"Gebe immer 100 Prozent"

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Der 28. Juli wird den Ried-Anhängern noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Zum einen gelang den Innviertlern mit dem 2:0-Sieg gegen Bröndby Kopenhagen nach vier Jahren ein mehr als gelungenes Comeback im Europacup, zum anderen verlängerte mit Daniel Royer ein Leistungsträger der erfolgreichen vergangenen Saison vorzeitig seinen Vertrag bis Sommer 2014.

Ein langes hin und her

Es wurde lange darüber spekuliert, ob der 21-Jährige in Ried bleibt, oder ob es ihn doch woanders hin verschlagen würde.

Der Mittelfeldspieler ist trotz Angeboten von der Austria und Salzburg nun froh, weiter für den Cupsieger aus dem Innkreis spielen zu können.

„Ich freue mich sehr. Wir haben eine sehr gute Einigung treffen können. Es ist gut, dass dieses Thema  erledigt ist. Das hat mich heute beflügelt“, meint Royer nach seiner überzeugenden Leistung gegen Bröndby.

„Habe das für die Fans gemacht“

Seine Freude über den Verbleib in Ried bewies der Schladminger nach seinem Tor gegen die Dänen eindrucksvoll, als er das Wappen der Schwarz-Grünen auf seinem Trikot küsste.

„Ich habe das für die Fans gemacht. Ich wollte ihnen zeigen, dass ich hier gern spiele. Wenn ich das Ried-Trikot überziehe, gebe ich jedes Mal 100 Prozent. Ich  habe immer gesagt, dass ich mich wohl fühle. Der Verein, die Mannschaft, das Umfeld, einfach alles taugt mir hier“, erklärt der Youngster seinen emotionalen Jubel.

Auch SVR-Manager Stefan Reiter, der den 2:0-Torschützen innig herzte, ist über die Entscheidung des ehemaligen Sturm-Spielers sichtlich zufrieden. Es steckte auch viel Arbeit dahinter: „Die Vertragsverlängerung hat sich schon länger angebahnt. Es hat viele Gespräche gegeben.“

Bessere Vertragsbedingungen

Es ist keine Überraschung und auch kein Geheimnis, dass Royer nach seinen starken Auftritten in der vergangenen Saison, die ihm unter anderem Einberufungen ins A-Nationalteam eingebracht hatten, in Zukunft mehr Geld auf sein Konto überwiesen bekommt.

Zudem wurde eine Ausstiegsklausel in den neuen Kontrakt integriert, über die jedoch Stillschweigen vereinbart wurde.

„Das ist unser Stil“

„Die Gehaltserhöhung hätte er sowieso bekommen. Das ist auch einfach unser Stil, wenn jemand so eine Entwicklung hinlegt. Er ist aus der Regionalliga gekommen und hatte praktisch einen Vertrag wie bei einem Erste-Liga-Klub. In so einem Fall bessert man sowieso automatisch auf, ohne jetzt eine Gegenleistung zu fordern. Damit setzen wir auch ein Zeichen für die gesamte Mannschaft“, erläutert Reiter die Vorgehensweise des Vereins.

Der Manager bleibt jedoch Realist und weiß, dass ein Spieler mit der Qualität eines Daniel Royer nur  schwer in Ried zu halten sein wird: „Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickeln wird. Aber die Spieler, die bei uns 15 Jahre im Verein sind, werden immer weniger. Und wir wissen, dass es sein Ziel ist, in einer europäischen Spitzenliga zu spielen. Wir werden ihn dabei auch bestmöglich unterstützen.“

„Ziel bleibt das Ausland“

Der Flügelspieler macht auch nach seiner Vertragsverlängerung keinen Hehl daraus, dass es sein großes Ziel ist, irgendwann im Ausland zu kicken. Er will sich auch über das Nationalteam dafür empfehlen.

Wenn er in dieser Saison wieder so aufzeigen kann wie in der letzten, wird ihm dieser Wunsch wohl auch bald in Erfüllung gehen.

 

Susanne Brunnmair/Bernhard Kastler

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