Wellen-Look für flüssigen Kick

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"Haben Möglichkeiten, die andere gerne hätten"

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Über den Dächern von Graz beginnt für den SK Sturm ein neues Kapitel. Nicht nur sportlich, sondern auch optisch.

Mit der Präsentation der Trikots für die Saison 2015/16 rückt die neue Spielzeit wieder ein Stückchen näher. Und damit auch große Hoffnungen. National wie international.

Zumindest was die Bekleidung betrifft, hat Sturm schon jetzt für Aufsehen sorgen können. Egal ob einem der Wellen- bzw. Marmor-Look gefällt oder nicht, die Schwarz-Weißen sorgen damit für Gesprächsstoff.

"Mir gefällt es, dass man auf Tradition setzt und dennoch Modernes ins Trikot eingebaut hat. Da sind wir nicht so wie die meisten Vereine und setzen uns ein bisschen ab", findet Lukas Spendlhofer im Gespräch mit LAOLA1.

Trikot-Design soll Fußball vorgeben

Dem Innenverteidiger war es gemeinsam mit seinem Mittelfeld-Kollegen Simon Piesinger vorbehalten, die neue Wäsch' der Grazer am Schloßberg zu enthüllen.

Der Oberösterreicher hat auch eine Erklärung für die Optik: "Das fließende Wasser beim Heimtrikot repräsentiert die Mur und vielleicht auch, dass wir zuhause flüssigen Fußball spielen sollen. Auswärts will man damit wahrscheinlich ausdrücken, dass man gut steht und wenig zulässt."

Besonders dankbar ist General-Manager Gerhard Goldbrich Ausstatter Lotto auch dafür, auf rote Applikationen verzichtet zu haben. Eine Farbe, die in der Murmetropole im Lager der Schwarz-Weißen noch immer aufregt.

Rote Applikationen unerwünscht

"Das ist uns immer ein bisschen ein Anliegen. Sie haben uns auch das Grün für die Steiermark an den Ärmeln genehmigt und damit eine Top-Arbeit geleistet. Italienische Designer sind, wie man weiß, sehr gute", sagt der 48-Jährige.

Damit das auch für die Leistungen von Sturm im bevorstehenden Spieljahr gilt, arbeitet die Mannschaft rund um Chefcoach Franco Foda derzeit hart an der Kondition.

Das gilt nicht zuletzt auch für die Offensive, obwohl Roman Kienast und Bright Edomwonyi zuletzt längere Zeit verletzt gefehlt haben.

Testkandidaten noch nicht überzeugend

"Mit Edomwonyi, Kienast, Klaric, Tadic, Avdijaj, Horvath und auch Andi Gruber haben wir vorne Möglichkeiten, die andere Klubs gerne hätten. Die ersten beiden sind jetzt auch wieder voll im Mannschaftstraining. Da brauchen wir uns keine Sorgen machen."

Noch bleibt Zeit, um Spieler unter Vertrag zu nehmen. Oder, um sie zu testen. Neben Daniel Sikorsi in der Offensive waren das gleich mehrere Spieler in der Defensive. Für Jubelstürme hat aber kein einziger in Messendorf gesorgt.

"Sie haben ordentlich mit uns gearbeitet. Wir sind aber noch nicht soweit, dass wir uns zu hundert Prozent für jemanden entschieden hätten. Das heißt auch, dass wir noch nicht zu hundert Prozent überzeugt sind", sagt Goldbrich.

 

Andreas Terler

Am Ende soll wieder ein internationaler Startplatz herauskommen. "Die Mannschaft ist jung und hat Qualität. Wir haben eine Truppe, die zu hundert Prozent beißt, kämpft und füreinander rackert. Daher stellen wir den Anspruch, da vorne mitzuspielen", meint Goldbrich-

Erhebt man Anspruch auf Platz eins?

Von einem Meisterteller, den die Steirer zuletzt 2011 in den Grazer Nachthimmel stemmen durfte, will der Sturm-General aber nicht sprechen: "Ich glaube, dass es vermessen wäre, trotz aller Qualität von Salzburg und der Konstanz von Rapid, zu sagen, dass wir unbedingt Meister werden wollen. Aber in diesem Top-Quartett wollen wir uns festsetzen."

Gleichzeitig darf und will man sich auch international wieder von einer guten Seite zeigen. Auf welchen Gegner Sturm in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation trifft, erfährt man aber erst am 17. Juli. Kopfballungeheuer Piesinger konzentriert sich daher bei seiner Prognose ebenfalls auf die Bundesliga und hält dabei fest: "Wir wollen da vorne für Furore sorgen."

Verletzte Stürmer wieder fit

Ob dafür nach den Verpflichtungen von Michael Esser, Sascha Horvath, Marvin Potzmann und Kristijan Dobras noch weitere neue Kräfte benötigt werden, wird sich erst weisen. Goldbrich denkt ohnehin schon längst nicht mehr in Transferperioden:

"Die Kaderplanung ist zwölf Monate lang nicht abgeschlossen. Wir haben keinen einzigen Spieler, den wir jetzt verpflichtet haben, vor drei Tagen gefragt, sondern schon vor Monaten. Ob man jetzt sagen kann, dass die Transferphase abgeschlossen ist oder nicht, wird man sehen. Grundsätzlich wissen wir, dass wir einen guten Kader haben."

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