Die Ansage des Rene Gartler

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"Ich habe nie an mir gezweifelt"

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Jonathan Soriano, Terrence Boyd, Rene Gartler.

Drei Spieler haben nach dem ersten Bundesliga-Wochenende eines gemeinsam: Sie sind jeweils mit einem Doppelpack ins neue Jahr gestartet. Für die ersten beiden war das Neuland in der Bundesliga.

Für Gartler nicht. Der Stürmer erzielte schon für Rapid einmal zwei Treffer in einem Spiel. Für seinen neuen Arbeitgeber gelang ihm das gleich bei seinem ersten Auftritt in der Liga.

„Ein sehr guter Auftakt für mich persönlich und vor allem für die Mannschaft“, freute sich der 26-Jährige nach dem 2:0-Sieg bei der Admira im ersten Sonntagsspiel der neuen Saison.

Perfekte Woche für Ried und Gartler

Für die Oberösterreicher war es eine tolle erste Woche in der neuen Saison. Erst das 4:1 in Runde eins des ÖFB-Cups gegen Kufstein, dann 1:1 im EL-Quali-Hinspiel in Soligorsk – nun der gelungene BL-Start.

Vor allem für Gartler war es ein Auftakt nach Maß: In Tirol erzielte der Wiener zwei Tore, in Weißrussland holte er den Elfer vor dem Ausgleich heraus und in Niederösterreich folgte gleich der nächste Doppelpack.

In Minute 14 und 19 verwertete der Angreifer seine beiden Torschüsse eiskalt.

„Wir waren wacher als die Admira, waren zu Beginn aggressiver in den Zweikämpfen und haben gleich unsere Chancen genützt“, resümierte der Mann des Spiels, der in Minute 74 vom Feld ging.

Diese erste Woche hat etwas von einer Ansage. Bei seinem Herzensklub Rapid hatte Gartler unter Trainer Schöttel kein Leiberl, der Stürmer war froh, als die Wiener die Option nicht zogen.

Keine Zweifel in Zeiten Rapids

So konnte der Erste-Liga-Torschützenkönig von 2008 (FC Lustenau) zu Ried wechseln und gleich von Beginn weg zeigen, was in ihm steckt.

„Ich habe nie an mir gezweifelt“, hielt der Vater eines eineinhalbjährigen Buben fest und zog zufrieden eine erste Bilanz: „Es ist ein gewisser Druck vorhanden, weil die Leute, die mich geholt haben, auch etwas von mir erwarten. Umso schöner, dass es gleich so losgegangen ist.“

Gartler fühlt sich sichtlich wohl in Ried. Von Beginn an. Das betont der Neuzugang auch. Die Zeit in Hütteldorf ist abgehakt („Ich will nicht mehr viel über Rapid reden“), der Blick richtet sich auf das Innviertel: „Mit Ried ist einiges möglich und ich möchte mit meinen Toren etwas beitragen.“

Das freut auch Heinz Fuchsbichler. Der Trainer feierte ebenfalls eine gelungene Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne, wobei sich der Neo-Rieder ebenso in Bescheidenheit übte wie sein Schützling.

„Es war ein günstiger Spielverlauf. Das Spiel war sicherlich nicht so klar, wie ein 2:0 vermuten lässt. Es war Schwerstarbeit, aber wir sind belohnt werden“, so der 44-Jährige.

Fuchsbichler will Gartlers Phase ausnützen

Die gute Phase seines Stürmers, dem früher öfters fehlende Coolness vor dem Tor angekreidet wurde, will der Coach freilich verlängern.

„Rene hat schon sehr viel Qualität. Bei einem Stürmer ist es oft Kopfsache, er fühlt sich sehr wohl bei uns. Das ist oft einmal so, dass man nicht weiß, warum man so oft trifft. Aber auch nicht, wenn es nicht läuft. Diese Phase müssen wir jetzt ausnützen.“

Zeit zum Nachdenken gibt es nicht viel. Am Donnerstag wartet schon das Rückspiel in der Europa League gegen Soligorsk.

Gartler und Fuchsbichler haben dann etwas gemeinsam – es ist ihr erstes Heimspiel für die SV Ried.

 

Bernhard Kastler

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