VdF: 20 Profiklubs sind zu viel!

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VdF für Reduzierung auf eine Profi-Liga

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Am 9. Oktober ab 18.30 Uhr (LIVE bei LAOLA1.tv) bittet die VdF zu Tisch. Auf dem Programm steht eine hochkarätige Diskussionsrunde, gesprochen wird über den heimischen Fußball und dessen Zukunft.

Der ÖFB und die Bundesliga haben sich vor einiger Zeit geeinigt, das vorhandene Liga-Format mit zwei Zehnerligen mit 20 Profi-Mannschaften bis 2020 aufrecht  zu erhalten.

Die VdF ist der Meinung, dass bereits jetzt über das künftige Ligaformat diskutiert werden muss. Spätestens 2017/18 soll die Reform umgesetzt werden. Denn sogar sämtliche Trainer der Ersten Liga sind der Meinung, dass dieses Format nicht zeitgemäß und förderlich ist. Österreich hat nicht die wirtschaftliche Kapazität, um sich 20 Profi-Fußball-Klubs zu leisten.

"Es muss eine Veränderung her"

VdF-Vorstand Gernot Zirngast: „Es muss eine Veränderung her! Jeder weiß es, aber keiner tut etwas dafür. Genau deshalb muss jetzt darüber diskutiert werden. Der Profi-Fußball muss sich den Gegebenheiten anpassen und darf dabei keine Zeit verlieren.“

Die VdF möchte in dieser Causa keine speziellen Forderungen stellen, vielmehr bietet sie aber konkrete Vorschläge zu einer konstruktiven Diskussion an:

  • Nur noch eine reine Profi-Liga:

Zirngast: „Ob diese dann mit 10, 12, 14 oder 16 Klubs gespielt wird, ist offen und muss besprochen werden. Vor allem deshalb, weil man prüfen muss, wie man sich Profi-Fußball in Österreich vorstellt und wie viele Vereine die erforderlichen Kriterien überhaupt erfüllen können und wollen. Unsere vor kurzem veröffentlichte Studie zeigt, dass ein großer Teil der Spieler nicht entsprechend entlohnt werden kann.“

  •  Direktaufstieg

Aus der zweiten Leistungsstufe muss ein Direktaufstieg möglich sein, sofern die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllt werden. Abhängig von der Anzahl der Mannschaften in der reinen Profi-Liga und dem Format in der zweiten Leistungsstufe (eine überregionale oder zwei bis drei regionale Ligen) variiert auch die Anzahl der möglichen Aufsteiger und Absteiger.

  • Klare Vertragssituation

Da die zweite Leistungsstufe keine reine Profi-Liga mehr ist, muss eine klare vertragliche Richtlinie vorgegeben werden, damit deutlich zwischen Profis und Nicht-Profis unterschieden werden kann. Ebenso sollte in diesen Ligen nur noch am Wochenende gespielt werden, damit man den Nicht-Profis  ermöglicht, parallel auch in einem anderen Beruf oder einer Ausbildung tätig zu sein. Die aktuelle Studie der VdF zeigt auf, dass dies bisher nur 9,72% der befragten 439 Bundesliga-Spieler machen (können).

  • Ende der Quotenregelung

Die Quotenregelung, wie sie derzeit in der Ersten Liga Gültigkeit besitzt, fördert nach Meinung der VdF nur die Quantität an jungen Spielern, aber nicht die Qualität. Zudem ist sie mitverantwortlich für ein Pseudo-Profitum, dass aufgrund der geringen Verdienstmöglichkeiten in dieser Liga nicht mehr vertretbar ist. Der Markt wird überschwemmt von Akademieabgängern, was aufgrund der Finanzschwäche vieler Klubs in Verbindung mit der Quotenregelung in der Ersten Liga zu verstärkter Arbeitslosigkeit führt. Die Folge ist, dass die Arbeitslosigkeit bei Fußballern gerade zwischen 22 und 24 Jahren extrem angestiegen ist, weil diese Spieler durch nach rückende jüngere ersetzt werden (müssen). Sie stellen mittlerweile den größten Anteil an den zuletzt 155 arbeitslosen Spielern in diesem Sommer.

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