"Es wäre mehr möglich gewesen"

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"Sein Marktwert hätte niedriger nicht sein können"

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Der Sportdirektor von Österreichs Meister Red Bull Salzburg, Ralf Rangnick, hat am Freitag im Zuge eines Medienrundgangs in der neuen Fußball- und Eishockeyakademie mit einer Aussage bezüglich des Transfers von Sadio Mane aufhorchen lassen.

"Niedriger als am Tag des Wechsels hätte der Marktwert des Spielers gar nicht sein können", sagte Rangnick.

Der abwanderungswillige Mane wechselte am letzten Transfertag von Salzburg zum englischen Premier-League-Club Southampton FC.

"Es wäre mehr möglich gewesen"

Zuvor war der 22-jährige Senegalese von Salzburg-Trainer Adi Hütter aus dem Kader gestrichen worden und absolvierte ein Individualtraining, nachdem er sich zwei Tage vor dem Rückspiel gegen Malmö FF im Play-off der Champions League vom Mannschaftstraining entfernt hatte.

"Wir haben ihn trotzdem um den mit Abstand höchsten Betrag (für einen Spieler), der je aus Österreich weggegangen ist, verkauft", betonte Rangnick.

Man könne sich vorstellen, "was eigentlich möglich gewesen wäre, wenn der Spieler auf dem höchsten Punkt seines Marktwertes von uns weggegangen wäre", so der Sportdirektor weiter.

Leipzig zu spät in der Entwicklung

Natürlich wolle man die Topspieler am liebsten beim Club halten: "Dafür war Leipzig aber noch ein Jahr zu spät in der Entwicklung, sonst wäre es möglich gewesen, ihn zumindest bei Red Bull zu behalten."

Bei der Besichtigung der Spielerkabinen am neuen, knapp 100.000 Quadratmeter großen Areal fiel Rangnick etwas auf: "Ich habe in der Nachwuchskabine den Strafenkatalog gesehen und habe den Passus, was es kostet, wenn ein Spieler am Abreisetag nicht erscheint, nirgends finden können", meinte Rangnick in Anlehnung an die Geschehnisse vor dem Rückspiel der Salzburger im Champions-League-Play-off gegen Malmö.

Mehr Wertschätzung in Österreich

Zudem sprach der 56-jährige Deutsche über die Ambitionen von Clubeigner Dietrich Mateschitz: "In Österreich weiß man es besser wertzuschätzen, als das teilweise in Deutschland der Fall ist."

Es stelle sich die Frage nach Mateschitz' Motiven.

"Er will den jungen Talenten die Chance geben, das Maximale aus ihren Karrieren zu machen. Das ist sein Antrieb. Nicht die Tatsache, ob er in irgendeinem Land ein paar Dosen mehr verkauft", erklärte Rangnick.

Niko Dovedan hatte in der vergangenen Transferperiode Kooperationspartner FC Liefering in Richtung LASK verlassen.

Dovedan könnte zurückkehren

"Wir wollten ihm die Chance geben, mit dem LASK in die Bundesliga aufzusteigen", meinte Rangnick.

Obwohl Dovedan der Toptorschütze des Erste-Liga-Clubs war, zeigten sich die Verantwortlichen "nicht davon überzeugt, dass er in den nächsten zwei Jahren ein Spieler für unsere erste Mannschaft wird", so Rangnick, der jedoch verriet: "Es gibt immer noch die Möglichkeit ihn durch eine Regelung zurück zu holen."

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