Wallner: "Vielleicht war das der nötige Knax"

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Drei Punkte, acht Niederlagen aus neun Spielen, die wenigsten erzielten Tore (5) und – gemeinsam mit Wr. Neustadt - die meisten Gegentreffer (22). Wacker Innsbruck steht zu Beginn des zweiten Meisterschaftsviertels am Tabellenende und hofft auf den Umschwung.

Unter der Woche konnten die Tiroler mit dem Aufstieg ins Cup-Achtelfinale ein langersehntes Erfolgserlebnis verbuchen. Zwar musste die Truppe von Coach Walter Kogler bei Regionalligist Sollenau in die Verlängerung, doch ausgerechnet in dieser holten sich Roman Wallner und Co. dringend benötigtes Selbstvertrauen.

Nicht zu viel überlegen

„Man darf den Sieg nicht überbewerten, solche Spiele müssen wir gewinnen. Wenn man die letzten Wochen betrachtet, ist es aber eine Riesenfreude, dass wir heute Tore gemacht haben“, so der Ex-Internationale, dem mit einem lupenreinen Hattrick seine ersten Treffer für Wacker gelangen.

Wallner ist jetzt also angekommen in Innsbruck. Ein Ausrufezeichen setzte der 30–Jährige bereits gegen den WAC, als ihm trotz 16 abgefeuerter Torschüsse kein Erfolg vergönnt war. „Am Ende muss ich mir den Vorwurf gefallen lassen, dass einer drin sein muss“, gibt sich Wallner gegenüber LAOLA1 selbstkritisch, „aber es ist kein Wunschkonzert, schließlich steht auch noch ein Tormann dazwischen und der hat sehr stark gehalten. Wenn ich weiß, ich habe nicht zu viel überlegt, habe ich mich im Prinzip richtig entschieden.“

Am Samstag will der Steirer sein erstes Bundesligator für Wacker folgen lassen, gegen Rapid Wien, einen seiner Ex-Klubs.

Angst verbreitet der Rekordmeister vor dem Gastspiel am Tivoli nicht, der Cup-Erfolg sorgt für Rückenwind bei den Tirolern. „Rapid ist natürlich eine andere Hausnummer. Aber vielleicht war das jetzt der nötige Knax, damit es wieder bergauf geht“, hofft Wallner.

Folgt gegen Rapid die Belohnung?

Auch aus der knappen Niederlage gegen den WAC ziehen die Tiroler Positives. Spielerisch konnte sich Wacker wenig vorwerfen. „Wir haben uns als Mannschaft gegen Wolfsberg sehr gut präsentiert, wurden dafür aber leider nicht belohnt. Wenn wir so spielen, brauchen wir uns gegen Rapid nicht zu versteckten, auch wenn es natürlich sehr, sehr schwer wird. Gelingt es uns, diese Leistung konstant abzurufen, dann werden wir irgendwann auch mit Punkten belohnt.“

Ob der bisherigen Resultate wurde es zuletzt unruhig in Innsbruck und auch die Kritik an Trainer Walter Kogler immer lauter. Die Mannschaft lässt sich davon wenig beeindrucken und arbeitet gemeinsam mit ihrem Coach weiter am Umschwung. Die Harmonie innerhalb des Teams stimmt, versichert Wallner: „Der Trainer weiß, ganz genau was er macht und die Spieler wissen, dass es eine schwierige Situation ist. Wir müssen über den Kampf kommen, das Spielerische entwickelt sich dann von selbst.“

Was gegen Wolfsberg bereits gut umgesetzt wurde, soll gegen Rapid nun auch zählbare Früchte tragen. Wallner hofft dabei auch auf kräftige Unterstützung des Innsbrucker Anhangs: „Ich glaube die Fans haben gesehen, dass wir kämpfen und rackern. Vielleicht hat das nötige Glück noch gefehlt. Wir haben aber gezeigt, dass es manschaftsintern passt, dass wir wollen und uns nicht hängen lassen.“

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