Nicht aussortiert, aber nicht dabei

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Es ist die Causa Andreas Leitner, die die Admira vor dem Gastspiel bei der Austria (Sa., 18:30 Uhr) beschäftigt.

Fakt ist, dass der 20-Jährige in Wien-Favoriten erstmals seit der ersten Runde, als Manuel Kuttin im Einsatz war, nicht das Tor der Südstädter hüten wird.

Siebenhandl spielt

Fakt ist auch, dass Jörg Siebenhandl sein Bundesliga-Comeback feiern wird. Zu Beginn der Länderspielpause, am 11. November, wurde der seit seinem Abgang aus Wiener Neustadt arbeitslose Keeper verpflichtet.

"Zum Thema wurde die Verpflichtung, da eine Vertragsverlängerung mit dem Admira-Tormann Andreas Leitner nach wie vor aussteht bzw. sich dieser noch nicht für eine weitere Bindung an Admira entschieden hat. Admira musste daher in der Tormannfrage, im Sinne der sportlichen Kontinuität, handeln, um ein mögliches Risiko zu vermeiden", erklärte die Admira damals in einer Presseaussendung.

"Jörg ist die Nummer eins"

Mit dem Ende der ersten Länderspielpause, als Leitner von der U21 zurückkam, wurde dann klar, dass der Tormannwechsel sofort vollzogen werden würde.

"Wir werden nicht auf jemanden setzen, der nicht mehr für uns spielen will - Jörg ist ab sofort die Nummer eins", wird Trainer Oliver Lederer in der "Krone" zitiert. Dort ist auch zu lesen, dass Leitner auch nicht auf der Ersatzbank sitzen würde.

Wer 1 und 1 zusammenzählt, kommt zu dem logischen Schluss, dass Leitner wegen seiner Weigerung, einen neuen Vertrag zu unterschreiben, aussortiert wurde.

Das Statement

Die Admira sieht das aber anders. Am (heutigen) Samstag gibt der Verein folgendes Statement ab:

"Ein junger Spieler aus der eigenen Akademie wird beim Ausbildungsverein FC Admira Wacker Mödling mit der bedeutendesten Akademie im österreichischen Fußball immer einen Bonusstatus haben. Dennoch können und wollen wir im Sinne des Vereines und der sportlichen Kontinuität keinerlei Risiko bei der Mannschaftsplanung eingehen. Wir respektieren die Entscheidung von Andreas Leitner sich nicht vor Winter über die Verlängerung seines Vertrages zu entscheiden, haben jedoch intern immer "mit offenen Karten gespielt" und auch deutlich dargelegt, dass wir diese wichtige Position frühzeitig und langfristig besetzen werden und auch müssen.

Klarerweise wird der Verein verstärkt und in erster Linie auf Spieler setzen, die langfristig an den Verein gebunden sind. Die Tatsache, dass Andreas Leitner beim Spiel gegen den FK Austria Wien nicht im Kader steht ist eine Momentaufnahme und bedeutet nicht, dass dies auch für die nächsten Spiele gilt.

Von einer "Aussortierung" - wie manche Medien meinen - kann somit überhaupt keine Rede sein. Wir werden mit der vorherrschenden Situation professionell umgehen und selbstverständlich ist Andreas Leitner bis zu seinem Vertragsende Teil der Kampfmannschaft von Admira."

Zusammengefasst: Die Admira setzt nicht mehr auf Leitner, hat ihn aber auch nicht aussortiert.

Das letzte Wort ist gewiss noch nicht gesprochen...

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