Abraham: Der Dauerbrenner hat erstmals Pause

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Irgendwann musste es ihn ja treffen.

Tomas Abraham hat sich zwar lange Zeit erfolgreich gewehrt, sogar unter Schmerzen gespielt, aber jetzt hat es den Tschechen doch erwischt.

Der 32-Jährige muss beim Gastspiel der Tiroler bei der Admira wegen einer Gelbsperre passen und fehlt Trainer Walter Kogler erstmals nach 65 Liga-Spielen in Folge (hier geht's zur Story).

Therme statt Bundesliga

"Ich wär' so gerne mitgefahren", erklärt der Kapitän traurig.

Aber Schiedsrichter Manuel Schüttengruber war im Westderby gegen Salzburg die unglaubliche Statistik Abrahams (5850 Minuten in Folge) egal und zeigte ihm die fünfte Gelbe Karte.

Die Familie wird's dagegen freuen. Denn der Wacker-Dauerbrenner hat schon ein Ersatzprogramm für Samstag auf Lager.

"Ich habe ein Thermenhotel für mich, meine Frau und meinen Sohn reserviert", so der Legionär gegenüber "Tivoli12".

Erstmals seit Mai 2010 ohne Abraham

Eigentlich wollte er ja die Mannschaft begleiten und ebenfalls nach Wien fahren.

"Aber leider geht es nicht. Ich habe am Sonntagvormittag Training und das wäre eine lange Reise für die Familie. Darum bleiben wir hier und fahren in die Therme."

Kogler muss also erstmals seit 28. Mai 2010 eine Startelf aufbieten, in der der Name Abraham fehlt. Damals fixierte Wacker mit einem 2:0 bei den RB Juniors den Aufstieg in die Bundesliga.

Hier die damalige Aufstellung:

Die letzte Bundesliga-Aufstellung ohne Abraham gab es am 26. April 2008, als sich Wacker mit einem 1:2 bei der Wiener Austria in die Erste Liga verabschiedete.

Nur mehr zwei Spieler (Schreter, Perstaller) von damals stehen noch im Aufgebot des Traditionsvereins.


Abraham wird notgedrungen am Samstag sein erstes Wacker-Spiel im TV sehen.

"Ich hoffe, dass wir drei Punkte einfahren. Das ist für uns wie ein kleines Finale. Wenn wir dort nicht punkten, ist der Rückstand auf die Europacupplätze schon zu groß. Darum müssen wir dort punkten."

Nächste Woche darf er dann die Zuschauer-Rolle wieder gegen die Kapitänsschleife tauschen und das tun, was er am liebsten macht: Am Platz stehen.

Kurt Vierthaler

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