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Ein Auftakt im Schneetreiben

Abgesehen von den üblichen Utensilien wie Trainingsanzug und Laufschuhen waren am Dienstag-Vormittag auch Haube und Handschuhe ein Muss.

Den just an jenem Tag, an dem der SK Rapid im Wiener Prater in die Vorbereitung startete, war die Hauptstadt von Schnee bedeckt.

„Im Urlaub war es mild und heute, wo wir zu trainieren beginnen, schneit es“, lachte Peter Schöttel. Für den Trainer war das aber kein Problem, denn in erster Linie stand eine Laufeinheit auf dem Programm.

Apropos Urlaub: Erholt hat sich der Chefcoach der Hütteldorfer über die Feiertage zwar schon, aber „als Trainer hat man immer die kommende Frühjahrssaison im Kopf, deswegen ist es eigentlich nicht möglich, ganz abzuschalten“.

Der Weg und die Konsequenz

Zumal da ja auch ein Transfer über die Bühne zu bringen war. Nämlich jener von Marcel Sabitzer.

Der Steirer war zum Auftakt schon mit von der Partie, präsentierte stolz sein Trikot mit der Nummer 24 und parlierte mit den anwesenden Journalisten – wie es sich für einen SCR-Neuzugang gehört – über die Erfüllung seines Jugendtraums.

„Dieser Transfer zeigt, dass uns der eingeschlagene Weg sehr wichtig ist. Wir gehen diesen Weg konsequent, haben wieder einen sehr, sehr jungen Spieler, der aber schon etliche Bundesliga-Spiele bestritten hat, geholt“, so Schöttel.

Doch trotz des geringen Alters des Neulings hofft der Trainer auf eine möglichst kurze Eingewöhnungszeit: „Wir erwarten uns sehr viel von ihm. Offensiv ist er eine Variante mit mehreren Möglichkeiten.“

Sabitzer dazu: „Ich sehe mich am ehesten auf der Seite – ob links oder rechts ist ganz egal. Ich will mich in der Vorbereitung aufdrängen.“

Der Sportdirektor und der Senf

Den Wechsel des Youngsters von der Admira zu Rapid verfolgte einer, der bei künftigen Transfers federführend sein wird, noch aus der Entfernung – Helmut Schulte.

„Ich war immer über die Entwicklungen informiert, habe den ein oder anderen Senf dazugegeben, aber das war nur minimal“, berichtet der neue Sportdirektor.

Der Deutsche betont auch, dass er sich während seiner ersten Tage in Österreich „sehr wohl gefühlt“ habe und sich die Zusammenarbeit mit Schöttel „sehr gut“ gestalte.

Der Kontakt mit der Mannschaft sei aber erst kurz gewesen: „Das hat sich bisher auf einen fünf bis siebeneinhalbminütigen Vortrag beschränkt.“

Schöttel ist von Schulte jedenfalls angetan: „Wir haben bis jetzt drei, vier Mal miteinander gesprochen. Er hat eine sehr angenehme Art, spricht Dinge sehr konkret und klar an – das wird dem Verein gut tun.“

Die Spekulationen und die Zurückhaltung

Gut täte den Grünen auch noch die ein oder andere Verstärkung. Eine Rückkehr von Branko Boskovic steht schon seit einiger Zeit im Raum.

Schulte gibt sich diesbezüglich bedeckt: „Gute Spieler sind immer ein Thema. Da ist es nicht so wichtig, wie alt sie sind.“

Und dann war das erste Training auch schon wieder vorbei. Die Hauben und Handschuhe wurden wieder abgegeben. Aber nur bis zur nächsten Einheit.

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