Tajouri: "Mein Ziel ist die ÖFB-U21"

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Im Herbst 2013 noch in der Regionalliga Ost bei den Jung-Veilchen, im Frühjahr 2014 in der Ersten Liga beim SCR Altach, im Herbst 2014 mit dem Aufsteiger in der Bundesliga – für Ismael Tajouri ist es in den vergangenen Monaten bergauf gegangen.

Seit der 20-Jährige vor einem Jahr von der Austria ins Ländle verliehen wurde, stellte er unter Beweis, dass er im österreichischen Profi-Fußball Fuß fassen kann.

"Ich habe mich sehr gut entwickelt"

Dass es bei den Violetten, die ihn seit Sommer 2004 ausgebildet haben, nicht mit dem Sprung zu den Profis geklappt hat, nimmt der Offensivspieler dementsprechend gelassen: „Die Austria ist einer der größten Vereine des Landes, da ist es schwierig, als junger Spieler von den Amateuren eine Chance zu bekommen. Für einen Jungen ist es am besten, sich verleihen zu lassen.“

„Isi“ spricht aus guter Erfahrung: „Ich habe mich sehr gut entwickelt, seit ich in Altach bin. Es war auf jeden Fall der richtige Schritt für meine Karriere.“

"Noch nicht ganz das, was ich mir vorstelle"

Vier Tore und fünf Assists im Frühjahr in der Ersten Liga, drei Tore und zwei Assists im Herbst in der Bundesliga – Tajouri ist zwar keine unumstrittene Stammkraft, kommt aber regelmäßig zum Einsatz, immer wieder auch in der Startelf.

„Die Statistik ist zwar gut, aber noch nicht ganz das, was ich mir vorstelle“, ist der Youngster dennoch nicht ganz zufrieden. Grundsätzlich müsse er sich sowieso noch „in allen Bereichen verbessern“.

"Ich brauche das"

Dass Altach-Coach Damir Canadi der richtige Mann ist, um seine Entwicklung voran zu treiben, daran zweifelt Tajouri nicht: „Er ist ein sehr guter Trainer, der für den Fußball lebt. Bei ihm ziehen alle mit. Er kann schon hin und wieder laut werden. Aber ich bin ein Spieler, der das braucht.“

Wo ihn der Trainer dann letztendlich aufstelle, sei ihm egal: „Ich kann in der Offensive überall spielen – ob links, rechts, Zehner oder Stürmer, ich fühle mich überall wohl.“

"Von der Austria hat sich noch keiner gemeldet"

Wie seine Zukunft aussieht, weiß der Dribblanski noch nicht. Im Sommer hat die Austria die erste Option, seinen auslaufenden Vertrag um zwei Jahre zu verlängern. Entscheiden sich die Violetten dagegen, hat wiederum Altach die Option darauf, Tajouri fix unter Vertrag zu nehmen.

„Keine Ahnung wie es ab dem Sommer weitergeht. Derzeit ist mir das aber auch gar nicht so wichtig, ich denke noch nicht darüber nach. Was zählt, ist das Frühjahr in Altach“, winkt er ab, wenn die Sprache auf seine Zukunft kommt. Nachsatz: „Von der Austria hat sich bei mir noch keiner gemeldet.“

"Hoffentlich bekomme ich endlich die Staatsbürgerschaft"

Und auch seine Staatsbürgerschaft ist noch ein offenes Thema. Aktuell hat „Isi“ einen libyschen Reisepass. Sogar in der U20-Nationalmannschaft seines Heimatlandes war er schon dabei: „Ein Trainingslager in Tunesien. Das war eine interessante Erfahrung.“

Tajouri hofft allerdings, schon bald Österreicher zu sein: „Ich lebe schon seit über zehn Jahren hier. Hoffentlich bekomme ich endlich die Staatsbürgerschaft.“ Gut möglich, dass es schon im Frühjahr soweit ist.

Den 20-Jährigen würde das auf jeden Fall überglücklich machen: „Ich will für das U21-Nationalteam des ÖFB spielen. Für dieses Ziel werde ich alles geben.“

Harald Prantl

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