Haas pokert um neuen Vertrag bei Sturm

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Das Gastspiel mit Sturm Graz am Sonntag (16 Uhr im LAOLA1-Live-Ticker) im Hanappi-Stadion gegen Rapid ist für Mario Haas kein Match wie jedes andere.

"Gegen Rapid zu spielen, ist allein schon wegen der Stimmung immer etwas Besonderes, auch auswärts", erklärte der 37-Jährige vor seinem möglicherweise letzten Auftritt als Spieler im Westen Wiens.

Der Vertrag des ehemaligen ÖFB-Teamspielers läuft mit Saisonende aus. Haas würde noch gerne ein Jahr anhängen, eine Einigung mit der Clubspitze steht bisher aber aus.

Tätigkeit im administrativ-organisatorischen Bereich

"Es gab ein Gespräch mit Paul Gludovatz (Anm.: sportlicher Geschäftsführer von Sturm), doch es ist noch nichts entschieden. In den nächsten vier Wochen wird man mehr wissen."

Auf zwei Auslands-Abenteuer bei Racing Straßburg (1999-2000) und JEF United (2005-2006) ließ sich Haas ein, ansonsten trug er von Kindheit an ausschließlich das Trikot seines "Herzensvereins".

Der Goalgetter erhielt deshalb auch die schriftliche Zusage, nach seinem Karriereende weiter für Sturm tätig sein zu können.

Dabei schwebt dem derzeitigen Anwärter auf die A-Lizenz vorerst weniger ein Trainer-Job als vielmehr eine Tätigkeit im administrativ-organisatorischen Bereich vor.

"Würde keine Querschüsse geben"

"Da einmal reinschnuppern zu können, wäre sehr interessant", sagte Haas.

Am liebsten wäre dem Veteran in der kommenden Saison eine Mischvariante - Einblicke in die Vereinsführung zu gewinnen, aber auch weiterhin zum Profi-Kader zu gehören.

"Ich könnte die Jungen motivieren, ihnen die Abläufe im Training eines Bundesliga-Vereins erklären und schauen, dass sie nicht auf blöde Gedanken kommen."

Auf eine "Vaterrolle" würde sich Haas allerdings nicht beschränken. "Wenn ich einen neuen Vertrag bekomme, werde ich mich voll reinhauen. Jeder Profi will immer spielen. Ich genauso. Aber wenn ich nicht viel spielen sollte, würde es auch keine Querschüsse geben", versprach der Stürmer.

"Auswärtsschwäche eine Katastrophe"

In der laufenden Saison brachte es Haas bisher immerhin auf 21 Einsätze und zwei Tore, den für die Grazer enttäuschenden fünften Tabellenplatz konnte aber auch er nicht verhindern.

"Wir hatten im Herbst viele Verletzte, sind dann gut ins Frühjahr gestartet. Aber im Endeffekt war die Auswärtsschwäche eine Katastrophe", meinte Haas. "Doch wir haben nach wie vor die Chance, in den Europacup zu kommen."

Mit dem Titelkampf haben die Grazer bei derzeit acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Salzburg wohl nichts mehr zu tun. Dies dürfte sich auch in der kommenden Spielzeit nicht ändern, schließlich ist bei den "Blackies" derzeit Sparen angesagt.

"Aber wir können auch gut spielen, obwohl wir nicht viel Geld haben. Das haben wir in der letzten Saison bewiesen", erklärte Haas.

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