Walke hat seine Chance genützt

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Er ist der neue Rückhalt, auf den Red Bull Salzburg setzt.

Der Deutsche Alexander Walke hat Kapitän Eddie Gustafsson vorerst als Nummer eins im Tor der Bullen abgelöst.

Nach einem 6:0 gegen Kapfenberg und der 2:0-Sensation in der Europa League gegen Paris St. Germain hat der 28-jährige Deutsche am Sonntag (18.30 Uhr) in Wr. Neustadt sein drittes Zu-Null-Spiel in Serie im Visier.

Chance versprochen, Chance bekommen

Walke kam im Sommer 2010 nach Salzburg, war in der Vorsaison nach der schweren Verletzung von Gustafsson aber auch hinter seinem Landsmann Gerhard Tremmel nur die Nummer zwei.

Im Frühjahr wurde der Schlussmann an den deutschen Zweitligisten Greuther Fürth verliehen, verpasste den Aufstieg allerdings knapp und wurde nach Salzburg zurückbeordert. "Man hat mir gesagt, dass ich eine faire Chance bekommen werde", erklärte Walke.

Ein gutes Verhältnis

Die hat er nun. Salzburg-Trainer Ricardo Moniz will sich auf keine fixe Nummer eins festlegen. Es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, Gustafsson aus dem Team zu nehmen.

"Aber Eddie hat wie ein Profi darauf reagiert", versicherte Moniz. Das Verhältnis der beiden Torhüter sei dem Konkurrenzkampf zum Trotz gut. "Wir trainieren sehr gut miteinander und wir kitzeln uns auch", verriet Walke. "Das war bei anderen Vereinen nicht immer so."

Gute Präsenz

Walke wird ein hohes Standing in der Mannschaft attestiert. "Es war klar, dass er seinen Mann stellen wird, wenn es darauf ankommt", meinte Tormanntrainer Herbert Ilsanker. Moniz lobte vor allem die Präsenz des Deutschen auf dem Platz, die sich auch auf die Hintermannschaft positiv auswirke.

"Alex ist eine Inspiration. Die Präsenz der Verteidigung war zuletzt gut", sagte Moniz. "Da liegt unsere Schwäche, denn Tore machen wir immer."

Nur Benjamin Freudenthaler

Den Sieg gegen PSG hielt Walke nach der Pause mit einigen Glanzparaden fest. In sechs Pflichtspielen seit seiner Rückkehr aus Fürth hat der 28-Jährige erst ein einziges Gegentor erhalten - beim 2:1-Sieg im Cup-Achtelfinale gegen den LASK durch einen Abstauber von Benjamin Freudenthaler.

"Defensiv bin ich aber nicht alleine dafür verantwortlich, dass die Null steht", betonte Walke. "Da muss man die ganze Mannschaft erwähnen."

Die nun erhaltene Gelegenheit will der ehemalige Freiburg- und Rostock-Keeper längerfristig nutzen. "Es liegt an mir, das Spiel für Spiel zu bestätigen. Solange ich das mache, gibt es keine Probleme", meinte Walke.

"Ich möchte nur spielen"

"Ich freue mich, dass ich die Chance bekommen habe. Ich habe im Training immer alles gemacht. Ich kann mir nichts vorwerfen lassen", erklärte der Deutsche. "Es hat ein bisschen gedauert - aber lieber zu spät als nie."

Dass sich Moniz nicht auf eine klare Nummer eins festlegen will, sei für ihn kein Problem. "Ich möchte nur spielen. So lange wie möglich, so oft wie möglich. Das ist das Einzige, was für mich zählt", sagte Walke.

Nun gelte es, den Schwung aus den vergangenen Heimsiegen gegen Kapfenberg und Paris nach Wr. Neustadt mitzunehmen. "Wir haben bewiesen, dass wir es können", erinnerte Walke. "Wir brauchen uns nicht zu verstecken."

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