Beric' Manager: "Sehr viel Interesse aus ganz Europa"

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Es wird immer heißer!

Nicht nur aufgrund des Temperatur-Hochs in Österreich, sondern auch aufgrund der hitzigen Transfergerüchte rund um Robert Beric.

Dass sich der 24-jährige Rapid-Stürmer vergangene Saison mit 27 Saisontoren in eine aussichtsreiche Position für einen Transfer in eine Top-Liga gebracht hat, ist längst kein Geheimnis mehr.

In unregelmäßigen Abständen wird das Thema immer wieder aufgewärmt. Vor allem das angebliche 5,4-Millionen-Euro-Angebot des englischen Championship-Klubs Reading setzte neue Maßstäbe und würde einen neuen Rekord in der Vereinsgeschichte bedeuten.

„Sehr viel Interesse, aus vielen Teilen Europas“

LAOLA1 fragte bei Beric‘ slowenischem Berater Amir Ruznic nach, der laut eigenen Angaben derzeit einiges zu tun hat.

„Ich weiß genau, auf was sie hinaus wollen. Das einzige, was ich Ihnen sagen kann ist, dass sehr, sehr viel Interesse an ihm besteht, aus vielen Teilen Europas“, stellt dieser mit einem Lächeln klar.

Reading soll schon vor dem Transfer des Torgaranten von Sturm zu Rapid Interesse bekundet haben und nun die Bestrebungen intensivieren.

Rapids Sportdirektor Andreas Müller verriet im „Kurier“: "Ich hab' schon zwei Angebote von Reading abgelehnt. Aber sie lassen nicht locker.“

England, Deutschland oder Italien?

Ruznic gibt sich in dieser Hinsicht zurückhaltender und will nicht näher auf den Fortschritt der Verhandlungen eingehen.

„Ich kann nicht konkret über Namen der Klubs reden. Die Gespräche mit einigen Klubs sind konkret, andere nicht. Wir müssen schauen, was in den nächsten Tagen passiert.“

Irgendwie klingt durch, dass Reading nicht der Weisheit letzter Schluss sein würde. Schließlich ist fraglich, ob sich Beric nur des Geldes wegen auf einen Zweitligisten einlässt, der den Europacup nur aus dem Fernsehen kennt.

Nicht umsonst  weitet Beric‘ Manager das Feld der Interessenten aus: Aus England gibt es durchaus Anfragen, aber auch deutsche und italienische Klubs sind im Gespräch.

Namen wie Schalke, Hertha, Bremen oder Hannover schwirren herum. Der „kicker“ berichtete schon vor längerem, dass Ruznic den Spieler selbst per SMS angeboten haben soll.

Readings Hartnäckigkeit überrascht

Einige Mitbieter sollen laut Sportdirektor Müller schon wieder aus dem Rennen um den Angreifer ausgestiegen sein, weil Rapid erst ab einer gewissen Ablösesumme über einen Verkauf nachdenkt.

Bei den im ersten Anlauf von Reading gebotenen 3,5 Millionen Euro blockten die Hütteldorfer ab, für die Grün-Weißen war der Fall eigentlich schon abgeschlossen.

"Nach einer Stunde war eigentlich alles erledigt, weil sie bei unseren Forderungen den Kopf geschüttelt haben", so Müller nach der ersten direkten Verhandlungsrunde.

Das Comeback des englischen Zweitligisten mit einem 1,9 Millionen höher dotierten Angebot überraschte selbst den erfahrenen sportlichen Leiter.

„Einige Angebote kann man einfach nicht ablehnen“

Die Vorgehensweise im Fall Beric soll zwischen seinem Berater und Rapid abgesprochen sein. Zumindest verrät Ruznic:

„Rapid hat uns klipp und klar gesagt, dass der Spieler nicht zum Verkauf steht, außer es kommt wirklich ein großes, unmoralisches Angebot. Es hat da eine ganz klare Ansage von Andreas Müller und Stefan Ebner an mich gegeben. Sie wollen den Spieler nicht verkaufen.“

Durch das Preistreiben der vergangenen Wochen sind aber selbst die Hütteldorfer an einem Punkt angekommen, wo der sportliche und der wirtschaftliche Faktor abgewogen werden muss.

„Natürlich ist es im Fußball so, dass Angebote kommen, die man einfach nicht ablehnen kann und an den Spieler denken muss. Mal sehen, was noch kommt, aber im Moment kann ich nicht mehr sagen“, setzt der Berater des Slowenen, der weiß, dass Rapid keine leichte Entscheidung bevorsteht, fort.

Entscheidung liegt bei Rapid

Zumindest hat der Vizemeister alles selbst in der Hand. Beric besitzt noch einen Vertrag bis 2018 und ein Angebot zur Vertragsverlängerung um ein Jahr mit derart erhöhten Bezügen, dass Rapid an die Schmerzgrenze gehen würde.

Ohne die Freigabe des Vereins, findet kein Transfer statt. Abzuwägen ist jedoch das Wohl des Spielers, wie Müller bestätigt. „Ich hätte kein Problem, auch das abzulehnen. Aber es geht jetzt auch darum, ob Beric noch voll bei der Sache wäre, er hat ein Millionenangebot. Es bringt nichts, einen unglücklichen Stürmer festzuhalten. Wenn die 5,4 Millionen wirklich da sind, müssen wir das mit Robert klären.“

Ruznic sitzt auf Nadeln und wartet auf das „Go“. Die Zeichen stehen auf Abschied. Ob Beric wirklich weg will, möchte er aber nicht bewerten.

„Im Fußball ist das schwer zu sagen, ob er bleiben oder gehen will. Alles kann passieren.“ Auf einen immer heißer werdenden Sommer hat sich Rapid längst eingestellt.


Alexander Karper

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