Admira oder Rapid? Bajramis Zukunft noch ungewiss

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Zeit, Entscheidungen zu treffen.

Die Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu, und noch weiß Eldis Bajrami nicht, bei welchem Verein, geschweige denn in welcher Liga er kommende Spielzeit auflaufen wird.

Bei der abstiegsgefährdeten Admira zählt der 22-jährige Offensivspieler mit 25 Einsätzen und drei Toren zu den Leistungsträgern.

Noch gehört der Leihspieler allerdings Rapid, auch wenn sich von grün-weißer Seite vorerst keiner gemeldet hat. Die Südstädter besitzen immerhin eine Kaufoption.

„Das steht noch in den Sternen“

Knapp ein Monat vor Saisonende ist für den ehemaligen vierfachen U21-Teamspieler Mazedoniens unklar, in welche Richtung es geht.

„Das weiß ich nicht, das steht noch in den Sternen. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Die Admira will mich unbedingt halten. Das schaut zurzeit gut aus“, bringt Bajrami im LAOLA1-Interview Licht ins Dunkel.

Großes Thema war die Personalie scheinbar noch nicht. Konkrete Gespräche waren bisher Fehlanzeige, nur ansatzweise wurde angedeutet, dass die Option gezogen werden soll.

Doch selbst dem bei Rapid ausgebildeten Mittelfeldspieler scheint ein bisschen der Durchblick zu fehlen. Zusammen mit seinem Manager und den beteiligten Vereinen soll eine zufriedenstellende Lösung herausschauen.

Rapid hat Bajrami (noch) nicht am Zettel

Geht es nach Bajrami, ist eine Tendenz klar und deutlich zu vernehmen. Alles deutet auf eine weitere gemeinsame Zukunft bei den Niederösterreichern hin.

„Es ist für mich bei jenem Verein besser, wo ich meine Spiele mache und mich zeigen kann.“ Das ist bei der Admira anfangs ganz gut geglückt.

Nach starkem Einstand passte sich aber auch der starke Techniker immer mehr dem Niveau der Südstädter an. Die Chance, sich für eine Rückkehr zu Rapid aufzudrängen, schätzt der Dribblanski aufgrund seiner Station bei einem Liga-Nachzügler prinzipiell nicht als aussichtslos ein.

Trotzdem scheint in Rapids Personalpolitik aufgrund der Verpflichtungen von Tomi, Philipp Huspek und Stefan Nutz kein Platz mehr für einen Rückkehrer zu sein.

„Ich denke gar nicht an die Erste Liga

Ein möglicher Abstieg könnte den Poker um den Youngster noch einmal in andere Bahnen lenken.

„Aber ich denke gar nicht an die Erste Liga, weil wir es schaffen werden. Ich habe mir nicht viele Gedanken darüber gemacht, abzusteigen“, gesteht Bajrami.

Die volle Konzentration gilt nun den letzten sechs Runden, wo es im Fernduell mit Wiener Neustadt nicht nur um Admiras Klassenerhalt, sondern auch seine Zukunft geht.

Nach dem 1:1 bei Rapid und dem 4:4 der Neustädter gegen Sturm liegen die beiden Teams gleichauf, nur das bessere Torverhältnis spricht für die Maria Enzersdorfer.

Abstiegskampf setzt Emotionen frei

„Wenn du mit einem 1:1 bei Rapid in die Kabine gehst, bist du einerseits mit dem Punkt zufrieden. Andererseits nicht, weil du vom 4:4 Wiener Neustadts hörst. Wir können mit dem Punkt aber gut leben“, verdeutlicht Bajrami die Situation im Tabellenkeller.

Nach einer desaströsen ersten Halbzeit schwante der Admira im Ernst-Happel-Stadion schon Böses, ehe doch noch glücklich der Punktgewinn gelang.

„Die erste Halbzeit war es ein Wahnsinn. Da läufst du hin, her und berührst keinen Ball. Gerade für mich als Offensivspieler ist das richtig schwer ohne Ballkontakt. Da muss man über den Kampf ins Spiel kommen.“

Auch wenn der Ausgleich Benjamin Sulimanis aus Abseitsposition fiel, setzte das wichtige Remis und die Prolongierung der Serie gegen Rapid Emotionen frei.

Bajramis Zukunft hängt davon ab

„In unserer Situation zählt jeder Punkt. Ich habe gehört, dass er ein bisschen im Abseits war, aber das ist uns so egal“, gibt Bajrami ehrlich zu.

Die kommenden Runden will er „richtig gut überstehen“, um spätestens am 16. Mai im direkten Duell mit Wiener Neustadt eine Vorentscheidung zu erzwingen.

Die Unentschieden der beiden Schlusslichter gegen die Platz-2-Anwärter Rapid und Sturm haben einmal mehr gezeigt, was alles möglich ist. „In der Liga schlägt jeder jeden – nur RB Salzburg ist ein Schmankerl.“

Finanziell sind bei der Admira so oder so keine großen Sprünge möglich. Es bleibt somit abzuwarten, bei welchem Verein, geschweige denn in welcher Liga Bajrami kommende Spielzeit auflaufen wird.


Alexander Karper

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