Stöger würde Barazite-Verpflichtung freuen

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Nacer Barazite könnte schon ein Jahr nach seinem Wechsel zum AS Monaco wieder zur Austria zurückkehren.

Die Wiener stehen in Verhandlungen mit dem niederländischen Stürmer, der beim französischen Zweitligisten nie glücklich geworden und nur wenig zum Einsatz gekommen ist.

Der 22-Jährige würde die Lücke nach dem Abgang von Roland Linz zu Muangthong United füllen. Coach Peter Stöger würde sich über den Transfer freuen, ist aber noch skeptisch.

"Ich bin noch immer skeptisch, weil das Paket sehr schwer zu schnüren ist. Das sage ich aus Trainersicht, ich bin ja bei den Besprechungen nicht dabei", will sich der Austria-Trainer noch nicht zu früh freuen.

Barazite würde perfekt passen

Barazite würde jedenfalls perfekt in die Mannschaft passen. "Er ist ein schneller, kreativer und technisch begabter Spieler, der Tore schießen kann. Wenn er fit und gut drauf ist, kann er der Austria sicher weiterhelfen", sagte Stöger am Samstag im Trainingslager in Lara im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

"Mit ihm hätten wir eine zusätzliche Option, einen Spieler, der uns auch sofort weiterhelfen kann", ergänzte der 46-Jährige.

Keine Bedenken

Austrias Chefcoach hätte bei einer Verpflichtung auch keine Bedenken, dass sich das schlecht auf das intakte Mannschaftsgefüge auswirken könnte.

"Was uns im Herbst ausgezeichnet hat, war, dass immer die Mannschaft im Vordergrund gestanden ist. Das wird sich auch nicht ändern, wenn wir den Nacer holen, er muss sich genauso beweisen", erklärte Stöger.

Positiv für Konkurrenzkampf

Fix ist, dass eine Verpflichtung des Angreifers mit marokkanischen Wurzeln den Konkurrenzkampf im Team erhöhen würde. Für Stöger wäre das sehr positiv.

"Je mehr Konkurrenz ich habe, umso eher kann ich als Trainer feststellen, wer wirklich für sich so weit ist, dass er die Konkurrenz aufnimmt, neue Sachen annimmt und dadurch für sich den nächsten Schritt macht", klärte der Wiener auf.

Positives Zeichen

Seine Truppe müsse die Sache durchwegs positiv sehen. "In den vergangenen Jahren wurden um diese Zeit immer wichtige Spieler verkauft, diesmal wäre es ein anderer Weg", betonte Stöger.

Der Transfer wäre ein absolut positives Zeichen von den Vorständen, dass alles unternommen wird, um wirklich Meister werden zu können. "Es wäre auch ein Zeichen in Richtung Konkurrenz und auch für unsere Sponsoren und Fans. Bara war ja ein sehr beliebter Spieler", fügte der Austria-Coach hinzu.

Beispiel Hosiner

Gegen Ende der Sommer-Transferzeit standen die Wiener vor einer ähnlichen Frage, verpflichteten damals Philipp Hosiner von Admira Wacker Mödling und der schlug dann voll ein.

"Damals waren wir auch Erster und es war ein funktionierendes Konstrukt da. Ich war überzeugt, dass uns Philipp weiterhelfen würde und so war es dann auch", erinnerte Stöger.

Hosiner würde Verpflichtung begrüßen

Hosiner führt die Bundesliga-Torschützenliste mit 21 Treffern klar an und sieht eine mögliche Barazite-Rückkehr ebenfalls positiv. "Wir wissen, dass Nacer ein super Spieler ist, der jeder österreichischen Mannschaft helfen kann", sagte der Austria-Stürmer.

Der Niederländer habe bei den Wienern ein super Jahr gehabt. "Wenn er zurückkommen will, nehmen wir ihn gerne auf. Er würde die Qualität der Mannschaft heben. Da kann jeder davon profitieren", ergänzte Austrias Topstürmer.

"Dann muss man noch mehr geben"

Da spricht der 23-Jährige vor allem auch von sich selbst. "Ich habe immer einen Schritt in meiner Entwicklung gemacht, wenn ich noch eine größere Konkurrenz gehabt habe. Da muss man in jedem Training noch mehr geben", ist sich Hosiner bewusst.

Laut verschiedenen Medienberichten sollen sich die Wiener mit Monaco auf einen Leihvertrag bis Saisonende plus Kaufoption geeinigt haben.

Barazite war erst am 25. Jänner 2012 von den Monegassen um kolportierte 4,5 Millionen Euro verpflichtet worden und hat noch einen gültigen Vertrag bis Ende Juni 2016.

In Monaco unglücklich

Barazite brachte es bei Monaco in zwei Halbsaisonen nur auf elf Meisterschaftseinsätze und blieb dabei ohne Torerfolg. In dieser Saison gelang ihm nur im Ligacup ein Treffer.

Eine nicht zufriedenstellende Bilanz für einen Torjäger, der zuvor für die Austria in einem Jahr in 34 Bundesligapartien zwölf Tore und zehn Assists beigesteuert und dazu noch im Herbst 2011 elf Tore in zwölf Europacupspielen erzielt hatte.

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