Das Ausland muss noch warten

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Dibon lässt sich nicht verrückt machen

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Christopher Dibon hat im vergangenen Jahr den Durchbruch geschafft.

Einer tollen Saison in der Ersten Liga mitsamt Aufstieg folgte eine starke Hinrunde mit der Admira in der Bundesliga.

Zudem ist der 21-jährige Innenverteidiger auch schon einmal zu Teamehren und dabei am 7. Juni beim 3:1-Testsieg gegen Lettland in Graz auch gleich zu seinem ersten Treffer gekommen.

"Das vergangene Jahr ist für mich perfekt verlaufen", resümierte ein zufriedener Dibon.

Einige Transfergerüchte

Der Verlockung eines Transfers zu einem österreichischen Großclub konnte der Niederösterreicher im Winter noch widerstehen.

Im Sommer wird der dann ablösefreie Abwehrspieler für die Niederösterreicher aber wohl nicht mehr zu halten sein. "Ich sehe meine Situation ganz gelassen", betonte Dibon.

Der Schwechater, der vor allem das Interesse von Salzburg und Rapid geweckt hat, freut sich in einer Mannschaft spielen zu können, in der die Stimmung wunderbar ist.

"Ich versuche einfach gute Leistungen zu bringen und lasse mich von den Medien nicht verrückt machen. Ich freue mich wenn ich am Platz stehen und kicken kann, das macht mir irrsinnig Spaß. Und wie es dann weitergeht, wird man sehen", ließ Dibon seine Zukunft offen.

Ausland noch kein Thema

Eines ist aber klar, der Weg soll ihn so schnell wie möglich in den Europacup führen. "Ich will sicher in nächster Zeit schauen, dass ich in einem europäischen Bewerb dabei bin und mich dort messen kann", kündigte Dibon an.

Die seit sieben Runden sieglosen Admiraner liegen nach 19 Runden auf Rang fünf, mit nur vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Rapid und Verfolger Ried. "Ich glaube, dass wir uns nicht nach hinten orientieren sollten, wir müssen aber trotzdem bescheiden sein und realistisch denken", sagte Dibon.

Im Herbst habe man gesehen, dass man die Großen ärgern und schlagen könne. "Zum Schluss haben wir aber auch miterlebt, wie es ist, wenn man einmal nicht so erfolgreich ist. Ich glaube aber trotzdem, dass wir das Positive ins Frühjahr mitgenommen haben", ergänzte der Innenverteidiger, dessen Vorbild Real-Madrid-Kicker Sergio Ramos ist.

"Er ist ein Topprofi"

Coach Dietmar Kühbauer weiß, was er an seinem Vorzeigeprofi hat. "Ich habe ihn nicht zum Kapitän gemacht, weil er so super ausschaut, sondern weil er Qualitäten hat. Dibi ist als Spieler sehr wichtig für uns, er ist ein Topprofi, der sein Ziel genau vor Augen hat", charakterisierte der Admira-Trainer das Talent.

Im Sommer müsse man allerdings mit Dibons Abgang rechnen. "Ich bin ein Realist und weiß daher, dass es im Sommer sehr schwer werden wird, ihn zu halten", sagte Kühbauer. Das gehöre zum Geschäft. "Das müssen wir im heutigen Fußball akzeptieren", fügte der Admira-Coach hinzu.

Ein Wechsel ins Ausland sei erst ein langfristiges Ziel, vorerst gelte es das eigene Standing in der heimischen Bundesliga weiter zu verbessern. "Ich möchte in Österreich vorne mitspielen, gute Leistungen zeigen und mir einen guten Namen machen", erklärte der ÖFB-Teamspieler.

Trotz seines jungen Alters hat es Dibon schon zum Kapitän in der Trenkwalder-Truppe gebracht, für ihn keine ungewöhnliche Rolle. "Ich habe auch schon im Nachwuchs bzw. der Akademie das Vertrauen von den Trainern bekommen und fühle mich in dieser Rolle sehr wohl", sagte der Admira-Kapitän.

"Ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass man einen Spieler hinten hat, der viel einteilt und redet. Bis jetzt klappt es ganz gut", ergänzte Dibon.

Ein spielerischer Typ

Dibon ist ein technisch versierter Verteidiger. "Ich bin ein spielerischer Typ, versuche so wenig Bälle wie möglich wegzuschießen, das Spiel von hinten aufzubauen und mich auch immer wieder in die Offensive einzuschalten", nannte er seine Stärken.

"Und ich glaube auch, dass ich mich im Zweikampf ganz gut anstelle", fügte Dibon hinzu. Doch Schwachpunkte gibt es im Spiel des Schwechaters auch noch. "Meine Schwäche ist mein linker Fuß und ich würde mir auch wünschen, dass ich bei Standardsituationen in der Offensive gefährlicher werde", verriet Dibon.

Mit seiner allgemeinen Entwicklung ist der Niederösterreicher sehr zufrieden. "Es ist ziemlich viel so aufgegangen, wie ich es mir vorgestellt habe", sagte Dibon. Der 1,81 Meter große Abwehrspieler kam vom Nachwuchs der SV Schwechat im Sommer 2002 in die Akademie der Admira.

"Habe der Admira sehr viel zu verdanken"

Im Frühjahr 2008 spielte er für ein halbes Jahr für Schwadorf, ehe er wieder zu den Admiranern zurückkehrte. "Ich bin schon sehr lange bei der Admira und habe dem Verein sehr viel zu verdanken", betonte Dibon.

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