Keine violetten Depressionen

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Keine violetten Depressionen vor Duell mit WAC

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Dem Tabellenführer der Bundesliga steht am Samstag (16.00 Uhr) der nächste Prüfstein ins Haus.

Die Wiener Austria empfängt Aufsteiger WAC, will dabei nach einem 0:1 zuletzt im Schlager gegen Meister Salzburg in die Erfolgsspur zurückfinden.

Die Kärntner befinden sich allerdings im Höhenflug, haben aus den vergangenen vier Runden zehn Punkte geholt und auch im Cup bei Regionalliga-Meister GAK mit 6:0 triumphiert.

Stöger ist WAC-Fan

Austria-Trainer Peter Stöger outete sich gar als "Fan" der Mannschaft von Nenad Bjelica und deren offensiver Spielanlage. "Wir gehen trotzdem davon aus, dass wir dieses Heimspiel gewinnen", betonte Stöger.

"Wir haben die Möglichkeit, vorzulegen." Zwei Punkte liegen die Violetten vor dem Stadtrivalen Rapid, der am Abend bei Schlusslicht Wacker Innsbruck gastiert, drei vor Titelfavorit Salzburg, der erst am Sonntag gegen Sturm Graz antritt.

"Es ist auch eine neue Situation für uns, die Gejagten zu sein und uns nicht abgesetzt zu haben", erinnerte Stöger. "Jetzt müssen wir nachlegen."

Kein Grund für Depressionen

Nach der Heimniederlage gegen Salzburg sehe er "keinen Grund, in Depression zu verfallen". Mit 21 Punkten hat die Austria nach einem Saisonviertel immer noch mehr Punkte auf dem Konto als 2005/06. Damals hatte die Austria mit Stöger als Sportdirektor ihren bisher letzten Meistertitel geholt.

"Ich habe das Gefühl, dass die Richtung stimmt", erklärte der Austria-Coach. "Von selbst geht in der Bundesliga gar nichts. Das, wo wir jetzt stehen, haben wir uns erarbeitet."

Den Platz an der Sonne möchten die Wiener auch möglichst lange bekleiden. "Unser Ziel ist es, Erster zu bleiben", bestätigte Sport-Vorstand Thomas Parits. "Die Mannschaft spielt im Moment guten Fußball und steht verdient dort oben."

Im Cup beim Regionalligisten FC Dornbirn (3:2) hatte Stöger mit zwei Stürmern experimentiert. "Es hat schon Sachen gegeben, die wir heuer besser gemacht haben", urteilte der Ex-Internationale.

Roland Linz muss gegen den WAC also zurück auf die Ersatzbank, Neuzugang Philipp Hosiner dürfte als Solospitze beginnen. "Der Konkurrenzkampf ist groß, aber damit muss jeder umgehen können", meinte Stöger. "Das macht eine Spitzenmannschaft aus."

Stankovic fällt aus

Marko Stankovic hat sich im Cup einen Seitenbandeinriss im Sprunggelenk zugezogen, ansonsten kann Stöger fast aus dem Vollen schöpfen. "Ich kann mich austoben, das ist ein sehr angenehmes Gefühl", versicherte der 46-Jährige, warnte aber vor dem Aufsteiger.

"Sie spielen einen gepflegten Fußball mit guten Einzelspielern", sagte Stöger. "Ihre Spielanlage ist darauf ausgerichtet, ihre Stärken in der Offensive auszuspielen."

WAC will offensiv spielen

Das wollen die Kärntner auch in Wien tun. "Wir sind in einer guten Phase und in einer guten Form. Wir werden auf die drei Punkte spielen", versprach WAC-Trainer Bjelica.

Seit Mitte August (0:1 gegen Mattersburg) hat sein Team nicht mehr verloren. Vor der Austria zeigte der Kroate dennoch Respekt: "Sie sind vielleicht nicht der Titelkandidat Nummer eins, von den drei Teams, die dafür infrage kommen, aber am besten gestartet."

Nach mäßigem Start sind die Wolfsberger selbst in den vergangenen Wochen endgültig in der höchsten Spielklasse angekommen. "Nach neun Spielen ist es kein Neuland mehr für uns", erklärte Bjelica. "Wir haben den Respekt vor der Bundesliga verloren und werden in jedem Spiel unsere Chance bekommen."

Sein Vertrauen schenkt er jener Startelf, die zuletzt in der Liga Wr. Neustadt (6:0) und Innsbruck (1:0) abgefertigt hatte. "Wir sind damit zufrieden, wie wir im Moment spielen."

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