Admira und Kapfenberg erhalten Lizenz

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Aufatmen bei Bundesligist Admira Wacker und Zweitligaclub Kapfenberg.

Das Protestkomitee der Bundesliga hat nach Prüfung und Evaluierung der von den Lizenz-und Protestwerbern fristgerecht eingereichten Unterlagen beiden Vereinen am Freitag die Lizenz - unter Auflagen - erteilt.

Die Vienna, Absteiger aus der zweithöchsten Spielklasse, sowie Regionalligist Ritzing hatten auf einen Protest gegen die verweigerte Lizenz überhaupt verzichtet.

Damit wurde auch der kleine Hoffnungsschimmer des sportlichen Absteigers Innsbruck auf den Klassenerhalt endgültig zerstört.

Finanzielle Auflagen

"Aufgrund der von den Protestwerbern zulässigerweise neu eingebrachten Nachweise konnten die für die Lizenzverweigerung erster Instanz maßgeblichen Gründe entkräftet und folglich die Lizenz erteilt werden", erklärte Andreas Grundei, Vorsitzender des Protestkomitees.

"In beiden Fällen ist die Lizenzerteilung mit finanziellen Auflagen verbunden - es liegt nun an den Clubverantwortlichen, gewissenhaft für eine entsprechende Finanzgebarung und die erforderliche Budgetdisziplin zu sorgen."

Monatliche Liquiditätsberichterstattung

Der Admira waren schon im Lauf der Saison wegen Verstößen gegen die Lizenzbedingungen fünf Punkte abgezogen worden. Der Meisterschafts-Neunte erhielt die Lizenz denn auch nur auf Basis der bereits bestehenden Auflagen, die die monatliche Liquiditätsberichterstattung und quartalsmäßige Reorganisationsprüferberichterstattung umfassen.

Dazu kommt - wie schon in erster Instanz bei Rapid, Wr. Neustadt und Altach - eine Infrastrukturauflage das Flutlicht betreffend. Auch der KSV muss in Zukunft eine quartalsmäßige Reorganisationsprüferberichterstattung abliefern und sich um das Flutlicht kümmern.

"Es ist erfreulich"

Die Admira, die fast regelmäßig im ersten Anlauf (2009, 2011, 2013) scheitert, hatte nach der erstinstanzlichen Entscheidung am 30. April zwei Gründe für die Nichterteilung angeführt.

Zum einen sei es um die noch offene juristische Klärung von Mehrwertsteuer-Überrechnungsbeträgen zwischen einem ehemaligen Sponsor der Admira und dem Club gegangen, zum anderen sei eine alternative Besicherung für eine fehlende Bankgarantie des Hauptsponsors von der Liga nicht akzeptiert worden.

Vonseiten des KSV waren fehlende schriftliche Zusagen von Stadt und Land ins Treffen geführt worden.

"Es ist erfreulich, dass die beiden Bundesliga-Meisterschaften auf rein sportlichem Weg entschieden werden konnten. Man kann den beiden Clubs nur gratulieren", kommentierte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer die Entscheidung, dank deren das Ständige Neutrale Schiedsgericht nicht mehr tätig werden muss.

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