Sabitzer geht, Dibon bleibt

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Red Bull angelt sich Sabitzer, Dibon nun fix bei Rapid

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Die große Überraschung ist es nicht mehr.

Trotzdem kann die Transfer-Posse um Marcel Sabitzer nun endgültig ad acta gelegt werden.

Denn der Wechsel des ÖFB-Teamspielers vom SK Rapid Wien zu Red Bull ist nun offiziell.

Der 20-Jährige verlässt die Hütteldorfer nach eineinhalb Jahren und heuert bei RB Leipzig an, von wo aus er postwendend an Meister Salzburg verliehen wird.

Im Gegenzug bekommt Christopher Dibon die langersehnte Freigabe für einen fixen Wechsel nach Wien.

"Können Abgang von Sabitzer nicht verhindern"

"Aufgrund der allgemein bekannten Vertragssituation können wir den Abgang von Marcel Sabitzer nicht verhindern und ist es auch sein ausdrücklicher Wunsch, zu wechseln", heißt es in einer ersten Stellungnahme von Rapids Sportdirektor Andreas Müller.

Schließlich waren dem abgebenden Verein aufgrund der Auslands-Transferklausel die Hände gebunden, zudem die Transferrechte zu einem großen Anteil im Besitz der Stars-&-Friends-Spielerberater-Agentur.

Sabitzer, dem in 57 Pflichtspielen für die Grün-Weißen zwölf Tore und zehn Assists gelangen, erhält bei seinem neuen Arbeitgeber einen Vertrag bis 2018.

Der Leihvertrag mit Salzburg ist für ein Jahr festgeschrieben. Somit soll der Offensivspieler fixer Bestandteil jener Elf sein, welche die Qualifikation für die Champions League in Angriff nimmt.

Im Lager von Red Bull zeigt man sich über den gelungenen Coup zufrieden.

"Sabitzer einer der interessantesten, jungen Fußballer"

Allen voran Sportdirektor Ralf Rangnick, der nicht von seiner Linie, österreichische Top-Talente anzulocken, abweicht.

"Marcel Sabitzer hat das letzte Jahr bei Rapid Wien eine enorme Entwicklung genommen. Er war ein wichtiger Leistungsträger der Mannschaft und bringt eine gute Mischung aus Technik, Dynamik und Grundaggressivität mit."

Der erfahrene Deutsche überhäuft den Neuzugang sogar mit Vorschusslorbeeren.

"Aus meiner Sicht ist Marcel in Österreich einer der interessantesten jungen Fußballer, der sich mit seinen 20 Jahren bei uns weiter positiv entwickeln kann."

Dibons Wunsch erfüllt sich

Nicht unwesentliche Auswirkungen hat der Abgang von Sabitzer auf die Zukunft von Dibon.

Immer wieder betonte der Innenverteidiger, dass er nach einem Jahr auf Leihbasis fix zu Rapid wechseln möchte.

Nun wurde sein Wunsch erfüllt. Der 23-Jährige unterschreibt einen Dreijahresvertrag bis zum Ende der Saison 2016/17.

Über die genauen Ablösemodalitäten beider Transfers wurde zwischen den Klubs Stillschweigen vereinbart.

Rapid setzt in Zukunft auf Dibon

In den Zukunftsplanungen Rapids spielt der Neuzugang eine wichtige Rolle.

"Er ist auf und abseits des Platzes zu einem absoluten Führungsspieler gereift und ist aufgrund seiner sportlichen und menschlichen Qualitäten ein ganz wichtiger Protagonist unserer zukünftigen Mannschaft", meint Müller.

Große Veränderungen stehen nicht ins Haus, schließlich absolvierte Dibon im vergangenen Jahr trotz Verletzungen bereits 37 Pflichtspiele für die Grün-Weißen.

Erleichterung bei Dibon

Dibon ist erleichtert, dass die Entscheidung nach langem Tauziehen zu seinen Gunsten ausgefallen ist.

"Ich habe mich in den letzten Monaten nicht umsonst sehr deutlich positioniert, dass ich unbedingt Teil dieser aufstrebenden Mannschaft bleiben will. Umso glücklicher bin ich, dass es nun doch zu einer Einigung der Klubs kam."

Bei den Fans im Hanappi-Stadion hat der ehemalige Admiraner längst Anklang gefunden, mit folgender Aussage wird er seine Aktie jedoch wohl weiter steigern lassen:

"Ich bin überzeugt, dass wir auch kommende Saison eine starke Mannschaft stellen werden und möchte mit Rapid und seiner großen Anhängerschaft schon bald auch einen Titel feiern."

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