"Wir müssen jetzt mit diesen Spielern spielen"

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Es war ein Warnsignal zur richtigen Zeit.

Mit einer bitteren 0:4-Abfuhr im Hanappi-Stadion hätte bei Wacker Innsbruck nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung wohl niemand gerechnet.

Doch der Auftakt ging schlichtweg daneben. Viele Fehler, kaum Chancen und Verunsicherung wurden gegen Rapid eiskalt bestraft.

„Wir waren heute sehr schlecht“, versucht Kapitän Tomas Abraham im Gespräch mit LAOLA1 erst gar nicht, etwas zu beschönigen.

Abgänge noch nicht verkraftet

Schon das erste Spiel zeigte, dass die vielen Abgänge im Sommer nicht so leicht wegzustecken sind.

Inaki Bea (Pforzheim), Georg Harding (LASK), Muhammed Ildiz (Rapid), Lukas Hinterseer, Mathias Perktold (beide Vienna), Miran Burgic und Bülent Bilgen (Ziel unbekannt) kehrten den Innsbruckern den Rücken.

Mit Marcelo Fernandes (Bangu Atletico Clube), Christoph Saurer (Rapid), Simon Piesinger (BW Linz) und Christian Schilling (GAK) wurden allerdings nur vier Spieler neu verpflichtet, von denen sich gleich drei (bis auf Schilling) in der Startelf wiederfanden.

Zudem wurde der Kader mit jungen Eigenbauspielern wie Andreas Kuen (17) oder Sascha Wörgetter (18) aufgefüllt.

„Wir haben ja keine anderen“

Aufgrund der Verjüngungskur fehlt es im Kader der Kogler-Elf etwas an Dichte, wie auch Abraham durchklingen lässt.

„Das ist jetzt halt der Trend. Wir müssen jetzt mit diesen Spielern spielen, wir haben ja keine anderen.“

Trainer Walter Kogler musste feststellen, dass die teaminternen Veränderungen doch noch etwas Zeit in Anspruch nehmen werden.

„Man hat die Umstellungen in der Mannschaft bemerkt. Es hat die Bindung gefehlt und die Verunsicherung hat sich dann durchgezogen.“

Taktische Fehler prägten die Partie

Dabei hatten die Tiroler den Eindruck, für die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga gewappnet zu sein.

„Wir haben aber in der ganzen Vorbereitung gegen keinen so guten Gegner wie Rapid gespielt. Wir haben alles probiert, aber Rapid hat eine andere Qualität“, merkt der tschechische Mittelfeldspieler an.

Grund dafür war, dass man sich nicht an die taktischen Vorgaben hielt und das Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden konnte.

„Das war eine sehr schlechte Partie. Bei uns ist nichts passiert. Wir haben so viele taktische Fehler gemacht“, gibt sich Abraham selbstkritisch.

„Es kann nur besser werden“

Im selben Atemzug moniert der Regisseur auch die fehlende Erfahrung, die mit Fortlauf der Partie offensichtlich wurde.

„Man sagt den Jungen etwas und dann spielen sie ganz was anderes“, kritisiert der 33-Jährige, der erstmals in seiner Bundesliga-Karriere ausgewechselt wurde (53.).

Nach der Auftaktpleite steht Wacker in der kommenden Runde daheim gegen Admira bereits unter Druck. „Wir haben heute verloren, aber die jungen Spieler vergessen alles gleich. Ich hoffe,  nächste Woche läuft es besser.“

Das Positive an der Geschichte: „Es kann nur besser werden.“


Alexander Karper

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