Genug von der "Roten Laterne"!

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"Ziel ist es, die Rote Laterne noch abzugeben"

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Als passionierter Kirchengänger wird Roland Kirchler auch vor Weihnachten nicht auf Beistand von oben verzichten.

Als „Messias“ gepriesen, führte er Wacker Innsbruck zu Beginn seiner Trainertätigkeit auf den richtigen Pfad.

Nach vier Pflichtspielsiegen warten die Tiroler nun aber bereits seit fünf Spielen auf einen vollen Erfolg.

Rein von den Ergebnissen her ist die Situation unzufriedenstellend, die zuletzt gezeigten Leistungen geben aber Hoffnung.

Mitspielen reicht Wacker nicht mehr

„Wenn wir so weiter spielen, kommen wir bald da hinten weg. Da mache ich mir keine Sorgen“, geht Flankenflitzer Christopher Wernitznig im Gespräch mit LAOLA1 relaxt mit dem Platz am Tabellenende um.

Gegen Rapid, Sturm, Salzburg und Austria setzte es Niederlagen, bei denen sich Kirchlers Schützlinge aber zum Teil von ihrer besten Seite präsentierten. Beim WAC schaute ein Punkt heraus.

„Wir haben zwar gegen die Top vier gut mitgehalten, aber das kann ich nicht mehr hören. Für uns zählen die direkten Duelle mit den Nachzüglern“, hofft der Wacker-Coach darauf, in den kommenden Spielen für die Mühen belohnt zu werden.

Denn in der Meisterschaft wartet vor der Winterpause noch das Gastspiel bei der Admira, die zuletzt immer mehr in den Tabellenkeller abgerutscht war.

„Da gibt es Abstiegskampf pur“

„In Spielen wie gegen Rapid kann man nur gewinnen. Gegen die Admira gibt es Abstiegskampf pur“, stellt sich Wernitznig auf eine richtungsweisende Partie ein.

Der Seuchen-Herbst soll noch vor dem Jahreswechsel vergessen gemacht werden, indem man Wiener Neustadt unter Druck setzen will.

„Das Ziel ist sicher, die Rote Laterne noch vor der Weihnachtspause abzugeben“, stellt der 22-jährige Offensivspieler klar.

Obwohl die Innsbrucker in 14 von 19 Runden das Tabellen-Schlusslicht waren, ist von Untergangsstimmung keine Spur.

Ohne Druck und Angst

„Spielst du immer mit Druck, ist es schlecht“, meint etwa Kapitän Tomas Abraham und verrät weiters:

„Ich hatte keine Angst“ - nicht einmal als der Rückstand bereits vier Punkte auf den schärfsten Konkurrenten SC Wiener Neustadt betrug.

Dass sich in der Winterpause trotz eines engen finanziellen Spielraums etwas tun könnte, will Kirchler nicht ausschließen.

Das große Manko ortet der Ex-Profi im Verwerten der Torchancen. Denn abgesehen von Roman Wallner, obwohl dieser auch erst einen Saisontreffer aufweist, sorgen die Wacker Angreifer beim Gegner nur für wenig Schrecken.

Wacker auf der Suche nach Goalgetter

Ein Blick auf die Torschützenliste sorgt nicht gerade für Begeisterung bei Kirchler. Während die Konkurrenten zumindest einen Goalgetter in ihren Reihen haben, sucht man Wackers Torjäger vergeblich.

Bei der mageren Ausbeute von 13 Saisontoren weisen Wernitznig, Julius Perstaller und Marcel Schreter je zwei Tore auf.

Zu wenig, um sich auf Dauer vom Tabellenende zu entfernen. „Wir hätten gerne einen Stürmer mit Torjägerqualitäten wie Alar oder Boyd“, meinte Kirchler nach dem 1:2 gegen Rapid.

„Uns fehlt ein nötiger Stürmer. Wallner ist der einzige, dahinter kommt nur noch Perstaller“, wittert der Coach Handlungsbedarf.

Zuerst einmal gilt es jedoch mit dem vorhandenen Personal in der Südstadt anzuschreiben und auf Rapid in Wiener Neustadt zu hoffen. Denn die Rote Laterne hat man im „Heiligen Land“ lange genug mit sich herumgetragen.


Alexander Karper

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