Abstiegs-Krimi: Wie rettet sich dein Team?

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Die Meisterschaft ist entscheiden, mit der Austria holte sich die dominierende Mannschaft des Jahres völlig verdient den Titel.

Langweilig wird es deswegen in der 36. und letzten Runde (ab 16 Uhr im LAOLA1-LIVE-Ticker) der Saison 2012/13 jedoch ganz und gar nicht.

Neben der Vergabe des letzten Europa-League-Quali-Platzes zwischen Sturm, Wolfsberg und Ried tobt vor allem der beinharte Kampf um den Klassenerhalt.

Mit SV Mattersburg, SC Wiener Neustadt, FC Wacker Innsbruck und FC Admira Wacker Mödling sind gleich vier Teams  darin verwickelt. Das ganz Besondere an dieser Situation: Jeder einzelne Verein hat es selbst in der Hand, um den grausamen Weg in die Erste Liga abzuwenden.

LAOLA1 bietet einen Überblick über die einzelnen Szenarien im Abstiegs-Thriller:

SV Mattersburg (35 Punkte/ Tordifferenz: -30):

Gegner in der 36. Runde: FC Admira Wacker Mödling (heim)

Ausgangslage:

Die Burgenländer sind der „Spitzenreiter“ im Tabellenkeller, belegen mit 35 Punkten den siebenten Platz. Ihnen hätte bereits in der 35. Runde ein Punkt zum Klassenerhalt gereicht, doch angesichts der 0:4-Niederlage gegen die Austria und den vollen Erfolgen von Neustadt (2:0 gegen WAC) und Wacker (2:1 gegen Sturm) müssen Bürger und Co. am letzten Spieltag im Heimspiel  gegen Schlusslicht Admira noch einmal zittern. „Wir haben schon vor der Austria-Partie gewusst, dass wir noch einmal punkten müssen. Deshalb hat sich die Situation für uns nicht verändert“, versichert Trainer Franz Lederer. Und der Langzeit-Coach verschwendet auch keinen Gedanken an einen möglichen Abstieg: „Mit diesem Szenario beschäftige ich mich nicht, das wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch kontraproduktiv.“

So bleibt Mattersburg erstklassig:

  • Bei jedem Sieg oder Remis gegen die Admira
  • Bei einer Niederlage, sofern Neustadt oder Wacker einen Punkt abgibt.

So steigt Mattersburg ab:

  • Bei einer Niederlage und gleichzeitigen Erfolgen von Neustadt und Wacker. Dann wäre man zwar mit der Admira punktegleich, hätte jedoch das schlechtere Torverhältnis und müsste absteigen.

Im Besitz der Roten Laterne:

Lediglich nach der 31. Runde

 

SC Wiener Neustadt (33 Punkte/ Tordifferenz: -31):

Gegner in der 36. Runde: Sturm Graz (auswärts)

Ausgangslage:

Die Blau-Weißen haben mit dem 2:0-Sieg in der vergangenen Runde gegen den WAC – noch dazu in Unterzahl - ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben und die Chancen auf den Liga-Verbleib gehörig gesteigert. Mit 33 Punkten rangieren die vor Saisonbeginn als Fixabsteiger titulierten Niederösterreicher auf Platz acht. Im Auswärtsspiel gegen Sturm kann aus eigener Kraft der Abstieg verhindert werden. Trainer Heimo Pfeifenberger ist auch zuversichtlich, zumal der kommende Gegner nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzt. Die Grazer sind das schlechteste Team im Frühjahr und stehen angesichts des noch nicht fixierten Europacup-Platzes ebenfalls unter Druck. „Bei uns läuft es zurzeit etwas runder als bei Sturm. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir auch dort eine gute Chance haben werden zu punkten“, meint der Salzburger, dem der Klassenerhalt viel bedeuten würde: „Wir haben es uns als Mannschaft, als gesamter Verein, wo jeder immer positiv an die Aufgabe herangeht und mit einfachen, bescheidenen Mitteln versucht wird das Maximum herauszuholen, einfach verdient.“

So bleibt Neustadt erstklassig:

  • Bei einem Sieg gegen Sturm
  • Bei einem Remis dürfen Wacker und Admira nicht gewinnen, sollte Admira siegen und Wacker ein Remis holen, wäre man aufgrund der automatischen Rückreihung von Wacker gerettet.
  • Bei einer Niederlage müssen auch Wacker und Admira verlieren, gelingt der Admira ein Remis und geht Innsbruck leer aus, wäre man ebenfalls aufgrund der automatischen Rückreihung von Wacker gerettet.

So steigt Neustadt ab:

  • Bei einem Remis und Siegen für Admira und Wacker.
  • Bei einer Niederlage und jeweils einem Punkt für Admira und Wacker.

Im Besitz der Roten Laterne:

3.-5. Runde, 14.-16. Runde und 24.-25. Runde

 

FC Wacker Innsbruck (33 Punkte/ Tordifferenz: -35):

Gegner in der 36. Runde: WAC (auswärts)

Ausgangslage:

Für die Tiroler gilt ähnliches wie für die Neustädter. Auch sie tankten mit einem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen Sturm am vorletzten Spieltag noch einmal Selbstvertrauen vor den letzten und entscheidenden 90 Minuten in der laufenden Saison. Mit 33 Punkten liegt man auf Platz neun, ist daher nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Zudem zeigt das Formbarometer vor dem Abschluss in Wolfsberg nach oben. „In den letzten Wochen haben wir guten Fußball gespielt, warum sollten wir dann nicht gegen den WAC gewinnen?“, ist auch Trainer Roland Kirchler guter Dinge. Der Tiroler will sich während dem Duell mit den Wölfen auch über die Ereignisse in Mattersburg und Graz informieren: „Wir werden schauen, wie es in diesen Partien steht, und dementsprechend werde ich auch reagieren.“

So bleibt Wacker erstklassig:

  • Bei einem Sieg gegen den WAC
  • Bei einem Remis, darf Admira nicht gewinnen und muss Neustadt ohne Punkte bleiben.
  • Bei einer Niederlage müssen die Südstädter verlieren, da man wegen den Fan-Vorkommnissen im ersten Saisonheimspiel gegen Sturm und dem daraus resultierten Spielabbruch bei Punktegleichheit immer zurückgereiht wird.

So steigt Wacker ab:

  • Bei einem Remis, wenn Admira siegt und Neustadt zumindest ein Unentschieden holt. Dann tritt wieder die Rückreihung in Kraft und man hätte gegenüber den Neustädtern das Nachsehen.
  • Bei einer Niederlage besiegelt bereits ein Punkt für die Südstädter das Schicksal der Tiroler, das Neustadt-Ergebnis spielt dann keine Rolle.

Im Besitz der Roten Laterne:

1.-2. Runde, 6.-13. Runde, 17.-21. Runde, 26.-30. Runde und 33.-34. Runde

 

FC Admira Wacker Mödling (32 Punkte/ Tordifferenz: -22):

Gegner in der 36. Runde: Mattersburg (auswärts)

Ausgangslage:

Wieder einmal bewahrheitet sich, dass das zweite Jahr in der Bundesliga das schwierigste ist. Die Admira wurde vom Europacup-Teilnehmer zum Abstiegskandidaten. Man geht sogar mit der Roten Laterne in das letzte Meisterschaftsspiel, hat daher von allen vier Klubs die schwerste Ausgangslage. Dennoch haben es Thürauer und Co. in der eigenen Hand, bestreiten sie doch auswärts in Mattersburg ein echtes Endspiel. Für Trainer Didi Kühbauer, selber jahrelang beim SVM tätig, eine echte Herausforderung. „Ich hätte mir gewünscht, dass beide Vereine vor der letzten Runde schon gerettet sind. Doch beide haben sich selbst in diese Situation gebracht und müssen jetzt schauen, wie sie damit umgehen.“ Erschwerend kommt hinzu, dass bei den Niederösterreichern gleich bis zu zehn Spieler ausfallen werden. „Aber ich werde deswegen nicht jammern. Ich vertraue all meinen Spielern, die am Sonntag einlaufen werden“, gibt sich der Chefcoach optimistisch.

So bleibt Admira erstklassig:

  • Bei einem Sieg gegen Mattersburg. Dann wären auch die Resultate von Neustadt und Wacker sekundär, da man den SVM aufgrund der besseren Tordifferenz überholen würde.
  • Bei einem Remis, muss einer aus dem Duo Wacker und Neustadt verlieren. Auch hier würde jeweils die klar bessere Tordifferenz zu tragen kommen.

So steigt Admira ab:

  • Bei einer Niederlage
  • Bei einem Remis und einem gleichzeitigen Punktegewinn von Wacker und Neustadt

Im Besitz der Roten Laterne: 

22.-23.Runde, 32. Runde und 35. Runde

 

Martin Wechtl

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