Wr. Neustadt? "Da gibt es gar keine Gesprächsbasis"

Aufmacherbild
 

Nicht zum ersten Mal in seiner mittlerweile 14-jährigen Profi-Karriere muss Ferdinand Feldhofer Rückschläge hinnehmen.

Verletzungen, wie aktuell ein Muskelfaserriss, pflasterten seinen Weg. Vor allem in der jüngeren Vergangenheit.

Zudem kämpft er jedes Jahr verbissen darum, sich wieder zum Stammspieler zu mausern. Doch es will einfach nicht klappen.

Unter Neo-Trainer Peter Hyballa wartet der 32-jährige Steirer weiterhin auf seine erste Bewährungsprobe. An einen Tapetenwechsel denkt er trotzdem nicht.

„Ich bleibe bei Sturm“

„Ich kann definitiv bestätigen, dass ich bei Sturm bleibe“, hegt Feldhofer im Gespräch mit LAOLA1 keinerlei Abschiedsgedanken.

Sein Vertrag bei den „Blackies“ läuft noch bis Sommer 2013. Dadurch, dass neue Konkurrenz für seine Position geholt wurde, veränderte sich jedoch die Ausgangslage.

Die Neuzugänge Michael Madl und Nikola Vujadinovic genossen trotz anfänglicher Abstimmungsschwierigkeiten das Vertrauen, Feldhofer rückte einmal mehr ins zweite Glied.

„Wenn der Trainer glaubt, er muss noch zwei Innenverteidiger holen, dann ist das sein gutes Recht. Neue Spieler haben halt immer einen Bonus“, bewertet der Defensivspieler die aktuelle Situation trocken.

Feldhofer will sich durchbeißen

Stammkraft war er zuletzt in der Saison 2008/09, als Feldhofer in 31 Bundesliga-Partien auf dem Platz stand. Während es in den zwei darauffolgenden Spielzeiten noch zu 18 Einsätzen reichte, waren es 2011/12 gerade noch 15.

Die Entscheidung des Trainers, auf die zwei Neuzugänge zu setzen, musste er akzeptieren. Eine Begründung dafür gab es jedoch nicht.

„Der Trainer hat einfach in den ersten Spielen nicht auf mich gesetzt und andere Spieler bevorzugt.“

Trotz allem sieht der 13-fache ÖFB-Teamspieler keinen Grund aufzugeben. Er will um seine Chance kämpfen, koste es, was es wolle.

„Es hat schon schlechter ausgeschaut“

„Ich werde gut trainieren und meine Chance kriegen. Es hat schon schlechter ausgeschaut“, verweist Feldhofer auf aussichtslosere Zeiten in seiner Laufbahn.

Erst kürzlich wurde der Routinier mit einem Wechsel nach Wiener Neustadt, wo noch ein Innenverteidiger gesucht wird, in Verbindung gebracht.

Doch Feldhofer dementiert. „Da gibt es gar keine Gesprächsbasis oder ähnliches.“

Das Hauptaugenmerk liegt vorerst einmal darauf, wieder fit zu werden. Schließlich ist er mit einem Muskelfaserriss zum Zuschauen verdammt.

Verletzung nur halb so schlimm

„Die Verletzung ist jetzt natürlich auch nicht gerade förderlich“, geht Feldhofer noch einmal auf seine Reservistenrolle ein.

„Ich glaube, wenn ich jetzt nicht verletzt gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich schon gespielt.“

Was im ersten Moment auf eine Achillessehnenverletzung hindeutete, stellte sich schlussendlich „nur“ als Muskelverletzung heraus.

„Das wäre wirklich eine lange Verletzung gewesen, da habe ich Glück gehabt. Jetzt schaut es so aus, als ob ich nächste Woche schon wieder einsatzbereit wäre.“

„Von Hyballas Linie ist sehr viel zu erkennen“

Während er den Schlager gegen Rapid an seiner ehemaligen Wirkungsstätte noch verpasst, nimmt er vor dem Duell mit der Admira den Konkurrenzkampf wieder auf.

Mit den bisherigen Leistungen seines Teams kann Feldhofer nur teilweise zufrieden sein.

„Da war viel Positives dabei, Vieles hat aber natürlich noch nicht gepasst. Aber wir haben einen neuen Trainer. Sturm ist gerade in einem Umbau, das wird sicher noch eine Zeit brauchen.“

Eines steht für ihn aber fest: „Von Hyballas Linie ist schon sehr viel zu erkennen, aber natürlich gibt es noch Abstimmungsprobleme. Wir werden schon noch viel arbeiten müssen, dann bin ich eigentlich recht zuversichtlich.“

Wenn er in dieser Hinsicht nur halb so zuversichtlich ist, wie in jener, dass er seine Chancen bekommen wird, scheint für Sturm in dieser Saison noch viel möglich zu sein.


Alexander Karper

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen