Grödig sorgt weiter für Ärger

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Kein Stadion! Grödigs Heimspiele erneut verschoben

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Die Bundesliga hat sich entschlossen, die kommenden beiden Heimspiele des SV Grödig zu verschieben.

Demnach findet das Nachtragsspiel gegen den SK Sturm am 11. März (18:30 Uhr) und die ursprünglich für Samstag angesetzte Partie gegen den Wolfsberger AC am 18. März (18:30 Uhr) statt.

"Die Anforderungen des Senates 5 konnten für diese beiden Spiele nicht erfüllt werden", heißt es in einer Aussendung der Bundesliga.

Wo gespielt wird, ist noch nicht klar, da dem Grödiger Stadion bekanntlich die Zulassung entzogen wurde.

Kein Stadion zur Verfügung

Die Bundesliga wird zudem ein Disziplinarverfahren, bei dem auch ein Lizenzentzug möglich ist, einleiten.

Es soll zwar nicht daran gelegen haben, dass sich die Salzburger nicht um eine alternative Spielstätte bemüht hätten, allerdings war kurzfristig keine Ausweichstation verfügbar.

Sowohl die Keine Sorgen Arena in Ried, noch das Paschinger Waldstadion oder die Linzer Gugl standen für die festgelegten Termine zur Verfügung.

Selbst die Red Bull Arena im naheliegenden Salzburg sowie das Tivoli Stadion in Innsbruck wären nicht bespielbar gewesen.

Lösung bis Montag erwartet

In dieser Hinsicht legt die Bundesliga die Grundlagen noch einmal dar. Selbst wenn in diesen zwei Stadion eine Möglichkeit bestanden hätte, wäre eine Durchführung laut Regularien nicht möglich gewesen.

"Unabhängig davon ist darauf hinzuweisen, dass gemäß des derzeit geltenden Kriteriums 7.4.1. der BL-Lizenzierungsbestimmungen ein Stadion für maximal zwei Lizenznehmer als Heim- oder Ausweichstadion für Bewerbsspiele der Bundesliga zugelassen werden darf und Stadien außerhalb des Gebietes des jeweiligen Landesverbandes, die weit mehr als 100 km vom Vereinssitz entfernt sind, nicht als Ausweichstadion zugelassen werden dürfen. Die Möglichkeit eines Platztausches ist gem. § 4 Abs. 4 BL-Spielbetriebsrichtlinien nicht gestattet."

Aufgehoben ist aber bekanntlich nicht aufgeschoben. Denn aufgrund der Verschiebungen bleibt das Problem des Stadions, da das eigene weiterhin gesperrt bleibt.

Somit wurde Grödig vom Senat 5 (Lizenzausschuss) aufgefordert, ein Ausweichstadion ab der 23. Runde zu präsentieren. Die diesbezügliche Frist endet am Montag.

Bundesliga um Änderung bemüht

Selbst die Liga sucht die Schuld aber nicht alleine bei den Grödigern, sondern strebt Veränderungen in Bezug auf die Regularien an.

"Dieser Präzedenzfall zeigt auf, dass die Bestimmungen über Ausweichstadien angepasst werden müssen, um den Handlungsspielraum für die Zulassung eines Ausweichstadions insbesondere in Bezug auf die Entfernung zu erweitern. Dies erscheint auch in Hinblick auf die ständig steigenden infrastrukturellen Anforderungen sinnvoll. Der Vorstand der Bundesliga wird bei der nächsten Bundesliga-Hauptversammlung eine solche Bestimmungsänderung beantragen, um die Wettbewerbssicherheit künftig besser gewährleisten zu können", wird Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer zitiert.

In Zukunft wird man Manager Christian Haas und Co. aber nicht mehr entgegenkommen können.

"Es ist aber auch ganz klar festzuhalten, dass in diesem Zusammenhang keine weiteren Spielverschiebungen wegen fehlender Verfügbarkeit eines Stadions vorgenommen werden."

Von Verwarnung bis hin zum Lizenzentzug

Für Spannung wird das eingeleitete Disziplinar-Verfahren sorgen, da Konsequenzen unumgänglich erscheinen.

Die möglichen Sanktionen reichen laut Bundesliga-Lizenzierungsbestimmungen u.a. von einer Verwarnung über eine Aberkennung von Punkten und einer Geldstrafe (bis zu 500.000 Euro) bis hin zum Lizenzentzug.

Ruhe wird beim aktuellen Tabellenachten vorerst keine einkehren. Zu allererst muss der Spielbetrieb für die kommenden Runden garantiert werden.

Dann wird die Bundesliga über die weiteren Folgen entscheiden.

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