Leitner soll Lindner beerben

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Bei strahlendem Sonnenschein wickelte die Wiener Austria am Montag-Vormittag ihr Training in der Türkei ab.

Abgesehen vom angeschlagenen James Holland und Lukas Rotpuller, der das Training nicht in vollem Umfang mitmachen konnte, waren alle Kaderspieler mit von der Partie.

Auch AG-Vorstand Markus Kraetschmer und Neo-Sportdirektor Franz Wohlfahrt genossen die Sonnenstrahlen und das engagierte Auftreten der Kicker.

Lindners spanischer Traum

Ein entspannter Vormittag also. Doch hinter den Kulissen bahnt sich ein Wechsel an. Heinz Lindner soll unmittelbar vor einem Transfer nach Spanien zum FC Cordoba stehen.

Der Tabellen-14. aus La Liga benötigt einen Tormann. Die aktuelle Nummer eins, Juan Carlos, wird den Klub aller Voraussicht nach im Sommer ablösefrei verlassen, es soll keinerlei Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben. Die Nummer zwei, Mikel Saizar, wird sich dieser Tage offenbar Osasuna anschließen.

Dass Lindners Traum-Destination immer schon Spanien war, hat der Oberösterreicher nie verheimlicht. Dass er nicht über den Sommer hinaus bei den Veilchen bleiben will, ist mittlerweile auch klar. Eine vom FAK gesetzte Deadline zur Vertragsverlängerung ließ der 24-Jährige dieser Tage verstreichen.

Keine Dementis

Das Credo der Austria besagt: Kommentiere keine Gerüchte, solange es nicht fix ist. Deswegen war von den Verantwortlichen Kraetschmer und Wohlfahrt am Montag auch kein Kommentar zu vernehmen.

Nachdem aber auch keine Dementis abgegeben wurden, darf man davon ausgehen, dass der Wechsel in Kürze über die Bühne gehen wird. Wenngleich noch kein vorzeitiger Rückflug für Lindner, der das Thema auch nicht kommentieren will, gebucht ist.

Leitner in der Pole Position

Weil der Abgang Lindner vielleicht zum aktuellen Zeitpunkt, aber nicht grundsätzlich überraschend ist, hat sich die Austria bereits auf die Zeit nach ihrer aktuellen Nummer eins vorbereitet.

„Wir haben zwar zwei junge, sehr talentierte Torhüter, wenn der Einsertormann geht, brauchen wir aber einen neuen Tormann“, sagt Trainer Gerald Baumgartner.

In der Pole Position steht LAOLA1-Informationen zufolge Andreas Leitner, der bei der Admira im Herbst wegen einer verweigerten Vertragsverlängerung in Ungnade gefallen ist. Der 20-Jährige steht bei den Südstädtern noch bis Sommer unter Vertrag, spielt in den Plänen seines aktuellen Arbeitgebers aber keine Rolle mehr.

„Er hat sich bei der Admira sehr gut entwickelt, ist ein sehr guter, junger Tormann. Er ist ein interessanter Mann“, so Baumgartner.

Es soll ein Konkurrenzkampf werden

Leitner würde perfekt ins Anforderungsprofil der Veilchen passen. Mit Osman Hadzikic (18) und Tino Casali (19) hat die Austria zwei überaus talentierte Goalies in ihren Reihen.

Ein Lindner-Nachfolger soll demnach nicht so übermächtig sein, dass diese beiden auf die kommenden Jahre hinweg keine Chance auf das Einserleiberl sehen. Vielmehr soll ein Mann kommen, der zwar sofort helfen kann, spätestens im Sommer will die Austria aber einen echten Konkurrenzkampf im Tor.

Harald Prantl

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