Unter Druck

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Diese Bundesliga-Profis sind im Frühjahr unter Druck

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Das lange Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet endlich in die Rückrunde!

Die zehn Teams gehen gut vorbereitet in das Frühjahr, haben sich verstärkt und am nötigen Feinschliff gearbeitet.

Die Erwartungshaltung ist groß, auch die Spieler haben sich viel vorgenommen.

Einige sind in den kommenden 17 Runden besonders gefordert, denn sie blieben im Herbst entweder einiges schuldig oder stehen anderweitig vor einer großen Herausforderung.

LAOLA1 nimmt sich dieser Akteure an und nennt zwei Spieler pro Verein, die im Frühjahr unter Druck stehen:

                                FC RED BULL SALZBURG

PETER ANKERSEN

Der dänische Neuzugang aus Esbjerg, der immerhin 2,5 Millionen Euro gekostet haben soll, ist im Herbst noch einiges schuldig geblieben und hat mit Christian Schwegler einen bärenstarken Konkurrenten vor sich. Die weitere Konkurrenz auf den Außenpositionen mit Andreas Ulmer, Benno Schmitz und auch das erfolgreiche Herbst-Testprojekt Valentino Lazaro schläft nicht.

 

MASSIMO BRUNO

Der Belgier hatte keinen schlechten Herbst, kam in der Liga auch auf sechs Tore und vier Assists. Doch nun sind noch mehr Augen auf den Millionen-Einkauf gerichtet. Nach dem Abgang von Kevin Kampl wird der 21-Jährige automatisch in jener Rolle gesehen, in der er maßgeblich dem Salzburger Spiel den Stempel aufdrücken soll. Ob Bruno schon so weit ist, wird man sehen. 

                                     WOLFSBERGER AC

SILVIO

Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Will sich der Brasilianer für weitere Jahre beim WAC empfehlen, dann muss er auffälligere Leistungen bringen. Nur ein Tor und einen Assist verbuchte der 30-Jährige, der ganze elf Mal eingewechselt wurde, in dieser Saison. Für einen Stürmer viel zu wenig. Zumal ihm mit Herve Oussale, für den er als Übersetzer fungiert, ein neuer Konkurrent im Nacken sitzt.

 

STEFAN SCHWENDINGER

Vor einem Jahr wechselte der 20-Jährige aus Liefering zum WAC. Anfangs kam er bei den Kärntnern noch regelmäßig zum Einsatz, doch im Herbst absolvierte er nur 159 Minuten. Im defensiven Mittelfeld hat er hochklassige Konkurrenz vor sich. Schwendinger wird nur wenige Chancen bekommen. Diese sollte er nutzen. Ansonsten wird sein auslaufender Vertrag wohl kaum verlängert werden.

                                         SCR ALTACH

BORIS PROKOPIC

15 Bundesliga-Spiele absolvierte der 26-Jährige im Herbst für die Altacher – eine Torbeteiligung sucht man in seiner Statistik vergebens. Zwar war der Mittelfeldspieler nie der geborene Torjäger, mit einem derart schlechten Wert konnte man jedoch nicht rechnen. Dem Ex-Rapidler drohen schwere Zeiten im Frühjahr, denn die Vorarlberger verpflichteten mit Marti Riverola einen starken Konkurrenten.


CESAR ORTIZ

Eigentlich hätte der Spanier die Verteidigung als Abwehrchef dirigieren sollen, doch aufgrund von Verletzungssorgen kam er erst gegen Ende in einen gewissen Spiel-Rhythmus. Im Frühjahr werden die Karten neu gemischt. Denn Jan Zwischenbrugger hat bisher einen tollen Job gemacht und mit Benedikt Zech, der ein fixer Bestandteil des erfolgreichen Erste-Liga-Teams war, ist wieder fit.

                                        SK RAPID WIEN

LOUIS SCHAUB

Der 20-Jährige hat es sich nicht ausgesucht, so gehypt zu werden. Von den Anlagen her wäre er für Höheres bestimmt. In dieser Saison konnte er dies noch kaum unter Beweis stellen. Wenig Zugriff aufs Spiel, nur je zwei Tore und Assists. "Wir erwarten uns mehr von ihm", meinte Barisic. Viele werfen ihm vor, dass er sich möglicherweise bereits im Ausland gesehen hat, dafür müsste aber mehr kommen.

DENI ALAR

Das Verletzungspech ist verdaut, schon vor der Winterpause feierte der 25-Jährige sein Comeback, wenn auch unspektakulär. Trotzdem ist ein Stammplatz noch Wunschdenken, noch ist nicht absehbar, wo Alar seinen Platz finden könnte. Sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Sturm ist die Konkurrenz groß. Will er nicht zum Joker avancieren, sollte er schnell an gezeigte Leistungen anschließen.

                                        SK STURM GRAZ

DAVID SCHLOFFER

Der 22-Jährige begann die Saison unter Darko Milanic als Stammspieler im rechten Mittelfeld. Mit einem Tor und einem Assist startete er noch ganz gut, Thorsten Schick war aber mit seiner Rückkehr sofort gesetzt. Es folgten Kurzauftritte, meist auf links, wo die Konkurrenz mit dem aufstrebenden Andreas Gruber sowie dem wieder fitten Marc Andre Schmerböck derzeit bessere Karten hat.

DANIEL BEICHLER

Für ihn ging es in diesem Herbst leistungsmäßig steil bergab. Weder als hängende Spitze, noch links im Mittelfeld wusste der 26-Jährige aufzufallen. Das schlug sich extrem im von Sturm12.at durchgeführten Leserzeugnis nieder (Note: 4,32, letzter Platz). Nun haben die Grazer noch mehr Stürmer im Kader und Beichler plagte in der Vorbereitung eine Knieverletzung. Schlechte Voraussetzungen für eine Trendwende.

                                       FK AUSTRIA WIEN

HEINZ LINDNER

Der Oberösterreicher will im Sommer ablösefrei ins Ausland wechseln – das ist längst kein Geheimnis mehr. Um sich aber als brauchbare Nummer eins für einen namhaften Klub zu empfehlen, muss sich der 24-Jährige gegenüber der Herbst-Saison steigern. 64,1 Prozent gehaltene Bälle waren zu wenig. Vor dem nächsten Karriere-Schritt muss ein leistungstechnischer stehen.

PHILIPP ZULECHNER

Der Wiener soll bei den Veilchen Omer Damari ersetzen. Auch, wenn er beteuert, ein ganz anderer Spielertyp zu sein, wird er – wie jeder andere Stürmer auch – an seinen Toren gemessen. Der 24-Jährige muss beweisen, dass sein starker Herbst 2013 in Grödig mehr seinen tatsächlichen Fähigkeiten entspricht als der eher unglückliche Ausflug nach Freiburg.

                                                   SV GRÖDIG

FLORIAN HART

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde der Oberösterreicher aus Dänemark zurück nach Österreich geholt. Wirklich durchsetzen konnte er sich aber nicht. Zehn Einsätzen im Frühjahr 2014 folgten nur mehr fünf im Herbst. Zwar besitzen die Salzburger im Sommer eine Option, um den auslaufenden Vertrag zu verlängern, dass diese jedoch gezogen wird, ist angesichts seiner bescheidenen Rolle unwahrscheinlich.

TOMI

Einen einzigen Treffer konnte der Spanier bisher erzielen. Doch selbst mit dieser minimalen Ausbeute hat der 30-Jährige eine bessere Quote als die restlichen Stürmer-Kollegen im Kader. Der Abgang von Yordy Reyna hat ein riesengroßes Loch hinterlassen. Keine Frage: Der Druck auf den Schultern der Grödig-Angreifer ist groß. Tomi hat mit Abstand die meiste Erfahrung und ist gefordert.

                                                        SV RIED

THOMAS REIFELTSHAMMER

Der frühere Abwehrchef, der 2011 vom heutigen Trainer Oliver Glasner übernahm, hatte im Herbst gegenüber Harald Pichler und Bernhard Janeczek als Innenverteidiger das Nachsehen. Das genügt freilich nicht den Ansprüchen des 26-Jährigen, dem schon einmal Rapid auf den Fersen war. Reifeltshammer pirscht sich aber schön langsam wieder heran.

THOMAS MURG

Zwei Tore und ein Assist stehen nach dem Herbst zu Buche. Das ist okay, aber der 20-Jährige kann sicherlich noch viel mehr. Murg kam von der Wiener Austria und wurde als Rieder Coup gefeiert. Das Beispiel Toni Vastic zeigt, dass in Ried nicht jedes Talent aufgehen muss. Murg wird allerdings sicherlich noch genügend Zeit gegeben.

                             FC ADMIRA WACKER MÖDLING

LUKAS GROZUREK

Es war an der Zeit, Rapid zu verlassen. Glücklich wurde der 23-jährige bei den Grün-Weißen nicht mehr. Viel einfacher wird es bei Neo-Klub Admira aber nicht. Der Offensivspieler, oftmals als faul bezeichnet, steht im Fokus. Bei Rapid war er einer von vielen, bei den Südstädtern soll er eine führende Rolle übernehmen. Das Potenzial hat er. Kann er dies aber nicht abrufen, wäre der endgültige Absturz vorprogrammiert.

BENJAMIN SULIMANI

Die Admira ist im Abstiegskampf auf Tore angewiesen, doch der 26-jährige Stürmer hat nur einen Treffer zu Buche stehen. Oftmals agierte er nur als Joker, im Frühjahr wird es nicht leichter. Mit Toni Vastic wurde ein weiterer Angreifer geholt, Rene Schicker und Issiaka Ouedraogo lauern ebenfalls. Wenn Sulimani wieder zur Form finden würde, wäre der Admira mit Sicherheit geholfen.

                                  SC WIENER NEUSTADT

TOBIAS KAINZ

Der Anzug des Säumel-Nachfolgers, der dem 22-Jährigen bei seiner Ankunft im Sommer angezogen wurde, stellte sich im Herbst als zu große heraus. Nach guten vier Spielen zu Beginn fand sich der Steirer zunehmen auf der Bank wieder. Nun hat Neo-Coach Helgi Kolvidsson den ehemaligen Sturm-Kicker zum Rechtsverteidiger umgeschult. Eine neue Chance, die Kainz nutzen muss.

KRISTIJAN DOBRAS

Der 22-Jährige ist von der Veranlagung her einer jener Spieler des SCWN, die zweifellos das Zeug für einen größeren Klub haben. Mit der Gefahr des Gangs in die zweite Liga im Nacken muss sich der Offensiv-Allrounder im Frühjahr für einen Transfer empfehlen. Vier Tore und ein Assist im Herbst waren okay, es darf aber gerne noch ein bisschen mehr sein.

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