"Ich habe Adi Hütter ganz bewusst geholt"

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Die erste Meisterschaft als Trainer in seiner Heimat zu holen, blieb Adi Hütter verwehrt.

Das 2:2 in Altach reichte für Salzburg noch nicht, um schon am Samstag die Sektkorken ob der erfolgreichen Titelverteidigung knallen zu lassen. Nichtsdestoweniger wird es passieren.

Und sollten die Salzburger am 3. Juni im Cup-Finale erfolgreich sein, würde erstmals in der Red-Bull-Ära das Double verteidigt werden. Eigentlich sollte bei den „Bullen“ alles eitel Wonne sein.

Rangnick räumt auf

Ist es auch weitestgehend, aber in den vergangenen Wochen herrschte dennoch immer wieder Unruhe. Sportchef Ralf Rangnick kritisierte öffentlich die Gegentor-Problematik und stärkte damit nicht den Rücken seines Trainers. Dazu kamen Nachfolge-Gerüchte aus Deutschland.

Nach dem Remis in Vorarlberg räumte Rangnick, der noch vier Spiele Salzburg-Sportchef ist, damit gegenüber LAOLA1 auf: „Ich habe immer nur über Leipzig gesprochen. Wir stehen hier vor dem Double und die Namen, die im Kontext mit Leipzig genannt werden, kenne ich zum Teil gar nicht.“

In weiterer Folge stärkt der 56-Jährige auf seine Weise den Rücken seines Trainers, den er zur vergangenen Saison aus Grödig verpflichtet und in die Welt von Red Bull zurückgebracht hat.

„Für einige war es überraschend“

„Ich habe Adi Hütter ganz bewusst geholt, weil ich auch gesehen habe, welche Arbeit er vor der Haustür verrichtet. Für einige war es überraschend, dass wir Adi Hütter geholt haben, jemanden, der noch nicht so viel Erfahrung auf Bundesliga-Niveau hatte“, blickt der Deutsche zurück.

Sollten am Ende zwei Titel stehen, wäre vieles eitel Wonne: „Wir hatten eine schwierige Saison, vom gesamten Verlauf her. Sollten wir das Double holen, dann können wir sicher zufrieden sein.“

Auf die Frage, welcher Typ der Bald-Meister-Trainer Adi Hütter ist, hält Rangnick noch das fest: „Er ist ein sehr freundlicher, umgänglicher Mensch, der gegenüber den Spielern streng sein kann, wenn es notwendig ist. So wie man es eben von einem Trainer auf diesem Niveau erwarten kann.“

Klingt in Summe nach den vergangenen Wochen zumindest versöhnlich.

Bernhard Kastler

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