"Dann bringen mir meine Tore auch nichts"

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Wien – Er ist Mattersburgs Lebensversicherung.

Dank seiner Treffer schafften die Burgenländer letzte Saison den Klassenerhalt.

Nicht nur einmal rettete er der Mannschaft von Franz Lederer einen Punkt oder gar einen Sieg.

Die Rede ist von Patrick Bürger.

Beachtliche 14 Mal trug sich der Stürmer in der vergangenen Meisterschaft in die Torschützenliste ein – damit erzielte der in Oberwart geborene Fußballer fast die Hälfte aller SVM-Tore (29).

Wie wichtig seine Torjäger-Qualitäten sind, unterstreicht die Tabelle.

Bürgers Treffer in der Saison 2010/11:

Neun Mal erzielte er also entscheidende Treffer, die ausschlagebend für das Endresultat waren. Hätte Bürger diese nicht erzielt, hätte der SVM schlussendlich 13 Punkte weniger am Konto gehabt.

„Dann bringen mir meine Treffer auch nichts“

Seinen Torriecher konnte der kopfballstarke Goalgetter auch heuer schon unter Beweis stellen – und das vier Mal. So richtig glücklich wirkt der 24-Jährige in diesen Tagen aber nicht. Kein Wunder, warten die Mattersburger doch als einziger Bundesligist noch auf einen vollen Erfolg in Österreichs höchster Spielklasse.

„Das ich meine Tore mache, ist für mich persönlich natürlich schön, aber wenn wir am Ende dennoch keine Punkte holen, bringen mir meine Treffer auch nichts“, erklärt Bürger im Gespräch mit LAOLA1.

Hartberg viel zu verdanken

Ausgezahlt hat sich für den Angreifer hingegen sein Engagement beim TSV Hartberg von 2008 bis 2010. In 55 Spielen in der Ersten Liga brachte es Bürger auf 28 Tore.

„Dieser Schritt hat mir sehr geholfen, weil ich damals bei Mattersburg kaum gespielt habe. In Hartberg wurde ich dann neu aufgebaut, habe viele Matches bestritten und bin insgesamt sehr gereift. Ich denke, ich bin durch meine Zeit in Hartberg vor allem im spielerischen Bereich stärker geworden.“

Ziel heißt Ausland

Seine Stärken möchte der ehemalige U20-Teamspieler irgendwann einmal im Ausland ausspielen. Eilig hat er es damit allerdings nicht.

„Ich will weiter in Mattersburg meinen Weg gehen, aber sollte sich in Zukunft eine Chance ergeben, ins Ausland zu wechseln, will ich diese auf jeden Fall nützen.“

Über sein Wunschziel ist er sich bereits im Klaren: „Deutschland würde mich reizen.“ Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Lederer prophezeit rosige Zukunft

Auch Lederer prophezeit seinem Schützling eine erfolgreiche Zukunft. „Das Zeug hat er allemal. Der Bursche hat noch sehr viel Potenzial, um sich weiter zu entwickeln. Ich vergönne es ihm, wenn er seinen Weg geht.“

Angst, dass Bürger wenn er weiterhin Tore wie am Fließband erzielt, bereits im Winter das Weiter sucht, hat der SVM-Coach nicht.

„Patrick ist ein vernünftiger Spieler. Er wird einen durchdachten Weg einschlagen“, so der 47-Jährige.

Aus Sicht der Burgenländer ist zu hoffen, dass ihn dieser Weg noch lange in Mattersburg hält…

Martin Wechtl

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