelang ihm mit seiner zweiten Ballberührung ein Tor. Fühlt sich sicher gut an.
  • DER ZAHLENKÖNIG: Lukas Thürauer hat statistisch gesehen ein Spiel gemacht das - sagen wir mal so - nicht das allerschlechteste war. Unfassbare 137 Ballkontakte hatte der Niederösterreicher. Zum Vergleich: Der FC Wacker brachte es insgesamt mit 434 Ballkontakten auf nur etwas mehr als drei Mal soviele. 83,3 Prozent gewonnene Zweikämpfe (15/3) und 96,5 Prozent angekommene Pässe (112/4) können sich auch sehen lassen. Und Trainer Didi Kühbauer gibt dann auch eine schlüssige Erklärung für die Vorstellung des Mittefeldspielers: "Weil er ein guter Fußballer ist."
  • DOPPELTE GENUGTUUNG: Das Video ging um die Welt, wurde millionenfach gesehen, die Szene war tagelang Gesprächsthema Nummer eins. Dabei hatte Jonathan Soriano gegen Rapid nur einen Elfmeter verschossen. Aber wie (Hier das VIDEO)! Dass der Spanier dabei einfach nur Pech hatte, bewies er wenig später im Testspiel gegen Ingolstadt, als er vom Punkt die Nerven bewahrte. Jetzt, gegen Mattersburg, netzte der Goalgetter gleich zwei Mal aus elf Metern und ließ sich selbst durch eine Wiederholung bei Strafstoß Nummer eins nicht aus der Ruhe bringen.

  • ACHTUNG, VORRANG: Dass die Uhren in Mattersburg etwas anders ticken, ist den Journalisten hierzulande schon länger bekannt. Da ist der Obmann auf dem "Presse-Balkon" mittendrin statt nur dabei, da wird die Mixed Zone nach Spielende schon mal von Kindern und VIPs belagert. Eben jene müssen sich dann auch, um nach draußen zu kommen, ihren Weg durch den Spielertrakt bahnen. So kommt es nicht selten vor, dass die Akteure etwas länger brauchen, bis sie endlich in der Kabine ankommen (so wie Patrick Farkas im Bild). VIPs haben eben Vorrang. Sie bringen ja auch Geld und kosten im Gegensatz zu den Kickern keines.
  • (K)EIN SCHRECKGESPENST: Nein, wirklich ernstzunehmen waren die Berichte, wonach Heinz Fuchsbichler in Ried zur Disposition stehen würde, nicht. Ebensowenig erschien es uns wahrscheinlich, dass die Innviertler Paul Gludovatz wieder auf die Trainerbank setzen würden. Aber irgendwie dürften diese Gerüchte gepaart mit dem Umstand, dass der Burgenländer beim Spiel in Wolfsberg zugegen war, die Mannschaft dann doch motiviert haben - spätestens, als der Ex-Coach in der Pause ein TV-Interview gab. Denn plötzlich lief es wie am Schnürchen, die "Wikinger" erzielten Tor um Tor und gewannen 5:2. Aber so schlimm war der "Gludo" als Trainer doch nicht, dass man ein derart vehementes Zeichen gegen seine Rückkehr setzt, oder?

BILD DES SPIELTAGS

HASS-GRIECHE FORDERT DNA-TEST

ZAHLENSPIELE

2 - Alois Höller kann man in dieser Saison gestrost als Salzburg-Spezialist bezeichnen. Zwei Tore hat der Mattersburg-Profi bisher erzielt, beide gegen den Titelverteidiger.

3 - Tomas Abraham war noch nicht einmal richtig im Spiel, da flog er auch schon wieder vom Platz. Drei Mal hatte der Kapitän des FC Wacker den Ball berührt, dann sah er Rot.

4 - Soviele Doppelpacks sind Salzburg-Goalgetter Jonathan Soriano in Österreich schon gelungen. Alle vier auswärts.

5 - Die SV Ried hat als erstes Team in dieser Saison fünf Auswärtstore in einem Spiel geschossen. Besonders pikant: In den ersten fünf Heimspielen hat der WAC insgesamt nur vier Gegentreffer kassiert.

7 - So schlecht wie aktuell für den FC Wacker lief es zuletzt im Oktober/November 2008 für den LASK. Die Tiroler haben zum siebenten Mal in Folge verloren.

22,82 - Die Startelf des SK Sturm war die jüngste der laufenden Saison - 22,82 Jahre betrug das Durchschnittsalter. Andreas Hölzl war mit seinen 27 Jahren der älteste Akteur der Grazer.

70 - Soviele Monate ist es her, dass Rapid zum letzten Mal im Hanappi-Stadion zwei Liga-Remis in Folge erzielte. Im November 2006 spielten die Hütteldorfer gegen die Austria und Pasching jeweils 1:1.

81 - Soviele Minuten durfte Ilco Naumoski diesmal spielen. Dann wurde er ausgewechselt. Natürlich. Denn der Mazedonier in Diensten des SV Mattersburg wurde in dieser Saison noch in allen elf Spielen vorzeitig vom Feld genommen.

558 - Der FC Wacker hat wieder ein Tor geschossen! 558 Bundesliga-Minuten mussten die Innsbrucker warten, ehe Daniel Schütz den Bann brach.

567 - Für Fabian Koch muss es ein ungewohntes Gefühl gewesen sein, in der Bundesliga von Anfang bis Ende im Einsatz zu sein - 567 Tage musste er darauf warten. Zum letzten Mal war das bei Austrias 1:1 in Salzburg im März 2011 der Fall.

886 - Soviele Bundesliga-Minuten muss man für den SK Sturm bestritten haben, um die Grazer erstmals als Kapitän aufs Feld zu führen. Zumindest wenn man Michael Madl heißt...

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 11. Runde!

Im diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

DIE LISTE DER "NULLEN"


Wer's glaubt, wird selig! Nie und nimmer hätte man es nach den Eindrücken der vergangenen Saison für möglich gehalten, dass es bis in Runde 8 dauern würde, bis es das erste 0:0 zu betrauern gibt. Bei Rapid gegen Admira war es soweit. So viel Offensiv-Power gefällt uns natürlich, deshalb führen wir als kleine "Motivation" die "Liste der Nullen" ein, in der wir über alle Nullnummern Buch führen. Also, liebe Bundesligisten: Haltet euch von dieser Tabelle fern, dass sie so kurz wie möglich bleiben möge:

SCHÖTTEL-FRISUREN-SPECIAL

Peter Schöttel ist eine Rapid-Legende. Mit seinem 100. Spiel als Bundesliga-Trainer hat der Wiener einen weiteren Meilenstein gesetzt.

Für uns allerhöchste Zeit, um mit dem unsäglichen Vorurteil, der gute Mann hätte immer ein und dieselbe Frisur, aufzuräumen!

24.9.1994: Variante "Matt'n"

 

 

 

 

 

11.10.1995: Variante "Stirnfransen stehen und fallend"

 

 

 

 

 

29.8.1999: Variante "Freies G'nack"

 

 

 

 

 

11.8.2004: Variante "Angedeuteter Igel"

 

 

 

 

 

11.8.2006: Variante "Mittelscheitel"

 

 

 

 

 

4.1.2010: Variante "Vom Winde verweht"

 

 

 

 

 

4.4.2010: Variante "Seitenscheitel"

 

 

 

 

 

7.10.2012: Variante "Leicht gegelt"

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 14 Uhr).





"On Fire" - First Vienna Football Club

Wir sind geneigt, Kurt Garger für den größten Sportdirektor aller Zeiten zu halten. Seit der gute Mann im Amt ist, haben die Döblinger sechs Punkte geholt. Soviele konnten sie in den zehn Spielen davor insgesamt nicht einfahren. Zwei Siege in Folge gelangen den Wienern zuletzt vor sieben Monaten.

"On Ice" - SC Rheindorf Altach

Mag sein, dass der Aufstieg in der Länderspielpause ein Thema für die Altacher ist, denn immerhin finden sie ein wenig Zeit, zum Bergsteigen. Sonst sieht es diesbezüglich nach der 1:2-Niederlage gegen Austria Lustenau aber schlecht aus - 14 Punkte Rückstand auf den Leader. Von den vergangenen vier Duellen mit dem Vorarlberger Konkurrenten konnte kein einziges gewonnen werden.

DER BLICK INS ARCHIV:

100 Mal ist Manuel Ortlechner nun schon für die Austria in der Bundesliga aufgelaufen. Seit geraumer Zeit ist der Oberösterreicher auch Kapitän der Violetten. "Orti" hat somit rund dreieinhalb Mal soviele Bundesliga-Minuten für den FAK (8.717) wie gesendete Tweets (2.439) - Stand 8.10.2012, 13:50 Uhr. Sein Debüt in der höchsten Spielklasse hat der 32-Jähirge am 9. Mai 2000 bei Rieds 4:2-Heimsieg gegen Austria Lustenau gefeiert.

Runde Paarung Ergebnis
8 Rapid - Admira 0:0
10 Wr. Neustadt - Mattersburg 0:0
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