Hofmann und Suttner duellieren sich im Foto-Derby

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Ein Schnappschuss im richtigen Moment ist unbezahlbar.

Gerade im Sport gibt es unzählige Fotos, die die jeweilige Situation perfekt widerspiegeln.

Enttäuschte Verlierer, strahlende Sieger, verbissene Gesichter, akrobatische Aktionen. Die Liste lässt sich problemlos weiterführen.

Im Vorfeld des 300. Wiener Derbys konfrontierte LAOLA1 Rapids Steffen Hofmann und Austrias Markus Suttner mit jeweils sechs Derby-Bildern.

Hofmanns erstes Derby (7.8.2002)

"Es war im Horr-Stadion. Es war ein 1:1, falls ich mich richtig erinnere. Es war natürlich schon etwas Besonderes, erstmals diese Stimmung bei diesem Spiel mitzuerleben", so Hofmann, der in der 61. Minute für Rene Wagner eingewechselt wurde. Dass Wien ein heißes Pflaster ist, wusste der 31-Jährige schon vor seinem ersten Derby. "Das kennt man schon über die Grenzen hinaus. Man weiß, dass es in Wien zwei große Vereine gibt und dass diese Spiele hier sehr brisant sind. Aber welche Brisanz wirklich darin steckt, erlebt man erst, wenn man dabei ist."

Suttners erstes Derby (11.11.2008)

„An dieses Bild kann ich mich nicht genau erinnern. Da ich gerade ein Laufduell mit Veli Kavlak bestreite, dürfte es aber schon eine Zeit her sein“, so Suttner. Nach dem Tipp, dass es sich dabei um sein erstes Derby handelt, fällt es dem Niederösterreicher sofort ein: „Richtig, wir haben damals 2:0 gewonnen. Das erste Derby vergisst man natürlich nie."

Hofmanns einziger Derby-Doppelpack (22.11.2009)

"Schöne Erinnerungen. Das war eines unserer besten Spiele im Derby. Da hätten wir fast noch höher gewinnen können. Das war ein schöner Abend damals", erinnert sich der Rapid-Kapitän an den 4:1-Heimsieg. Auch das allererste Derby-Tor hat er noch vor Augen. "Wir haben leider verloren. Ich bin reingekommen, habe kurz vor Schluss den Anschlusstreffer gemacht und wir wir hätten dann noch die Chance gehabt, den Ausgleich zu machen. Das wäre für mich natürlich sehr schön gewesen. Es war ein schönes Tor, hat uns aber leider nichts gebracht."

Der schwierigste Gegenspieler? (5.5.2010)

Markus Suttner hat es schon mit vielen Gegenspielern aufgenommen. "Jimmy" Hoffer, Stefan Maierhofer, Nikica Jelavic, Hamdi Salhi... Wer war der unangenehmste? Etwa Jelavic? „Ein schönes Bild. Ich weiß noch, dass wir beide verbissen zum Ball gingen. So gehört es sich in einem Derby. Gegen Jelavic zu spielen, war immer sehr unangenehm. Mein schwierigster Gegenspieler im Derby war bis jetzt aber sicher Steffen Hofmann."

Derby gegen Vastic in der Stadthalle (Jänner 2004)

"Ich muss sagen, dass ich die Turniere immer sehr nett fand. Es war eine tolle Stimmung in der Halle", spielte Hofmann gerne in der Stadthalle. Als Gegenspieler fällt ihm sofort Ivica Vastic, derzeit Austria-Trainer, auf. "Er war sicher einer der besten Spieler, die hier gespielt haben. Er hat bei den Austria Amateuren einen guten Job gemacht und jetzt oben die Chance bekommen. Als Gegenspieler war er unangenehm. Erstens war er sehr gut, und zweitens hat's oft weh getan, wenn man gegen ihn gespielt hat."

Suttners höchster Derbysieg (21.8.2011)

Zehn Mal hat Austrias Linksverteidiger bereits aktiv ein Derby bestritten. Seine Bilanz ist ausgeglichen: Vier Siege, vier Niederlagen und zwei Unentschieden. Der höchste Sieg datiert vom August 2011. „Das war das bislang letzte Derby im Happel-Stadion. Wir haben 3:0 gewonnen. Es war ein perfekter Tag. Steffen konnte damals kaum Akzente setzen. Wir hatten Rapid total im Griff und haben verdient gewonnen. Hoffentlich wird das auch am Samstag der Fall sein", gesteht der 24-Jährige.

Didulica vs. Lawaree (26.5.2005)

Am 26. Mai 2005 war alles für die grün-weiße Meisterfeier angerichtet. Zum Abschluss gab es ein Derby im Happel-Stadion. Eine Aktion im Spiel überschattete jedoch die Jubelstimmung im Lager Rapids. "Wenn ich das Bild sehe, denke ich eigentlich nicht an den Teller. Es war wirklich ein ganz schlimmer Moment, auf dem Platz herrschte auf einmal Totenstille. Es war sehr gefährlich, zum Glück ist Axel nicht mehr passiert", so Hofmann.

Eingschlagene Busscheibe (22.5.2011)

Vor dem Platzsturm im Hanappi-Stadion wurde bereits der Austria-Bus beim Eintreffen attackiert. Dabei ging eine Fensterscheibe zu Bruch. "Das haben wir natürlich auch miterlebt. Es war keine schöne Aktion. Ich hoffe, dass so etwas nicht mehr passiert, denn umgekehrt ist es wohl auch keinem Rapidler recht, wenn die Austria-Fans so reagieren würden. Derby ist Derby. Es ist ein brisantes Spiel, aber solche Vorfälle gehören nicht dazu", erklärt Suttner.

Rot für Acimovic gegen Hofmann (25.11.2007)

Milenko Acimovic war so etwas wie der violette Gegenpart zu Steffen Hofmann. Die Duelle waren immer heiß umkämpft. "Ich denke, dass er ein anderer Spielertyp als ich war. Er hat technische Fähigkeiten gehabt, die außergewöhnlich waren. Er war sehr wichtig für die Austria zu dieser Zeit. Er ist ein guter Spieler gewesen." Beim 0:0 im Mai 2007 verlor der Slowene ausgerechnet gegen Hofmann die Nerven." So ist es. Ich weiß noch, dass wir einen Konter gelaufen sind, er ist von hinten zu spät gekommen und Schiedsrichter Fritz Stuchlik hat ihm die Rote Karte gezeigt."

Welcher Austrianer ist zu sehen? (28.11. 2010)

„Liendl vs. Dober! Es war ein sehr hitziges Derby. Michi hat es die Sicherung durchgebrannt. Leider waren wir danach nur mehr zu zehnt. In einem Derby sind immer viele Emotionen dabei. Man muss sich aber im Griff haben. Ich kann meinem Gegenspieler schon die Meinung sagen, aber ich brauche ihn nicht gleich umschupfen."

Derby-Abbruch nach Platzsturm (22.5.2011)

Das 297. Wiener Derby wird als eines der - wenn nicht das - unrühmlichste(n) Duell(e) zwischen Rapid und Austria in die Geschichte eingehen. Beim Stand von 2:0 für die Gäste wurde das Spiel nach 26 Minuten abgebrochen. Nur ungern erinnert sich Hofmann an die Szenen zurück. "Es war auf jeden Fall das kürzeste Derby. Es war sicher nicht das, was wir am Platz sehen wollen. Wir wollen Elf gegen Elf sehen, die alles geben. Ich hoffe, dass das nicht mehr passiert." Sein Wort in Gottes Ohr.

Platzsturm beim Skandal-Derby (22.5.2011)

Am 22. Mai 2011 wurde das Derby beim Stand von 0:2 abgebrochen, nachdem Rapid-Fans den Platz stürmten. "So etwas bleibt unvergessen. Ich habe nicht gespielt, sondern bin auf der Ersatzbank gesessen. Als der Wahnsinn begonnen hat, war ich einer der ersten Spieler in der Kabine. Es waren weder für die Rapidler, noch für uns schöne Szenen. Niemand hat gewusst, was passiert. Zahlreiche Familien mussten sich diese unschönen Szenen anschauen. Uns Spielern war es sehr unangenehm."


Alexander Karper/Martin Wechtl

 

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