"War nicht leicht zu verdauen!"

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Transfer-Schock verdaut - Hosiner ist wieder heiß

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Der gescheiterte Transfer zu Hoffenheim ist Philipp Hosiner im Magen gelegen.

Mittlerweile hat der amtierende Bundesliga-Torschützenkönig den vorerst geplatzten Traum vom Sprung in eine international renommierte Liga aber verdaut.

Der 24-jährige Goalgetter ist wieder heiß auf Tore für Meister Austria, wie er bereits am Freitag mit einem Treffer beim 3:0-Cuperfolg in Oberwart unter Beweis gestellt hat.


Frage: Haben Sie am geplatzten Transfer zu Hoffenheim zu knabbern gehabt?

Hosiner: Die Sache war nicht leicht zu verdauen. Ich habe schon eine sehr große Chance gesehen. Hoffenheim wäre ein toller Einstieg in die deutsche Bundesliga gewesen. Man braucht sich nur zu überlegen, dass man zweimal pro Saison gegen Bayern München und Dortmund spielen darf. Ich hätte die Chance gerne angenommen, aber es hat leider nicht gepasst.

Frage: Ist es daher derzeit etwas schwieriger, mit dem Kopf bei der Austria zu sein?

Hosiner: Das Thema Hoffenheim ist erledigt, weil sie einen anderen Stürmer verpflichtet haben. Ich freue mich jetzt auf die Aufgaben mit der Austria und möchte meine Leistungen bringen und bestätigen. Dann kommt vielleicht noch ein besserer Verein und noch eine bessere Chance.

Frage: Würden Sie einen Transfer im laufenden Sommertransferfenster ausschließen?

Hosiner: Das ist sehr schwierig zu sagen. Im Fußball kann alles sehr schnell gehen. Wenn ein für mich und die Austria gutes Angebot von einem Topclub kommt, dann kann das innerhalb von wenigen Tagen abgeschlossen sein. Aber zur Zeit schaut es so aus, wie wenn ich bei der Austria bleibe. Davon gehe ich aus.

Frage: War der Abgang von Meistertrainer Peter Stöger für euch Spieler überraschend?

Hosiner: Eigentlich schon. Denn wir haben damit gerechnet, dass er bleibt. Aber wenn man als österreichischer Trainer ein Angebot vom 1. FC Köln hat, dann ist es logisch, dass man es annehmen will. Wir vergönnen es ihm alle und sind ihm sehr dankbar, dass er uns zum Meistertitel geführt hat.

Frage: War der Übergang von Stöger zum neuen Trainer Nenad Bjelica schwierig?

Hosiner: Nein, überhaupt nicht. Unterm Strich hat uns der Wechsel wahrscheinlich sogar gut getan. Unter einem neuen Trainer wittert jeder Spieler eine neue Chance. Auch die Spieler, die davor nicht so viel zum Zug gekommen sind. Und die Stammspieler wissen auch, dass sie ihre Klasse neu beweisen müssen. Das erhöht den Konkurrenzkampf.

Frage: Wie schätzen Sie die Chancen der Austria im kommenden Europacup ein?

Hosiner: Ich freue mich auf die Champions-League-Qualifikation und hoffe, dass wir sie schaffen. Wir wissen aber, dass wir top da sein und Topleistungen bringen müssen. Unsere erste Runde wollen wir auf jeden Fall überstehen, um gleich den Einzug in die Europa League zu fixieren. Dann wird wohl ein Gegner kommen, der vom Marktwert über uns zu stellen ist. Aber in zwei Spielen ist im Fußball immer alles möglich. Wir wollen unser volles Potenzial abrufen und dann schauen, ob es gereicht hat.

Frage: Ist in der Bundesliga Titelfavorit Salzburg neuerlich zu knacken?

Hosiner: Salzburg wird immer schwer zu knacken sein. Wir haben es vergangene Saison geschafft, weil wir super gespielt haben. Und das trauen wir uns wieder zu, wir wollen die Saison ähnlich gestalten. Denn wir haben uns sehr gut verstärkt. Mit Sturm Graz und Rapid muss man aber auch immer rechnen. Wir werden sehen, ob Salzburg wirklich so übermächtig ist.


Das Gespräch führte Alexander Hofstetter

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