Franz Schiemer beendet seine Karriere

Aufmacherbild
 

"Es gab schon Gespräche, vielleicht kann ich nächste Woche schon etwas sagen."

Mit diesen Worten verabschiedete sich Franz Schiemer vergangenen Samstag nach dem 4:2-Sieg Salzburgs die Generali-Arena von Austria Wien.

Es war ein Abschied mit Ansage.

Denn der 28-Jährige, der um die vorzeitige Auflösung des mit Saisonende auslaufenden Vertrags bat, wird am Freitag seine Karriere beenden.

Überraschend und doch nicht

Um 13 Uhr werden dies Sportchef Ralf Rangnick und der Oberösterreicher im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Zwar kommt die Nachricht einerseits überraschend, auf der anderen Seite ganz und gar nicht.

Schließlich ist Schiemer auch als "Turban-Fränky" bekannt.

Ganze 15 Cuts zog sich der Innenverteidiger über die Jahre zu.

Vergangene Saison litt der 25-fache A-Team-Spieler zudem an einer allgemein bekannt, hartnäckigen Schambeinentzündung. 

In dieser Spielzeit kam Schiemer nur auf neun Einsätze, hatte wieder Probleme, im Celtic Park musste der 1:0-Torschütze im CL-Playoff-Hinspiel gegen Malmö das Abschlusstraining nach nur wenigen Minuten abbrechen.

Das Feld verließ er humpelnd.

Alles begann bei Ried

Seine Schmerzen waren so groß, sie ließen nicht einmal das Besuchen des legendären Celtic Parks beim historischen, ersten österreichischen Sieg (3:1) auf schottischem Boden zu.

Spätestens am Freitag wird Schiemer ausführlich zu seinen Beweggründen für den Karriere-Abschied Stellung nehmen.

Schiemer war der erste "Profi-Akademiker" der SV Ried, wechselte dann nach dem Wiederaufstieg der Innviertler 2005 zur Austria (wurde dort dank fünf Liga-Einsätzen 2006 Meister) und 2009 nach Salzburg.

Dort wurde er 2010, 2012 und 2014 Meister. Drei Mal gewann er mit den "Bullen" die Gruppenphase der Europa League.

In 253 Bundesliga-Spielen erzielte Schiemer, der stets als Vorzeige-Profi brillierte, 24 Treffer.

 

Bernhard Kastler

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen